Es gibt auch Schattenseiten

Organspende – ein kontroverses Thema

Dienstag, 25. September 2018 | 07:05 Uhr

Auf einem Schlag kann alles vorbei sein. Ärzte versuchen dann ihr Bestes, um zu retten, was sie können. Wenn der Tod nicht mehr aufzuhalten ist, werden Patienten jedoch zu potentiellen Organspendern. Anna Bergmann, Kulturhistorikerin mit dem Schwerpunkt Medizingeschichte, kritisiert die Organtransplantation scharf.

Bergmann kritisiert eine Medizin, die den Menschen unter dem Aspekt seiner Verwertbarkeit betrachtet. Die Transplantationsmedizin mache ein Konkurrenzverhältnis zwischen zwei Patienten auf: Der eine Patient werde instrumentalisiert für das Leben des anderen.

„Organspende rettet Leben“ heißt es in der Werbung. Wenn der eigene Körper aufgibt, ist es dann nicht eine moralische Pflicht, die eigenen Organe bereitzustellen, um das Weiterleben eines anderen Menschen zu ermöglichen?

Anna Bergmann argumentiert: „Wir hören immer Zahlen, dass es so und so viel Menschen gibt, die sterben müssen, weil es zu wenig Organspender gibt. Diese Menschen sterben jedoch nicht, weil es keine Organspender gibt, sondern weil sie todkrank sind.“

Heute arbeiten wir daran, dass der Tod heilbar ist. Für eine Organentnahme ist der “Hirntod” Voraussetzung. Hirntod bedeutet, dass Groß-, Klein- und Stammhirn unwiderruflich ausgefallen sind. Der übrige Körper lebt. Wesentliche neurologische Funktionen bleiben erhalten: Reflexe funktionieren. Diese Patienten werden weiter ernährt und gepflegt. Tote, die lebende Organe spenden: Ein Widerspruch in sich?

Seit der Harvard Definition 1968 gilt ein Mensch schon als tot, wenn das Gehirn versagt, obwohl alle anderen Körperfunktionen noch erhalten sind. Transplantable Organe des „Hirntoten“ müssen jedoch lebensfrisch sein, das heißt von einem Menschen stammen, der noch maschinell beatmet wird. Er ist warm, sein Herz schlägt, er kann Fieber haben und wird gepflegt. Er bewegt sich spontan und reagiert auf Berührung. Beim Einschnitt des Chirurgen in den Körper des Organspenders steigt in zahlreichen Fällen der Blutdruck rasant an. Aus diesem Grund bekommen Spender bei der Organentnahme immer muskelentspannende Mittel und Opiate. In vielen Fällen sogar eine Vollnarkose. Angesichts dieser Tatsachen stellt sich die Frage danach, wie tot Hirntote sind, denen Organe entnommen werden. Ganztot, halbtot, scheintot, sterbend oder noch lebend?

Das Menschenbild der Transplantationsmedizin geht laut Bergmann von einem Körper aus, der wie eine Maschine reparabel ist, der menschliche Leib werde unterteilt in verschiedene autonome Organe, die beliebig ein- und auspflanzbar sind. Die Grenze zwischen Leben und Tod scheint dehnbar geworden zu sein. Das Interesse der Wissenschaft und Forschung hat nur ein Ziel: Leben zu verlängern. Die Mittel dazu liefert der Mensch selbst.

Laut Bergmann wird mit Begriffen hantiert wie „Herz-Lungen-Paket“, „Human Vegetable“ (menschliches Gemüse). Es findet eine entmenschlichte Perspektive auf den Menschen statt, der zum Lieferanten von Rohstoffen beziehungsweise Organen wird.

Das alles spielt sich zwischen Leben und Tod ab. Während der potentielle Organ-Empfänger auf die Operation vorbereitet wird, tickt die Uhr für den Spender und seine Angehörigen. Die Körperwohnung wird aufgelöst, die Möbel werden ausgeräumt. Das ändert auch unsere Sterberituale: Bergmann sagt dazu, dass der Trauerprozess auf eine extreme Weise gestört und nicht respektiert werde. Sterbebegleitung sei aber sehr wichtig für den Trauerprozess. Es sei wichtig, den Menschen unversehrt zu lassen und ihn nicht in seinen letzten Stunden dieser großen chirurgischen Operation auszuliefern.

