Herbe Niederlage für Prinz Harry

Prinz Harry verliert Rechtsstreit um Sicherheitsvorkehrungen

Mittwoch, 28. Februar 2024 | 16:20 Uhr

Prinz Harry ist vor einem Londoner Gericht mit seiner Klage für regelmäßigen Polizeischutz während seiner Großbritannien-Besuche gescheitert. Die Entscheidung der Behörden, dem jüngeren Sohn von König Charles III. nach seinem Rückzug von seinen royalen Pflichten Polizeischutz nur noch von Fall zu Fall zu gewähren, sei nicht zu beanstanden, entschied der Londoner High Court am Mittwoch. Der in den USA lebende Prinz kündigte Berufung an.

Richter Peter Lane legte eine 52-seitige Begründung seiner Entscheidung vor. Die Entscheidung der britischen Regierung, Prinz Harry nicht dieselben Sicherheitsmaßnahmen zuzugestehen wie aktiven Mitgliedern des Königshauses, sei “rechtlich einwandfrei”, heißt es darin.

Das britische Innenministerium reagierte “erfreut” auf die Gerichtsentscheidung. Die Beschlüsse der Regierung über ihr Vorgehen beim Personenschutz seien “gründlich und verhältnismäßig”, hieß es aus dem Ministerium. Der Anwalt der Regierung hatte argumentiert, die Regelung für Harry sei seinem “veränderten Status” geschuldet.

Prinz Harry kündigte Berufung an. Schließlich verlange der Herzog von Sussex “keine Vorzugsbehandlung”, sondern nur eine “gerechte und rechtsgemäße” Anwendung der Personenschutzregeln, legte sein Sprecher dar.

Harry und seine Frau, die frühere US-Schauspielerin Meghan Markle, hatten sich 2020 von ihren royalen Pflichten zurückgezogen. Sie leben mit ihren Kindern Archie und Lilibet in Meghans Heimat Kalifornien. Die britischen Behörden hatten in der Folge entschieden, über Polizeischutz für Prinz Harry und seine Familie nur noch von Fall zu Fall zu entscheiden und ihn nicht mehr grundsätzlich zu gewähren.

“Das Vereinigte Königreich ist meine Heimat. Das Vereinigte Königreich ist zentraler Bestandteil des Erbes meiner Kinder”, hatte Prinz Harry in einer schriftlichen Stellungnahme dargelegt, die im Gericht verlesen worden war. Er könne Großbritannien mit seiner Familie aber nicht besuchen, “wenn es nicht möglich ist, sie zu schützen”.

“Ich kann das Leben meiner Frau nicht derart gefährden und angesichts meiner Lebenserfahrung bin ich auch zurückhaltend, mich selbst unnötigerweise zu gefährden”, betonte Harry. Seine Anwälte argumentierten zudem, Prinz Harrys Leibwachen hätten keine ausreichenden Befugnisse, um ihn im Vereinigten Königreich angemessen schützen zu können. Außerdem hätten sie keinen Zugang zu Informationen des britischen Geheimdienstes.

Das Angebot von Prinz Harry, für die Kosten eines kontinuierlichen Polizeischutzes in Großbritannien selbst aufzukommen, wurde bereits von den Behörden abgelehnt. Harrys Klage dagegen wurde im Mai vergangenen Jahres abgewiesen. Ein Angebot von Prinz Harry, für die Kosten eines kontinuierlichen Polizeischutzes in Großbritannien selbst aufzukommen, wurde bereits von den Behörden abgelehnt. Harrys Klage dagegen wurde im Mai vergangenen Jahres abgewiesen.

Prinz Harry besucht sein Heimatland nur noch selten. Das Verhältnis zur Königsfamilie, insbesondere zu seinem älteren Bruder, Kronprinz William, ist zerrüttet. Nach dem Bekanntwerden einer Krebserkrankung seines Vaters Charles III. Anfang Februar hatte Prinz Harry den König aber sogleich in London besucht.

