System verhindert Blockieren der Räder und kann so Unfälle vermeiden

Neues ABS für E-Bikes kann Leben retten

Montag, 12. August 2019 | 08:12 Uhr

Bozen – Bei Autos und Motorrädern ist das Antiblockiersystem (ABS) nicht mehr wegzudenken. Jetzt gibt es diese Sicherheitsausstattung auch für Fahrräder, genau genommen für E-Bikes. Die Experten der ÖAMTC Fahrtechnik haben es ausprobiert und sind der Meinung, dass das ABS viele Unfälle verhindern und sogar Leben retten kann. “Höheres Durchschnittstempo und Gewicht von E-Bikes sorgen vor allem bei ungeübten Radlern für Unfälle – speziell auf rutschigen Untergründen oder wenn plötzlich auf Unvorhersehbares reagiert werden muss”, sagt E-Bike-Trainerin Ellen Dehnert von der ÖAMTC Fahrtechnik.

Durch den E-Bike-Boom steigen auch viele ältere Menschen wieder auf das Fahrrad, um ihre täglichen Wege zurückzulegen. “Das ist eine sehr positive Entwicklung, aber viele dieser Radfahrer sind aus der Übung. Genau da helfen Trainings, aber eben auch das ABS. Und die Mehrkosten von rund 500 Euro tun weniger weh als die vermiedenen Schürfwunden, Brüche oder Schlimmeres”, so die Expertin.

Beim Vorderrad-ABS von Bosch eBike Systems überwachen Raddrehzahlsensoren die Geschwindigkeit beider Räder. Sobald das Vorderrad zu blockieren droht – etwa bei einem zu starken Bremseingriff – regelt das System den Bremsdruck und  verhindert einen Sturz durch ein blockiertes Vorderrad. Claus Fleischer, Geschäftsleiter Bosch eBike Systems, erklärt: “Das ABS reduziert kurzzeitig die Bremskraft am Vorderrad, sodass das Hinterrad schnell wieder über Bodenkontakt verfügt. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der E-Biker sich überschlägt.” Laut Fleischer wird das Fahrrad-ABS die Sicherheit im Verkehr merkbar verbessern. “Sicherheit ist ein wichtiger Faktor, damit sich E-Bikes nachhaltig am Markt etablieren. Ich bin überzeugt, das ABS wird bei hochwertigen Pedelecs Standard. In einigen Jahren werden City- und Trekking-E-Bikes überwiegend damit ausgestattet sein.”

Training essentiell für Einsteiger und Wiedereinsteiger

Obwohl für erwachsene Radfahrer keine Helmpflicht besteht, empfiehlt der ÖAMTC, unbedingt einen zu tragen, um das Verletzungsrisiko zu reduzieren. Gerade ältere Menschen fahren durch die Unterstützung des Elektromotors viel schneller, als es ihr Können eigentlich erlaubt, und das führt oftmals zu Kontrollverlust und Stürzen – mit zum Teil fatalen Folgen. Das Anfahren, Beschleunigen und Bremsen ist für viele ungewohnt und stellt sie vor Probleme. Um den Umgang mit dem E-Bike zu trainieren, bietet der Mobilitätsclub deshalb in den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Salzburg, Oberösterreich und im Burgenland kostenlose Trainings an. Mehr Infos dazu gibt es unter www.oeamtc.at/ebike.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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18 Kommentare auf "Neues ABS für E-Bikes kann Leben retten"


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maxx
maxx
Grünschnabel
12 Tage 12 h

so ein ABS braucht niemand der fahren kann fahre selbst E Bike die meisten Fahrradfahrer sind nicht voll auf der Straße konzentriert deshalb passieren auch die ganzen Unfälle und Bremsen muss man lernen hat jeder sein eigenes System ich nehme 90% die vordere Bremse und 10% die hintere funktioniert ganz gut besser wäre wenn eine Rückgewinn Bremse entwickelt wird so bräuchte man deutlich weniger Belege

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
12 Tage 11 h

Im unwegsamen Gelände (Geröll, Schotter…) oder z.B. beim Downhill bremst man nicht 90% mit der vorderen Bremse! Ganz schlechte und gefährliche Bremstechnik!!!

Jo73
Jo73
Tratscher
12 Tage 11 h

@maxx: schon interessant, wie Sie als e-bike Fahrer so ohne weiteres für alle anderen e-Bunker sprechen können. Seien Sie doch froh, dass Sie „so gut und sicher“ fahren können, aber deswegen für alle anderen zu urteilen, ob sie es brauchen oder nicht, ist schon mutig.
Ic/ denke, es ist eine Top Erfindung, gerade auf Split oder rutschigen Wegen.

maxx
maxx
Grünschnabel
12 Tage 9 h
@Jo73 Wer fahren kann braucht sowas nicht habe mir ein Test Video angeschaut in diesem Video wird gesagt man kommt nicht sofort zum Stehen also würde ich in so einen Kram nicht trauen wenn ich zwei Meter später zum Stehen komme dann bin ich im Auto drin aber wie gesagt das größte Problem ist kein Fahrradfahrer mindestens 50% davon konzentrieren sich nicht auf den Verkehr wie es immer ist sehe ich tagtäglich erstes Beispiel am Fahrradweg wird kreuz und quer gefahren wegen einer Pfütze wird die Seite gewechselt und alles solche Sachen die sind Auslöser für die Unfälle und vor… Weiterlesen »
maxx
maxx
Grünschnabel
12 Tage 9 h

