Beitrag für Erhalt der Biodiversität

Bienen erobern Landhaus 11

Freitag, 09. April 2021 | 11:01 Uhr

Bozen – Bienenstöcke sind auch im urbanen Raum immer häufiger anzutreffen. Auf einem Landhaus gab es bisher in Südtirol noch keine. Das Dach des Landhaus 11, Sitz des Ressorts für Raumentwicklung, Landschaft und Landesdenkmalamt, ist damit Schauplatz für eine Premiere: Zwei Bienenstöcke sind dort seit kurzem inmitten der Gräser und Blumen der Dachbegrünung zu finden.

Beitrag für Erhalt der Biodiversität

“Wir wissen, wie wichtig Bienen für uns alle sind”, unterstreicht Landesrätin Maria Hochgruber Kuenzer: “Und wir haben das Glück, ein grünes Dach zu haben. Dieses Glück nutzen wir, um die Beziehung zwischen Mensch und Natur zu stärken und um für den Erhalt der Biodiversität zu sensibilisieren.” Denn dazu könne jeder, mit dem, was er habe, und egal wo er sei, einen Beitrag leisten. Es handle sich auch um eine Aktion mit starkem Symbolwert, ergänzt die Landesrätin: “Das Landhaus kann mit einem Bienenhaus verglichen werden, in dem wir alle für das Gemeinwohl zusammenarbeiten.”

LPA/Marcella Morandini

In Südtirol gibt es 3441 Imkerinnen und Imker, die mit Freude und großem Einsatz ihrer Arbeit nachgehen. “Dass ihre Anzahl in den vergangenen zehn Jahren jährlich um fünf Prozent gestiegen ist, ist als sehr positives Zeichen zu werten”, so die Landesrätin. Erst vor kurzem (9. März) hatte die Landesregierung auf ihre Initiative hin die Richtlinien für die Errichtung von Bienenständen und Lehrbienenständen gemäß dem Landesgesetz Raum und Landschaft gutgeheißen (siehe eigener Bericht).

Bienen zählen weltweit zu den wichtigsten Bestäubern. Sie tragen in erheblichem Maße zur Erhaltung von Wild- und Kulturpflanzen und deren Erträgen bei. Nach Angaben der Europäischen Kommission erbringt die Imkerei in Europa Ökosystemleistungen im Wert von 22 Milliarden Euro.

Neue Wege beschreiten

Um die Bienenvölker auf dem Landhaus kümmert sich die Imkerin, Vizepräsidentin der Landeskommission Raum und Landschaft und Mitarbeiterin des Landesamtes für Natur (Bereich Erhebung, Planung und Monitoring), Giulia Ligazzolo. Die Idee für die Errichtung der Bienenstöcke stammt hingegen von der Direktorin der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung, Virna Bussadori: “Die Themen Natur, Landschaft und Raumentwicklung sind eng miteinander verknüpft: Die beiden Bienenhäuser auf dem Landhausdach zeigen, dass die Natur auch dort ihren Platz findet, wo man es nicht unbedingt erwartet.” Gerade in Zeiten der Pandemie sei das grüne Dach des Landhaus 11 auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem Ort der Erholung geworden.

Wie wichtig es sei, die Arbeit der Bienen und die Vielfalt der Arten zu respektieren, zeigt für Bussadori das berühmte Zitat “Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben”, das von Albert Einstein stammen soll. “Dazu muss man auch neue, ungewohnte Wege beschreiten”, erklärt sie. Warum also nicht auch Bienenhäuser über den Dächern von Bozen: Die Abteilungsdirektorin hofft, dass auch andere Landhäuser diesem Beispiel folgen werden.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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10 Kommentare auf "Bienen erobern Landhaus 11"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Sonnenstrahl2020
27 Tage 23 h

Das das Landhaus mit ein Bienenstock verglichen werd ist lustig oder?

Faktenchecker
27 Tage 22 h

Das ist richtig. Bienen sind äußerst fleissig und produktiv.

Teto
Teto
Grünschnabel
27 Tage 17 h

@Faktenchecker
Du bist auch ‘produktiv’ bei der Anzahl deiner Posts, die Qualität ist allerdings…

Savonarola
27 Tage 16 h

deine Syntax und Orthographie ebenfalls.

king76
king76
Tratscher
27 Tage 21 h

Krnntn sich sie Beomten mol lernen wie ein Staat funtioniert!

Savonarola
27 Tage 16 h

du wahrscheinlich auch

sepp2
sepp2
Superredner
27 Tage 21 h

Da wird beim Landhaus doch auch mal gearbeitet 🤣

Savonarola
27 Tage 16 h

nicht meim Landhaus, sondern auf dem Landhaus. Im Landhaus selbst wird bereits gearbeitet.

MickeyMouse
MickeyMouse
Grünschnabel
27 Tage 22 h

Gut so und alle sollen mitmachen, denn in den Städten leben Bienen erstaunlicherweise besser als auf dem Land! 

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
27 Tage 17 h
Hallo nach Südtirol, schöne Symbolpolitik, aber wer ober Meran und Bozen auf die Talkessel niederschaut wird nicht unbedingt mehr eine Lust auf den Smog-Honig verspüren. Mittlerweile gehört zu ziemlich jedem Berghof und auch Alm/Hütte ein Bienenstand, die Produkte werden teilweise noch als Geschenk hergegeben für Freunde/Gäste oder gegen Freundschaftspreis an Durchwandernde, einfach mal nachfragen, oft stehen auf den Höfen kleine “Verkaufsstände” wo es neben Honig auch selbstgepresste Säfte und Hofprodukte wie Kräuter/Gemüse/Obst einzukaufen gibt. Das ist ehrliches Zeug und die Vermarktung gerät zunehmend besser und professioneller. Ein kleine Facette warum die kleinen bunten Hof-Lichter welche nachts an den Berghängen weit… Weiterlesen »
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