Von: apa
Kandidat Aidan
Mit einem orchestral untermalten, filmmusikalisch angehauchten Chanson namens “Bella” mischt sich der kleine Mittelmeerinselstaat Malta einmal mehr unter die ESC-Gemeinde. Sprachlich und stimmlich beschlagen gibt sich Aidan – bürgerlich Aidan Cassar – allerlei Unschlüssigkeiten bezüglich des Fortganges seines (Liebes-)Lebens hin. Und so mäandert der Beitrag auf gutem Niveau dahin, ohne dabei so richtig auffällig zu werden.
In der relativen Bescheidenheit und im charismatischen Auftreten Aidans könnte mitunter ein Schlüssel zu einem Achtungserfolg des dem ESC seit Jahrzehnten treuen Eilandes liegen. Ob es nach dem Semifinal-Auftritt am 14. Mai ein Dacapo im Finale am 16. Mai geben wird, ist klarerweise offen, aber nicht gerade unwahrscheinlich. Übrigens hat der am 17. Dezember 1999 geborene Aidan Cassar schon ein wenig Anlauf in Richtung Eurovision Song Contest genommen: Bereits im Jahr 2022 landete er auf Platz 2 der maltesischen Vorauswahl. Seither ist er in seinem Heimatland durchaus erfolgreich musikalisch unterwegs.
Maltas ESC-Geschichte
Seit dem Jahr 1971 versuchen sich Maltas Vertreterinnen und Vertreter schon im toughen ESC-Wettbewerb, durchgehend ist man seit 1991 mit an Bord, auf einen Sieg wartet man allerdings bis heute. Immerhin sind insgesamt zwei 2. und zwei 3. Plätze in den Annalen der Show vermerkt. Die wirklich guten Resultate datieren allerdings nicht unbedingt aus den erst kürzlich abgefeierten Ausgaben: Auf Rang 2 landeten Chiara mit “Angel” im Jahr 2005 und Ira Losco mit “7th Wonder” im Jahr 2002. Darüber hinaus konnte Chiara neben ihrer “Silbernen” im Jahr 1998 mit “The One That I Love” auch noch den 3. Rang einheimsen. Für die maltesische Stockerlpremiere sorgte sechs Jahre davor der 3. Platz von Mary Spiteri mit ihrem Beitrag “Little Child”.
Weniger weit nach vorne musste man in den vergangenen Jahren schauen, um die Kandidatinnen und Kandidaten Maltas im ESC-Tableau auszumachen: Im vergangenen Jahr sorgte Miriana Contes “Serving” vor allem im Vorfeld für Diskussionen, landete nach einer Überarbeitung von Refrain und Titel dann allerdings nur auf dem 17. Rang. Davor war drei Mal in Folge im Halbfinale Endstation. Alles in allem ist der Einzug ins Finale für die Mittelmeerinsel alles andere als eine Selbstverständlichkeit: Immerhin rund die Hälfte der Versuche scheiterten bisher.
Die größten Erfolge Maltas:
Platz 2
2005
Chiara “Angel”
Platz 2
2002
Ira Losco “7th Wonder”
Platz 3
1998
Chiara “The One That I Love”
(S E R V I C E – www.eurovision.com/stories/aidan-for-malta-vienna-2026/ )




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