Prinz Harrys Mutter Prinzessin Diana war 1997 bei einem Unfall gestorben, als ihr Wagen in Paris von Paparazzi verfolgt worden war. Nach diesem traumatischen Ereignis in seiner Kindheit kämpft Harry rigoros für seine Privatsphäre und die seiner Familie. Immer wieder zog er gegen Boulevardmedien vor Gericht.

Anfang des Monats einigte er sich nach einem langwierigen Rechtsstreit um von Journalisten angezapfte Handys mit dem Medienkonzern Mirror Group Newspapers (MGN). Laut Harrys Anwalt muss das Medienhaus Prinz Harry eine “beträchtliche” Summe als Schadenersatz zahlen.

Von: APA/ag.

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2 Kommentare auf "Prinz Harry verliert Rechtsstreit um Sicherheitsvorkehrungen"


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Hut
Hut
Grünschnabel
1 Monat 17 Tage

einen saftigen in den Hintern,gut so warum sollen die Bürger für solch unnützen Dienst bezahlen ,das ganze ……..braucht kein Mensch mehr.

magg
magg
Superredner
1 Monat 16 Tage

Er hätte es aus eigener Tasche bezahlt, wenn sie schon über ihn lästern, sollten sie sich über ihn schon besser informieren.

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Harry gelang kein Overrulen des Ersturteils

Prinz Harry verliert Rechtsstreit um Sicherheitsvorkehrungen

Uhr

Prinz Harry hat einen Rechtsstreit gegen das britische Innenministerium um Vorkehrungen für seine Sicherheit im Vereinigten Königreich verloren. Das berichteten britische Medien übereinstimmend am Mittwoch nach dem schriftlich verkündeten Urteil. Im Kern ging es darum, ob der in den USA lebende Harry ein Anrecht auf dieselben Schutzmaßnahmen hat wie der Rest der königlichen Familie, wenn er in seine alte Heimat Großbritannien reist. Harry kündigte Berufung an.

Der 39-Jährige wollte eine Entscheidung des zuständigen Ausschusses aufheben lassen. Dieser hatte seinen Sicherheitsstatus herabgestuft, nachdem der jüngere Sohn von König Charles III. seine royalen Pflichten niedergelegt hatte.

Harrys Anwältin hatte dem Executive Committee for the Protection of Royalty and Public Figures vorgeworfen, es habe seine Entscheidung, dem Fünften der britischen Thronfolge einen geringeren Schutz zu gewähren, auf Grundlage einer unzureichenden Sicherheitsanalyse getroffen. Dadurch seien auch Harrys Kinder in Großbritannien nicht ausreichend geschützt. Er wolle aber, dass sich Prinz Archie (4) und Prinzessin Lilibet (2) dort genauso zu Hause fühlten wie in den USA.

Das britische Innenministerium macht seinerseits geltend, Harry erhalte maßgeschneiderte Vorkehrungen. Der High Court in London urteilte, dass die Entscheidung weder rechtswidrig noch “irrational” sei und keine verfahrenstechnische Ungerechtigkeit vorliege.

Harry hatte sich mit seiner Frau Herzogin Meghan (42) vor Jahren aus dem Königshaus zurückgezogen. Als ein Grund gilt der Umgang der britischen Boulevardpresse mit Meghan. Das Verfahren ist eines von mehreren, das Harry vor britischen Gerichten führt. Dazu gehören drei Klagen gegen Verlage wegen illegaler Informationsbeschaffung. Harry sowie weitere Prominente werfen den Medien unter anderem vor, ihre Mailboxen unerlaubt abgehört zu haben.

Von: APA/dpa

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1 Kommentar auf "Prinz Harry verliert Rechtsstreit um Sicherheitsvorkehrungen"


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Faktenchecker
1 Monat 17 Tage

Overrulen 😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂

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