Von: luk
Bozen – Die Erstbesteigung des K2 im Jahr 1954 zählt zu den größten Triumphen des Alpinismus – und zugleich zu seinen umstrittensten Kapiteln. Jetzt widmet sich Reinhold Messner der Geschichte in einem neuen Filmprojekt und bringt bislang wenig beleuchtete Aspekte auf die Leinwand.
Bei der Südtirol-Premiere in Bozen stellte der Extrembergsteiger seinen Film “K2 – Der große Streit” vor. Es handle sich dabei nicht um einen klassischen Dokumentarfilm, sondern um eine detailreiche Rekonstruktion auf Basis historischer Quellen und Archivmaterials. Ziel sei es, eine lange Zeit “versteckte” Geschichte möglichst authentisch nachzuerzählen.
Messner setzt dabei bewusst auf seine Muttersprache Deutsch, um – wie er betont – “mit größter Genauigkeit und Verantwortung” eine der bedeutendsten italienischen Geschichten des 20. Jahrhunderts zu erzählen. Neben den bekannten Ereignissen rückt der Film vor allem die psychologischen Spannungen innerhalb der Expedition in den Fokus.

Im Zentrum steht die Figur von Walter Bonatti, eine der Schlüsselfiguren der damaligen Expedition. Für Messner ist Bonatti weit mehr als nur ein Beteiligter: “Sein Vermächtnis bildet die philosophische Grundlage des modernen Alpinismus”, sagt er. Die von Bonatti geprägten Werte würden die Bergsteigerszene noch über Generationen hinweg beeinflussen.
Der Film versteht sich nicht nur als historische Aufarbeitung, sondern auch als Reflexion über menschliche Grenzerfahrungen, Ehre und die Suche nach Wahrheit. Gezeigt wurde die Produktion im Bozner Kino Capitol im Rahmen der lokalen Premiere.




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