Das kulturelle Umdenken im Umgang mit Sterben hat erst seit einigen Jahren begonnen. Ein Beispiel: die Hospizbewegung. Die Organtransplantation steht dazu im krassen Widerspruch.

Laut Bergmann sind auch die Nebenwirkungen, die Organempfänger haben, nicht zu vertuschen. Sie müssen lebenslang Immunsuppressiva einnehmen, damit das Organ nicht wieder abgestoßen wird. Sie bleiben ein Leben lang Patienten. Jeder Organempfänger muss mit Krebs rechnen, weil das Immunsystem heruntergedrosselt wird. Außerdem sind Fälle von Organempfängern, die versehentlich Organe von Krebspatienten erhalten haben, ans Tageslicht gekommen. Folge: Der Krebs bahnte sich im neuen Körper seinen Weg.

Das Ganze erinnert Anna Bergmann an die “Schafottmedizin”: In der Vormoderne, in der Zeit zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert, wurden Körperteile von Hingerichteten als Therapeutikum verwendet. Das Blut der Hingerichteten wurde gegen Epilepsie getrunken, Menschenfett wurde gewonnen und in Salben gegen Rheuma und Gicht verarbeitet. Diese Medizin wird in der Kulturwissenschaft als “kannibalistische Medizin” bezeichnet. Paracelsus hat im 16. Jahrhundert diese Medizin mit dem Begriff der “Transplantation” gekennzeichnet. In der Transplantationsmedizin geht es letzten Endes auch um die therapeutische Einverleibung von menschlichen Organen beziehungsweise Fleisch.

Anna Bergmann in einem Interview zum Thema “Organspende”:

Operationsschwestern, die Organtransplantationen beigewohnt haben, brechen ihr Schweigen. Sie finden, dass das, was hinter den Kulissen geschieht, ethisch nicht zu vertreten ist. Warum bewegen sich Hirntote trotz Vollnarkose und Schmerzmittel bei der Organentnahme? Warum werden sie festgeschnallt? Die “Hirntot”-Diagnose sollte ja bedeuten, dass der Patient nichts mehr spürt? “Hirntot” sei ein fragwürdiges Kriterium für Organ-Transplantationen, erklären die Schwestern.

Hier ein Interview mit einer OP-Schwester, die jahrelang erlebt hat, was bei Organtransplantationen passiert und folglich zur Gegnerin der Transplantationsmedizin geworden ist:

 

Womit Bergmann recht hat, ist sicher der fragwürdige Umgang mit dem Tod in unserer Gesellschaft. In unserem Jugendwahn wird er beiseitegeschoben und an den Rand gedrängt und wir warten nur darauf, dass die Medizin ihn endlich besiegt.

Doch noch ist der Tod endgültig, er gehört somit zum Leben dazu und es ist auch nicht absehbar, dass sich das so schnell ändern wird.

Aber man darf auch nicht vergessen: Dass Organspenden Leben retten, ist mehr als nur ein Slogan, sondern es geschieht tatsächlich. Organspenden können das Leben der Empfänger verlängern und deren Lebensqualität unter Umständen verbessern.

Angehörige haben durch eine Spende die Möglichkeit, mehr Zeit mit den Patienten zu verbringen – eine Chance, die nicht zu unterschätzen ist.

Beim Thema Organspende scheiden sich die Geister. In den letzten Jahren wurde viel darüber diskutiert, ob der Hirntod wirklich das Leben beendet. Hinzu kamen einige Skandale, die das Vertrauen in die Transplantationsmedizin nachhaltig erschüttert haben. Ob man sich nun für oder gegen eine Organspende entscheidet, bleibt wohl eine sehr persönliche Entscheidung, die einem niemand abnehmen kann.

Wichtig ist es deshalb, sich vorher zu informieren. In Italien sollte eigentlich die “Legge n. 91” aus dem Jahre 1999 die Organspende regeln. Wer zu Lebzeiten keine Erklärung abgegeben hat, würde demnach automatisch zum Organspender werden. Dieses Gesetz ist bisher nie in Kraft getreten. Der vorübergehend geltende Artikel 23 besagt, dass man zu Lebzeiten mittels einer Willenserklärung (Bereitschaft zur Organspende oder Ablehnung) mitteilen kann, ob man seine Organe spenden möchte, oder nicht. Geschieht dies nicht, treffen die nahen Angehörigen die Entscheidung, wenn es heißt: “Hirntod eingetroffen”.

