Mit diesen Tipps könnt ihr besser damit umgehen

Kein leichtes Zeitalter für Menschen mit Angst vor Hunden!

Mittwoch, 10. Oktober 2018 | 07:28 Uhr

Bozen – In Südtirol leben aktuell rund 40.000 Hunde. Von ganz klein bis hin zu ganz groß gibt’s eine riesige Spannbreite und auch die Rassenvielfalt erstreckt sich mittlerweile durch ganz Südtirol. Weil immer mehr Menschen sozusagen auf den Hund kommen, ist es für jene, die Angst vor Hunden haben, kein leichtes Zeitalter.

Anlässlich des heutigen Welthundetags am 10. Oktober gibt die diplomierte Hundetrainerin Natalie Thaler (DogSpot Südtirol) einige Tipps für Menschen mit Angst vor Hunden.

Hunde können unsere Angst riechen!

Diesen Satz hat sicher ein jeder schon einmal gehört: Hunde können Angst riechen! Und tatsächlich, neue Experimente aus dem letzten Jahr weisen darauf hin, dass Hunde das wirklich können. Oft hört man in diesem Zusammenhang auch, dass Hunde wohl eher zubeißen würden, wenn sie „Angst“ riechen.

„Dieses Gerücht stimmt so nicht wirklich. Wenn Hunde ängstliche Menschen beißen, dann resultiert das in vielen Fällen aus dem Fehlverhalten der Menschen, in der für sie beängstigenden Situation. Menschen, die Angst haben, handeln oft nicht mehr überlegt und leider gibt es auch Hundebesitzer, die Ihren Vierbeiner einfach zu jedem Menschen hinrauschen lassen“, weiß Natalie Thaler.

Dieses Gerücht wird auch von zuvor genannter neuer Studie wiederlegt. In den Experimenten zeigte sich nämlich, dass Hunde immer dann, wenn sie eben diese Angst gerochen haben, stärkeres Orientierungsverhalten an ihren Besitzer an den Tag legten. Das heißt, die Hunde haben sich vom „Angstgeruch“ ab- und ihrem Besitzer zugewandt.

Hundetrainerin Natalie Thaler beobachtet dieses Verhalten auch in Ihren Kursen: „Wenn Teilnehmer dabei sind, die Angst vor den anderen Hunden haben, dann gehen die fremden Hunde eher weniger aktiv auf diese Menschen zu.“ Beruhigende Nachrichten also, für den einen oder anderen ängstlichen Menschen.

Fünf Tipps für Menschen die Angst vor Hunden haben

Grundsätzlich gilt: Auch wenn es manchen Menschen und vor allem Kindern sehr schwerfällt – man sollte nie vor einem Hund weglaufen! „Ein sehr spiel- und menschenfreudiger Hund könnte das beispielsweise als Spielaufforderung verstehen und deshalb den Flüchtenden nachlaufen. Kein schönes Erlebnis für einen Menschen der eh schon Angst vor Hunden hat!“, erklärt Natalie Thaler

Zweiter Tipp: Man sollte sich mit der „Sprache des Hundes“ auseinandersetzen. Unbekanntes macht Angst, was man aber kennt, ängstigt weniger. Die Hundetrainerin gibt daher den Tipp: „Vielen Menschen mit Angst vor Hunden kann es helfen, sich einmal mit einem ausgebildeten Hundetrainer die Sprache des Hundes anzusehen. Hunde kommunizieren mit uns Menschen, und vieles was Menschen mit Angst vor Hunden ängstigt, ist lediglich Kommunikation und/oder Spielverhalten des Hundes. Wenn Sie aber wissen, wie Hunde uns was mitteilen, und wie man darauf richtig reagiert, dann fühlen sie sich gleich viel sicherer!“

Drittes: Man sollte die eigene Angst nicht auf Kinder übertragen! „…sonst beißt er dich!“ ist ein Satz, der ängstlichen Eltern oftmals schnell über die Lippen geht. Das ist auch ganz natürlich! Das Wertvollste, was wir haben, sind unsere Kinder und die wollen wir schützen – besonders vor dem, wovor wir selbst Angst haben. Dabei sollten Eltern aber aufpassen, dass sie Ihre Ängste nicht auf die Kinder übertragen.

