Umherfliegender Müll gefährdet auch die Verkehrssicherheit

Natur genießen – aber ohne Mist zu hinterlassen

Sonntag, 25. April 2021 | 10:16 Uhr

Wenn der Frühling kommt, zieht es die Menschen nach draußen in die Natur – in Zeiten eingeschränkter Reisefreiheit mehr denn je. Doch viele beliebte Ausflugsziele verwandeln sich am Wochenende zu Müllhalden. ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger appelliert: “Das verschmutzt die Umwelt, ist unschön und verursacht Aufräumkosten für die Allgemeinheit – und es betrifft auch die Verkehrssicherheit. Umherfliegender Müll kann für Autofahrer die Sicht behindern, unnötige Ausweichmanöver provozieren oder Fahrbahnentwässerungsrinnen verstopfen. Für Motorradfahrer kann es richtig gefährlich werden, wenn etwas ins Gesicht fliegt, sich in Teilen der Maschine verheddert oder ein Reifen in der Kurve die Haftung verliert und dem Fahrer so ein abruptes Manöver abverlangt oder ihn gar stürzen lässt.”

Neben Naherholungsgebieten und Ausflugszielen sind vor allem auch Straßenränder betroffen. Allein auf den heimischen Autobahnen und Schnellstraßen müssen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Asfinag jährlich rund 2.000 Tonnen Müll entlang der Straßen per Hand einsammeln. “Umherfliegender Müll kann auch hier nicht nur die Verkehrssicherheit negativ beeinflussen, er kann auch Tiere anlocken, die sich wiederum verletzen oder beim Queren Verkehrsteilnehmer zu Ausweichmanövern zwingen”, erklärt Seidenberger. “Nicht zuletzt entstehen hier hohe Aufräumkosten, die beispielsweise auf den Autobahnen und Schnellstraßen letzten Endes wieder in den Preis der Vignetten einfließen. Hier schaden sich Lenker bei der ‘Entsorgung durch’s Fenster’ also nur selbst.”

Auch die Landwirtschaft leidet unter achtlos entsorgtem Müll. Kommt Wind auf, verteilt sich dieser kilometerweit beispielsweise auf Feldern und verursacht Mehrarbeit für die Landwirte oder landet unbemerkt in der Nahrungskette. “Wer auf eine schöne, saubere Natur und unbelastete Nahrungsmittel Wert legt, wer nicht riskieren will, dass sich spielende Kinder oder Hundepfoten z.B. an Glasscherben oder Metalldosenresten verletzen oder dass Fahrradreifen dadurch beschädigt werden, sollte auch im Sinne der Vorbildwirkung mit gutem Beispiel voran gehen und seine Verpackungsreste und Getränkebehälter, ebenso wie gebrauchte Masken, ordnungsgemäß entsorgen. Wenn das vor Ort nicht möglich ist, weil Abfallbehälter überfüllt oder nicht vorhanden sind, sollte man seinen Müll in diesem Fall wieder mitnehmen. Die leeren Verpackungen sind jedenfalls leichter zu verstauen als die zuvor mitgebrachten Lebensmittel”, ruft die Verkehrspsychologin des Mobilitätsclubs zu einem bewussteren Umgang auf.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

14 Kommentare auf "Natur genießen – aber ohne Mist zu hinterlassen"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Savonarola
16 Tage 13 h

Mist ist das falsche Wort. Es handelt sich um Abfall.

Dagobert
Dagobert
Universalgelehrter
16 Tage 12 h

Abfall, den total DUMME Idioten einfach achtlos liegen lassen oder zum Fenster rausschmeißen! 😡😡

Offline
Offline
Universalgelehrter
16 Tage 11 h

@Dagobert…mancher “Mist 😉” kehrt auch abends wieder aus der Natur zurück…

falschauer
16 Tage 7 h

auch falsch! abfall kommt von abfallen, das sind überreste welche bei einer handwerklichen oder industriellen bearbeitung, beim kochen bzw essen entstehen….bei den hinterlassenschaften in der natur handelt es sich meistens um plastikflaschen, konservendosen, kunstoffbecher usw, also um material das sich nur sehr schwer abbaut, das ist einfach nur müll und sollte mit nach hause genommen und entsorgt werden, man muss schon sehr respektlos sein und kleinkariert denken, wenn man das nicht tut

vitus
vitus
Tratscher
16 Tage 12 h

Den eigenen Müll im Freien mitnehmen oder gerecht entsorgen sollten einem der Hausverstand sagen!

tomsn
tomsn
Tratscher
16 Tage 12 h

Do sein die Bauern mit ihrer Gülle gemoant.

@
@
Superredner
16 Tage 9 h

@tomen
Wie Recht du hast.Unter 2000 Höhenmeter kann man die Natur kaum ohne Mist genießen.

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
16 Tage 11 h

Hopfn und Malz verloren was das Umweltbewusstsein betrifft! Kulturen wo sie alles beim Fenster hinausschmeissen und viele von uns sind auch nicht besser!

ahiga
ahiga
Superredner
16 Tage 8 h

sicher ist das auch in österreich ein problem..
was aber sagen wir da in italien…
2000 tonnen muss man sich erstmal vorstellen, das ist ja fast immer nur verpackung, das heisst die flaschen sind leer, die kekse gegessen usw..
messen müsste man diesen müll eher in m3 , dann kann man sich einen berg vorstellen.
italien schafft die menge mit ein paar strassengräben, wobei sich ganze einrichtungen entlang der strassen wiederfinden..
und dann stellt sich ein politiker hin und spricht von…bella, stupenda…campania, molise,puglia,  oder was auch immer…
eher krank die leute als politiker

Puntica
Puntica
Grünschnabel
16 Tage 3 h

ja…hier in Italien ist das Problem sicher größer als z.b. in skandinavischen Ländern…aber Südtirol steht im Vergleich zum Mezzogiorno immer noch sehr gut da

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
16 Tage 2 h

@Puntica ja weil das Reinigungssystem funktioniert, sonst wären wir nicht besser als der Süden.

ahiga
ahiga
Superredner
16 Tage 2 h

@Puntica
das mag stimmen, aber max. in affi geht der DRECK los…
zum schämen…

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
16 Tage 1 h

@ahiga ja schau dir Meran an wie schmutzig es ist. Ja warum in die Ferne schauen, wenn es hier nicht besser ist!

Runningman
Runningman
Neuling
15 Tage 16 h

..ohne Mist zu hinterlassen..se denk i mo olm boli sig dass die Felder ba ins in der Mistsupper ersticken und zum Himmel stinken..düngen ok obo mitn sem hot des nix mehr zu tien des isch wiel zu viel bol Pfützen fa Gülle san..obo naja irgendwo werts schun hin missn..

wpDiscuz