Weil sich kaum jemand vor seinem Tod mit dem Thema “Organspende” auseinandersetzt, müssen diese Wahl in sehr vielen Fällen die Angehörigen übernehmen – und das in einer emotionalen Ausnahmesituation, in der ihnen ganz gewiss nicht den Kopf danach steht, rational das Für und Wider abzuwägen.

Will man den Hinterbliebenen das emotionale Bauchweh durch Mutmaßungen ersparen, was wohl der Wille ihres geliebten Menschen gewesen sein könnte, bleibt ein „Ja” oder „Nein” auf dem Organspende-Ausweis doch alternativlos.

Deshalb empfiehlt es sich, bereits zu Lebzeiten sich über das Thema Organspende genau zu erkundigen und die eigene Entscheidung vorab den nahen Angehörigen mitzuteilen, damit sie im Ernstfall nicht mit dieser Bürde belastet werden.

Im besten Fall gebt ihr eure Willenserklärung nach reiflicher Überlegung selbst ab. In Südtirol kann man hier das Formular herunterladen.

Von: bba

Kommentare

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55 Kommentare auf "Organspende – ein kontroverses Thema"


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fqzvkw
fqzvkw
Grünschnabel
24 Tage 18 h
> Das Ganze erinnert Anna Bergmann an die “Schafottmedizin” Alleine diese aussage disqualifiziert die Dame für jede weitere Aussage. Moderne Medizin (im Gegensatz zu Homeopatie u.Ä.) ist evidenzbasiert. Mittelaltermedizin nicht. Es gibt keinen Grund beide  untereinander zu Vergleichen, da sie nicht vergleichbar sind. Das Video der Krankenschwester trotzt von Unwissenheit. Ich bin kein Mediziner und dennoch weiß ich, dass Muskeln auf elektrische Signale reagieren. Diese müssen nicht vom Hirn kommen, sondern können ebenfalls durch Chemische Reaktionen oder anderen Quellen stammen. Der Mensch besitzt ein vegetatives Nervensystem, welches Signal ohne Beteiligung des Hirns aussendet. Narkose und Schmerzmittel wirken auch auf dieses… Weiterlesen »
Mistermah
Mistermah
Kinig
24 Tage 17 h

Und hier liegt eben das Problem. Unser Leben kann nicht nur auf das Gehirn reduziert werden, sondern ist die geamtheit eines Systems. Körper mit allen seinen Funktionen, Geist und Seele. Ob oder was man davon glaubt ist eben eine individuelle Einstellung. Deshalb soll jeder selbst entscheiden. Denn der Tod ist nicht messbar, sondern wird nur interpretiert.

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
24 Tage 16 h

Seh ich so ähnllich. Schlagworte nutzen niemadem und dass selbst tote Körper noch zucken können, ist auch längst bekannt. Der Mensch ist nunmal eine elektrochemische “Maschine”.

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
24 Tage 16 h
@Mistermah Klar soll jeder selbst entscheiden. Aber nein, der Tod eines Lebewesen ist messbar, was medizinisch als tot anzusehen ist, ist klar messabren Einheiten definiert. Du kannst von einem Menschen alles mögliche entfernen und er lebt trotzdem noch. Aber in dem Moment, wenn du den Kopf samt Verlängerung des Gehirns abnimmst, kann beim Rest nichts mehr von dem gefunden werden, was die Person ausmacht. Wäre der Rest noch lebensfähig? Ja, man hat eine Mutter so lange am Lebn erhalten, bis ihr Baby, mit dem sie schwanger war, per Kaiserschnitt geboren werden konnte. Die Person war zu diesem Zeitpunkt aber schon… Weiterlesen »
Mistermah
Mistermah
Kinig
24 Tage 15 h
@neumi Ja, aber schlägst du jemanden den Kopf ab vor der Organspende? Nein eben nicht. Du misst irgendetwas was du meinst es wäre entscheidend für den Tod, mit Maschinen die in ihrer Sensibilität technisch beschränkt sind und interpretierst die Messungen dann mit tod oder nicht. Deine Augen sind auch nur ein Messinstrument für EM Wellen. Sehen aber nur das sichtbare Licht. Ihre Sensibilität ist eben nicht gut genug. So ist es bei jedem technischen Gerät auch. Was man nicht kennt, kann man sowieso nicht messen. Ihr nehmt Wissenschaft immer für absolut, obwohl dies überhaupt nicht stimmt. Wissenschaft ist immer nur… Weiterlesen »
tim rossi
tim rossi
Tratscher
24 Tage 9 h

top kommentar fqz… supo. stimb.