Die Hundetrainerin empfiehlt: „Es ist schon richtig, dass man Kinder nicht einfach zu Hunden laufen lassen sollte, denn nicht jeder Hund mag Kinder, aber bewusst oder unbewusst die Angst zu schüren, ist in einer Zeit in der es immer mehr Hunde gibt, für Kinder nicht förderlich!“

Vierter Tipp: Nicht schlagen oder treten! Das kann für einen Hund zu einer Bedrohung werden, und dann kann es natürlich auch zu unerwünschten Zwischenfällen kommen. Das gehört allerdings dann in das natürliche Verhaltensrepertoire des Hundes: Selbsterhaltung. Das ist beim Menschen nicht anders.

„Also sollte man niemals einen Hund schlagen oder treten! Besser ist: Wegschauen, oder wegdrehen!“, erklärt die Hundetrainerin. Damit ist Natalie Thaler auch schon beim fünften Tipp: „Das Wegschauen oder effektive Abwenden vom Hund ist unter Hunden ein sogenanntes Beschwichtigungssignal. Dieses soll dem Gegenüber zeigen ‚Ich tu dir nix, ich bin in friedlicher Mission unterwegs und muss auch keinen Kontakt haben!‘. Das können wir uns zunutze machen und einfach nachahmen. Durch das Wegschauen und eventuell sogar Wegdrehen sagen wir dem fremden Hund, dass wir keinen Kontakt möchten.

Allerdings gilt es, den Hund dabei auch nicht aus den Augenwinkeln beobachten, denn das merkt er sofort.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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42 Kommentare auf "Kein leichtes Zeitalter für Menschen mit Angst vor Hunden!"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
aristoteles
aristoteles
Superredner
12 Tage 14 h

lei weil gewisse leit sich an köter unlegn, miassn mir do verholtn lernen. leg un an maulkorb und a ruah isch

Nick Name
Nick Name
Grünschnabel
12 Tage 12 h

Nur weil andere Leute Kinder produzieren, muss ich mit dem Geschrei leben…
Sterilisieren, und gut ist‘s.

ma che
ma che
Grünschnabel
12 Tage 12 h

@Nick Name
Do Hund zohlt dir ka Rente, se tian di Kindo fa di ondon!

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
12 Tage 12 h

@Nick Name
Dann fang bei dir an!
Ein Kind hat doch einen höheren Stellenwert als ein Tier!
Auch wenn die Herrchen mit den kläffenden und stinkenden Kötern umgehen als wäre es ihr Kind!

Waltraud
Waltraud
Universalgelehrter
12 Tage 11 h

@Nick Name
Na hoffentlich haben sie diesbezüglich schon vorgesorgt. Die armen Kinder täten mir leid.

Blitz
Blitz
Universalgelehrter
12 Tage 9 h

@PuggaNagga Bin genau deiner Meinung, wia monche mit ihrem Köter umgian, passt in koan Holzkopf !

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
12 Tage 8 h

@Nick Name
Kindergeschrei?? weil an Hunde-bellen ganz was leises und entspannendes ist??

StreetBob
StreetBob
Tratscher
12 Tage 4 h

@Nick Name
Also i glab man sollte ollm no an Unterschied zwischen Mensch und Tier mochn…. oder??

XOXO
XOXO
Grünschnabel
12 Tage 17 h

Viele Tips für Menschen ohne Hunde! Schön und gut. Grundsätzlich sollten aber, meiner Meinung nach, Hundebesitzer jederzeit dafür sorgen, dass ihr Hund niemandem Angst macht oder gar verletzt. Nicht immer, aber zu oft denken Menschen mit Hunden alle anderen finden ihre “Lieblinge” auch so toll. Ist aber meistens nicht so, besonders nicht in Restaurants und auf Kinderspielplätzen….

Dagobert
Dagobert
Universalgelehrter
12 Tage 16 h

Niemals einen fremden Hund streicheln oder anfassen!
Das mögen wir Menschen auch nicht, warum sollte es dann ein Hund mögen?

Tabernakel
12 Tage 15 h

Du kennst alle Menschen?

Dagobert
Dagobert
Universalgelehrter
12 Tage 14 h

@Tabernakel

Dich würde ich schon gern mal streicheln.

