Eurac präsentiert neue Forschungsergebnisse

Biodiversität in Südtirol unter Druck

Donnerstag, 08. Januar 2026 | 11:00 Uhr

Von: Ivd

Bozen – Seit 2019 untersuchen Fachleute landesweit verschiedenste Lebensräume und ihre Tier- und Pflanzenwelt. Die daraus resultierenden neuen Erkenntnisse, Erstfunde, das Problem des Drucks auf die hohe Biodiversität Südtirols und Schutzmaßnahmen dagegen sind Thema eines von Eurac Research und der Plattform Biodiversität Südtirol organisierten Vortrags am Mittwoch im Naturmuseum.

Kein alpiner Rasen ist ihnen zu steil, kein Auwald zu unwegsam und keine Bergweide zu abgelegen. Das Team des Biodiversitätsmonitorings Südtirol ist seit 2019 in ganz Südtirol unterwegs, um verschiedene Lebensräume samt der dortigen Flora und Fauna zu untersuchen. Ornithologen erkunden dabei Vogelstimmen, Säugetierspezialisten halten nach Fledermäusen Ausschau, Botaniker und Moosspezialisten suchen Gräser und Moose und Waldfachleute stöbern seltene Pilze und unbekannte Bodenbewohner auf. Im Rahmen dieser für den Alpenraum einzigartigen Langzeitstudie werden die Untersuchungen im Fünfjahresrhythmus wiederholt, um Vergleiche anstellen und eventuelle Veränderungen dokumentieren zu können.

Für den Zeitraum 2019–2024 wurde inzwischen ein Report mit den Ergebnissen des ersten Forschungszyklus erstellt. Dieser zeigt zahlreiche neue Erkenntnisse, belegt Erstfunde und liefert Vorschläge für Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt. Schließlich zählt Südtirol zwar zu den Hotspots der Biodiversität Mitteleuropas, doch dieser Reichtum gerät zunehmend unter Druck.

Beim von Eurac Research und der Plattform Biodiversität Südtirol organisierten Kolloquium „Hotspot der Biodiversität in Gefahr?! Der fünf-Jahres-Report von Eurac Research” stellen Andreas Hilpold und Chiara Paniccia am Mittwoch um 18.00 Uhr im Naturmuseum Südtirol die gewonnenen Erkenntnisse vor und diskutieren über mögliche Schutzmaßnahmen. Das Gespräch wird abwechselnd in Deutsch und Italienisch geführt.

Andreas Hilpold ist Botaniker am Institut für Alpine Umwelt von Eurac Research. Als Koordinator des Langzeitmonitoringprojekts kennt er sowohl die Freuden als auch die Tücken der Feldforschung. Chiara Paniccia ist Zoologin und Säugetierspezialistin am selben Institut. Sie ist in der Feldforschung und in Spezialprojekten zum Schutz besonderer Tierarten oder Lebensräume aktiv.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung auf der Website des Museums wird jedoch empfohlen. Der Vortrag wird auch auf dem YouTube-Kanal des Museums.

Bezirk: Bozen

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