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
24 Tage 8 h

im Mittelalter dachten die Ärzte auch ihre Medizin sei die beste und evident! Unsere Enkelkinder werden über unsere heutige Medizin lachen! Vielleicht werden unsere Enkelkinder so intelligent leben, dass sie gar nicht krank werden!

fqzvkw
fqzvkw
Grünschnabel
24 Tage 5 h
@iuhui > Unsere Enkelkinder werden über unsere heutige Medizin lachen! Da bin ich voll bei dir. Aber dennoch kann man die heutige Medizin nicht mit der aus dem Mittelalter vergleichen. Damals sagte jemand, der Blutkreislauf ist offen und die Leute glaubten es. Heute muss jede Behauptung bewiesen und überprüft werden. Die Methoden werden sich verbessern, das Verständnis wird sich verbessern, aber ich denke nicht dass sich Grundlegende Sachen ändern werden… Evt. sogar die Definition des Hirntodes wird sich ändern. Ich habe erste Heute von einer Studie gelesen welche Wachkomapatienten wieder teilweise zurückbringen kann (sehr kontroverse Studie). Aber das ist Zukunftsmusik… Weiterlesen »
NixNutz
NixNutz
Superredner
23 Tage 17 h

@Mistermah sie oberschlauer… wie soll jemand selbst entscheiden der hirntot ist?!? Der kann gar nicht mehr kommunizieren…
Von mir ausgesehen gehoert das gesetz her wie in oesterreich. Wer nicht will dass in solchen faellen transplantiert will, muss vorab ein formular ausfuellen. Andernfalls kann anderen menschen geholfen werden. Ist doch logish. Weiss nicht was das tamtam soll!

NixNutz
NixNutz
Superredner
23 Tage 17 h

@Neumi eine frage an dicch? Moechtest du den rest deines lebens an maschinen angehengt sein ohne zu sprechen kommunizieren, wach zu sein oder sonst was? Waerst du mit zucken zufrieden? Zucken ensteht durch erregungsleitung ueber muskulatur… koepfmal eine henne, die laeuft auch noch ohne kopf herum…

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
23 Tage 6 h

@Mistermah es geht um Hirntod. Ohne Hirn ist nix mehr mit Leben und Persönlichkeit. Sobald das Rechenzentrum nicht mehr funktioniert, ist es vorbei.

@Nixnutz Nein, wieso? Das verlangt ja keiner.

Bluemchen
Bluemchen
Superredner
24 Tage 16 h

Ich würde sagen, dass diejenigen, die nicht Organspender sind, auch kein Organ bekommen sollen wenn sie eines brauchen !!!!!!

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
24 Tage 16 h

Meine Organe darf nach meinem Tod auch einer kriegen, der selbst kein Spender ist. Ich helfe damit auch gerne jemandem, der selbst nicht so hilfsbereit ist.

mandela
mandela
Superredner
24 Tage 16 h

werden die auch keines wollen!!!

m69
m69
Universalgelehrter
24 Tage 5 h

Bluemchen@

klingt nach der Bibel:_
“Auge um Auge, Zahn um Zahn”! 

m69
m69
Universalgelehrter
24 Tage 5 h

@Neumi 

LOL

und wie wollen sie das anstellen?

knoflheiner
knoflheiner
Universalgelehrter
23 Tage 17 h

@Neumi
 noch deinen toad, konn man deine organe nimmer nemmen konsch sie beholtn.
 du musch nou lebm!

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
23 Tage 6 h

@m69 Wen meinen Sie mit “sie”?

Und falls es um mich geht: Indem ich “Ja” ankreuze. Was dachten Sie denn?