@PuggaNagga ist eben nicht gefährlich fahre ständig so bei außer im Winter und bei schlechtem Wetter nutze ich mehr die hintere Bremse aber sonst immer mehr die vordere ist deutlich billiger man muss mit diesen Bremssystem halt zurechtkommen

Eppendorf
Eppendorf
Universalgelehrter
12 Tage 7 h

@maxx
Gerede wie deines gab es schon vor der Einführung von Helm, Sicherheitsgurt, usw.
Das mit dem “wer fahren kann” ist Unsinn.Gerade Typen wie du, haben dann die schwersten Unfälle, da sie sich überschätzen. Wenn Schotter, Sand oder Feuchtigkeit auf der Fahrbahn sind, nützt das Fahrenkönnen manchmal.gar nichts.

maxx
maxx
Grünschnabel
12 Tage 7 h

@Eppendorf ich hatte noch nie einen Unfall wie gesagt das Problem der Leute ist sie konzentrieren sich nicht auf die Fahrbahn wenn ich fahre dann schaue ich geradeaus dann interessiert mich nicht ob mich jemand grüßt oder nicht denn das Grüßen bist schon zwei sekunden abgelenkt und in zwei sekunden kann viel passieren und mit meinen Bremssystem ist das beste denn wenn du mehr die hintere Bremse nutzt dann wechselst du die Bremse einmal pro Woche so wie ich jetzt fahre wenn ich mehr die vordere Bremsen immer wechsle ich ein Beleg höchstens alle drei Wochen

der echte Aaron
der echte Aaron
Superredner
12 Tage 14 h

ABS und Helm sollte pflicht sein!!

Andreas
Andreas
Superredner
12 Tage 11 h

vielleicht nou an führerschein, auf und ohblendliachter, blinker und a stoppliacht waret a nit letz.

maxx
maxx
Grünschnabel
12 Tage 8 h

wieso sollte ein Helmpflicht sein muss jeder selbst wissen ob er einen Helm nimmt oder nicht ich nutze einen aber wenn einer keinen Helm nehmen will ist ja sein Problem wenn nach hinfällt

der echte Aaron
der echte Aaron
Superredner
12 Tage 5 h

@maxx + Andresa
jeder Scooter (50ccm) Fahrer muss einen Helm tragen, wieso die Radler nicht?….und ein Führerschein wäre auch schon längst überfällig.

Andreas
Andreas
Superredner
12 Tage 5 h

@der echte Aaron wenn soll man nor in führerschein mochen mit 6e?

Alpinist
Alpinist
Grünschnabel
12 Tage 14 h

Für gewisse Biker war gscheider amoll radlfohrn lernen !!!

Spartacus
Spartacus
Grünschnabel
12 Tage 16 h

Diesem Artikel kann ich nur Zustimmen, aber 500€ für eine solche technische Aufrüstung zu verlangen wäre unverschämt, obwohl ich es mir überlegen würde. Man bedenke, die Technik dafür gibt es schon lange und muss nur in verkleinerten Form auf das Fahrrad angepasst werden.

netzexperte
netzexperte
Grünschnabel
12 Tage 12 h

@Spartacus 500 Euro für mehr Sicherheit, also als Investition für die eigene Gesundheit sind nicht zuviel, für die die es brauchen (z. B. Senioren oder Ungeübte). Und wie bei aller Technik wird sich Sicherheit durchsetzen und irgendwann zum Standard werden, und das ist gut so!

anonymous
anonymous
Superredner
12 Tage 8 h

Braucht niemand, außerdem wirt das bike dadurch nur schwerer, u ein wenig rad blockieren macht auch Spass

Oltvatrische
Oltvatrische
Tratscher
12 Tage 6 h

woll, die firmen, wos wiedo jemandn an plundo undrahn kenn. damit man mit an radl a no in die werkstott fohrn muiß, wenn eppas fahlt. und olle im chor, des brauch mo unbedingt. wos hobn mir als kindo und jugndlicha mit die radlan und späta mit die crossmotorradlan mit die hintobremsn ogikrischtlt.

Andreas1234567
Andreas1234567
Tratscher
12 Tage 6 h
Hallo zum Abend, es wär schon viel geholfen die E-Bikes an die Motorkraft und das Mehrgewicht in Sachen Bremse und Rahmen anzupassen. Das Antriebssystem allen wird um 800 bis 1000 Euro kalkuliert und was dann für die Mechanik der Räder bei Verkaufspreisen um 1200 bis 1500 übrigbleibt ist Schrott. Mag sich im Flachland noch ausgehen aber in der Südtiroler Bergwelt ist man damit heillos verloren. Fahre selbst ein eher hochwertiges Bergrad und habe sofort die Bremsklötze gegen standfeste Exemplare ausgetauscht, die übliche Standardausstattung übersteht so zwei bis drei Bergabfahrten über 1000 Höhenmeter. Mit Zwischenpausen, die Standardbremsen lassen arg nach ohne… Weiterlesen »
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