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Farbenfroher Treffer ins Schwarze

Dienstag, 15. Mai 2018 | 02:16 Uhr

Bozen – Der Eurovision Song Contest 2018 ist Geschichte. Sängerin Netta hat sich in Lissabon mit ihrem Song „Toy“ in die Herzen der Zuschauer gegackert. Ihren Triumph verdankt sie der Publikumswertung.

Für viele ist der ESC einfach nur Kitsch, allzu große Eigenwilligkeit und unbequeme Botschaften gehen häufig im seichten Glitzer der Schlagerwelt unter oder haben von vornherein keine Chance. Mit ihrem bunt-schrillen Auftritt hat Netta Barzilai für frischen Wind gesorgt.

Zwar passen die Zeilen „I’m not your toy, you stupid boy“ hervorragend zur derzeit dominierenden #MeToo-Debatte und reihen sich damit ebenfalls in einen Trend ein, doch Netta sieht sich nicht nur als Verfechterin der weiblichen Emanzipation.

In Interviews erklärte sie, dass es ihr um die Gleichberechtigung aller Menschen gehe, egal, wie sie aussehen, welcher sexuellen Orientierung sie sind, welchen Körperumfang sie besitzen oder wie sie sich kleiden.

Mit ihrem Weckruf gegen Antisemitismus, Sexismus und Bodyshaming hat die 25-Jährige wohl ins Schwarze getroffen.

APA/APA (AFP)/FRANCISCO LEONG

Von: mk

Bezirk: Bozen

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2 Kommentare auf "Farbenfroher Treffer ins Schwarze"


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Mastermind
Mastermind
Superredner
10 Tage 19 h

Verfächter der Emanzipation? Wohl eher auf Rachefeldzug gegenüber dem anderen Geschlecht oder Verbitterung durch Misserfolg, wobei diese Emanzipation schnell zum erliegen kommt, wenn es um Eigenverantwortung und Bezahlen geht. Der ESC hätte sich das sparen können, Gott sei Dank weiß die Mehrheit nicht einmal was ihr Lied bedeutet hat.

Orschgeige
Orschgeige
Tratscher
10 Tage 6 h

Der Eurovision Contest bestätigt sich als Triumph der Mittelmässigkeit.

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