Mello
Mello
Grünschnabel
24 Tage 19 h

I denk dass die Gegner von Organspenden lei egoistisch und fanatisch sein…. gleich wia de (gewisse Religion) wos gegen dor Bluattransfusion isch…

Und als argument benutzen sie ollm die Ongst… 

ongst dass a Hirntoator zuckt, reflexe hot… usw…..

Probierts amol in Kopf von a Henne obzahocken…. nor laft sie kurz ohne Kopf ummer…..isch sie toat, die Henne, oder lebt sie no de poor Sekunden ohne Kopf???

mandela
mandela
Superredner
24 Tage 16 h

ich für mich und meine familie bin total gegen Organtransplantationen!! der mensch wurde als ganzer geboren und soll auch als ganzer sterben. und immer sagen es wäre Blödsinn dass die patienten zucken oder sich gegen die entnahme der organe “wehren“, kann ich sowieso nicht mehr hören!! ausserdem wird seid es dieses hirntod gibt, ganz ganz viel schwindel betrieben!!

Mistermah
Mistermah
Kinig
24 Tage 16 h

Und ich denke dass du fanatisch bist. Du respektierst weder Gefühle noch den Glauben, deiner Mitmenschen.

@
@
Tratscher
24 Tage 15 h

@mandela
Woher weißt du das alles? Warst du dabei?

Mello
Mello
Grünschnabel
24 Tage 13 h

@mandela Also wenn du oder einer deiner Familienmitglieder oder Freunde eine Organtransplantation braucht (ich hoffe dass es nie der Fall sein wird) , um weiter zu Leben dann bist du da auch dagegen? Lässt du ihn einfach sterben, da du gegen Transplantation bist?? Bitte antworte ehrlich

Mello
Mello
Grünschnabel
24 Tage 13 h

@Mistermah da geht es nicht um Gefühle oder Glauben… sonder Leben und Tod…

wenn Kinder kein Bluttransfusion bekommen, und dann sterben, weil die Gefühle und Glauben seiner Eltern zu respektieren sind… was ist dann?

mandela
mandela
Superredner
24 Tage 9 h

@Mello natürlich habe ich auch an das bekommen von organen gedacht. und ich sage dir auch ehrlich meine meinung: wenn ich gegen die spende bin, dann würde ich auch keines nehmen. ehrlich! was jetzt die kinder betrifft, kann ich echt nicht sagen, traue ich mich auch nicht, aber ich finde es richtig, wenn jemand von sich selber kein organ spenden will, soll er auch keines bekommen…

mandela
mandela
Superredner
24 Tage 9 h

@Mello blutspende ist anders! auch knochenmarkspende. bin selber blutspender und bin stolz darauf.

fqzvkw
fqzvkw
Grünschnabel
24 Tage 5 h

@mandela
> ausserdem wird seid es dieses hirntod gibt, ganz ganz viel schwindel betrieben!!
Das ist wieder eine der Aussage die ohne Beweise nicht stehen bleiben darf… Wie kommst du auf so eine Idee?

m69
m69
Universalgelehrter
24 Tage 5 h

@Mello 

in diesem Fall ist es ein Verbrechen, 
wenn die Kinder minderjärig sind! 
Punkt!

denkbar
denkbar
Kinig
24 Tage 5 h

@Mello . Wenn das Kind in Lebensgefahr ist und die Eltern aus Gründen des Glaubens die Bluttransfusion verweigern, werden ihnen für die Zeit der Behandlung die elterlichen Rechte entzogen. In Bozen auch schon so geschehen, Gott sei Dank!

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
24 Tage 20 h

Ein intakter Körper soll wichtig sein für das Trauerritual … in
welcher Kultur denn? Also in meiner nicht, da merkt niemand, ob ein
Organ fehlt oder sonst was.

Es wird immer wieder Leute geben, die etwas Negatives daran finden, deswegen soll jeder selbst entscheiden. Ich entscheide mich dafür.

pusteblume
pusteblume
Grünschnabel
24 Tage 15 h

bin genau deiner meinung…auch nach unfällen kann der körper nicht mehr “intakt” sein…

ivo815
ivo815
Kinig
24 Tage 11 h
thomas
thomas
Universalgelehrter
24 Tage 18 h

mir sind die Hirntodzeichen nicht ausreichend sicher

fassungslos
fassungslos
Grünschnabel
24 Tage 17 h

es scheint so als kennen Sie die Hirntodzeichen nicht bzw. haben fehlendes medizinisches Wissen

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
24 Tage 16 h

Das ist ok, niemand kann dich zwingen oder wird es versuchen.