Josele
Josele
Neuling
12 Tage 15 h

Noch schlimmer ist die Situation für Leute, welche eine Allegie gegen die Ausdunstung von Hunden haben.Hundehalter nehmen keine Rücksicht und nehmen ihre Hunde mit in jedes Speiselokal. Mitunter lassen sie diese auch aus dem eigenen Teller fressen.
Hunde sollten für öffentliche Lokale im Besonderen Speisesäle keinen Zutritt haben

Dagobert
Dagobert
Universalgelehrter
12 Tage 14 h

Find ich gut, außer auf einer Almhütte wird mein Hund nie ein Speiselokal betreten.

maria zwei
maria zwei
Superredner
12 Tage 15 h

Ein Appell an alle Hundehalter die es nicht begreifen wollen: leint eure Hunde grundsätzlich an

OrB
OrB
Universalgelehrter
12 Tage 16 h

Der Tipp an alle Hundehalter,
Leine und Beißkorb!

nok
nok
Tratscher
12 Tage 16 h

Da war doch was irgendwann mit einen Maulkorb???

Willi
Willi
Tratscher
12 Tage 15 h

sel isch net tierwürdig

lumpi
lumpi
Tratscher
12 Tage 16 h

Da würde eine Hundesteuer viel Geld einbringen, wenn jeder nur 30 € Steuer zahlen müsste, bei 40.000 Hunden. Früher hat man ja auch Steuer zahlen müssen.

ivo815
ivo815
Kinig
12 Tage 14 h

Sitz Lumpi!

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
12 Tage 12 h

Aus! Still! ivo.

Wohlzeit
Wohlzeit
Tratscher
12 Tage 15 h

Soweit ist unsere Gesellschaft: Keine Rücksicht auf Mitmenschen, aber auf Hunde.

Nick Name
Nick Name
Grünschnabel
12 Tage 12 h

… und wenn deine Mitmenschen den Wunsch oder das Bedürfnis (Stichwort Assistenz- oder Therapiehunde) nach einem Hund haben? Darauf ist dann nicht Rücksicht zu nehmen?

Tabernakel
12 Tage 15 h

Die wahre Gefahr kommt von Menschen mit braunem Fell.

ivo815
ivo815
Kinig
12 Tage 14 h

…mit Susi

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
12 Tage 13 h

der Yeti??

Don Giovanni
Don Giovanni
Tratscher
12 Tage 5 h

Dir Bigfood gel?? 🤣😂😝😍

harmlos
harmlos
Tratscher
12 Tage 13 h

Manche moanen sowiso wose sein lei weilse sou an Köter hobm…….🙈

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
12 Tage 11 h

Jo schrecklich de Leit!
Ein gstelle mit den Gischtn!

Pic
Pic
Tratscher
12 Tage 15 h

Maulkorb bzw. Beisskorb schraenken Atmung und Hecheln ein. Das Hecheln hilft dem Hund, die Koerpertemperatur zu regulieren.

Blitz
Blitz
Universalgelehrter
12 Tage 15 h

Frei laufende Hunde und ihre Halter sollten einen Maulkorb tragen !

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
12 Tage 12 h

Hundesteuer muss her! Dann stellt sich heraus ob diese Hundehalter wirkliche Tierfreunde sind!

Ewa
Ewa
Superredner
12 Tage 11 h

Diese Hype mit Hunden ist eine richtige Plage geworden.

Calimero
Calimero
Superredner
12 Tage 12 h

Viele Südtiroler scheinen vor der Wahl, große Angst vor größeren Tieren zu haben.

m69
m69
Kinig
12 Tage 11 h

Calimero@

ja Calimero, es scheint so! ;-))))

Tabernakel
11 Tage 16 h

@m69

Wenn es nur den Anschein hat, wie sieht dann die Wirklichkeit aus?

knoflheiner
knoflheiner
Universalgelehrter
12 Tage 12 h

jeder hund der mi in zukunft noamoll beißt, kriegt une auf die schnauze, nocher isch a ruah

ausischmeiser
ausischmeiser
Grünschnabel
12 Tage 12 h

guate nocht 40000 ködrdei die weld drscheissn.des wahr a guate stuireinahme .

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
12 Tage 10 h

@ Wohlzeit
Große Warheit 👍
aber heut zu Tage läuft ja sowieso schon vieles in die falsche Richtung 😡

Tabernakel
11 Tage 15 h

Du hast eine gestörte Wahrnehmung. Geh mal raus aus Deiner Echokammer.

Savonarola
Savonarola
Universalgelehrter
12 Tage 6 h

in Südtirol gibt es zu viele Wölfe, Bären, Hunde und auch Schweine.

ischwollwohr
ischwollwohr
Grünschnabel
12 Tage 15 Min

Ich liebe Tiere.
Jedoch wird es teilweide bei den Hunden schon übertrieben.
Da werden die Hunde ja mehr verhätschelt als so manches Kind.

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