Von: apa
Ziemlich düster geht es zu, wenn Rumäniens Kandidatin Alexandra Căpitănescu am 14. Mai im zweiten Halbfinale in der Wiener Stadthalle an den Start geht. Sie singt “Choke Me”, was so viel wie “Würg mich” heißt, weshalb der Titel von Rumäniens ESC-Darbietung bereits im Vorfeld zumindest ein wenig für Aufregung sorgte. Der Song soll aber metaphorisch gemeint sein und emotionale Überforderung darstellen – bloß nicht wörtlich nehmen, hieß es zur Verteidigung aus Rumänien.
Der Beitrag, der die kraftvolle Stimme Căpitănescus mit intensivem Ausdruck verbindet, ist ziemlich düster. Hohe Töne treffen dabei auf raue, dazwischen gibt es computerverzerrte Stimmenpassagen. Passend dazu das schwarze Outfit, fällt der Beitrag in Wien sicher auf.
Alexandra Căpitănescu ist in Rumänien längst keine Unbekannte mehr und hat bereits ihre Debüt-EP und eine Reihe von Singles veröffentlicht. Die am 31. Juli 2003 in Galati geborene Singer-Songwriterin setzte sich im Juryvoting in der live im Fernsehen übertragenen nationalen Vorentscheidung durch und darf sich im Mai dem internationalen Publikum stellen.
Rumäniens ESC-Geschichte
Rumänien gab seine ESC-Premiere 1994 in Dublin, nachdem es 1993 in der osteuropäischen Vorauswahl gescheitert war. 2016 sollte eigentlich Ovidiu Anton sein Land in Stockholm vertreten, doch drei Wochen vor seinem Auftritt im zweiten Halbfinale wurde Rumänien von der EBU vom Wettbewerb ausgeschlossen. Der Grund: Seit 2007 hat das Land Schulden in Höhe von 14,5 Millionen Euro bei der European Broadcasting Union. Mittlerweile ist man aber wieder an Bord.
Rumäniens beste Ergebnisse im Wettbewerb waren zwei 3. Plätze: Luminita Anghel & Sistem überzeugten 2005 in Kiew, Paula Seling und Ovi 2010 in Oslo. Hinzu kommt ein 4. Platz, den Mihai Traistariu 2006 in Athen holte.
Die größten Erfolge Rumäniens:
Platz 3
2005
Luminita Anghel & Sistem
“Let Me Try”
Platz 3
2010
Paula Seling und Ovi
“Playing With Fire”
Platz 4
2006
Mihai Traistariu
“Tornero”
(S E R V I C E – www.eurovision.com/stories/alexandra-capitanescu-represent-romania-eurovision-2026/ )




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