Staenkerer
24 Tage 14 h

i bin seit ca 40 johr als organspender eingeteogn, warum:
ob hirntot, tot hoaßt oder a fost tote hülle ihne aktivitäten, spielt koane rolle, i möcht nit meinen lieben zur lost folln!
ob mein körper mit oder ohne organe verrottet oder verbrennt werd, spielt für niemand mehr a rolle!
wenn meine organe an ondern mensch rettn oder a deren leben lebenswerter mochn, nor isch des nit lei meine letze gute tat, sondern wohrschein a es größte gschenk des i je mochn gekennt honn!
also spricht olles dafür, für mi holt!

JonnyS
JonnyS
Grünschnabel
24 Tage 19 h

Guter kritischer Bericht…

Mistermah
Mistermah
Kinig
24 Tage 17 h

Für mich ist es eine persönliche Entscheidung, da sie von vielen Faktoren abhängig ist. Wissenschaftliche Interpretation, Religion, Wahrnehmung des Lebens usw. Nur sollte jeder seine Gedanken und Entscheidungen schon zu Lebzeiten treffen. Und ich wäre auch dafür, dass jene die sich gegen Organspende aussprechen, auch keine Organe empfangen. Denn man kann nicht argumentieren, dass etwas unethisch oder was auch immer ist, und wenn es dann ums eigene überleben geht, ist es plötzlich ok. Ich hätte kein Problem damit und finde es ok.

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
24 Tage 16 h

Das wäre mehr als fair.
Allerdings wurde mancher Organempfänger auch erst nachträglich zum Organspender.

Mistermah
Mistermah
Kinig
24 Tage 15 h

Sicher neumi. Dann muss er aber unwiderruflich zum Spender werden. Obwohl geht das überhaupt? Ist ein Körper, der jahrelang Medikamente zwecks Abstoßung, ins sich wirft, überall für Organspende zugelassen?

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
24 Tage 14 h

@Mistermah Es muss nicht jeder Medikamente einnehmen, viele Organe werden auch ohne solche akzeptiert. Prinzipiell ist es also möglich. Ich mach da aber eh keinen Unterschied. Wenn meine Ersatzteile nach meinem Ableben jemandem helfen können, ist mir egal, ob er Spender ist oder nicht.

Staenkerer
24 Tage 9 h

@Mistermah mannnn, wer zb. drwi mol de woch zur dyaliese muaß und nit mehr wie an holbn liter flüßigkeit zu sich nehmen dirf (jeder löffel suppe oder soße werd da dazuagerechnt) lechtzt noch a spenderniere! de chirurgen wern sicher wissn welcher mensch als spender feeignet isch!
de gedonke der spender zählt, de entscheidung wos sich an organe eignet oder nit, treffn de ärzte!

Plodra
Plodra
Grünschnabel
24 Tage 15 h

Es ist nicht sinnvoll und journalistisch nicht korrekt, eine so ausführliche Stellungnahme, die den Unterschied zwischen Fachinformation und fundamentalistischer Militanz verwischt, ohne paritätische Darstellung der Position von Befürwortern wiederzugeben.

Mistermah
Mistermah
Kinig
24 Tage 13 h

Ach, ist das so? Wird ja tagtäglich gemacht in den Medien. Wenn man bei jedem Artikel die Gegenseite genauso beleuchten soll, dann sind 90% der Artikel tendenziös. Und dieser Artikel enthält sehr wohl fachinformstion. Oder ist fachinformstion nur eine seite der Medaille? Das Thema wird sehr kontrovers in Medizin und Wissenschaft diskutiert. Befürworter und Gegner sind auch fachlich und wissenschaftlich kompetent.

fqzvkw
fqzvkw
Grünschnabel
24 Tage 5 h

@Mistermah
> Oder ist fachinformstion nur eine seite der Medaille
Fachinformation ist beweisbar ohne persönlicher Meinungen. Viele Aussagen die in diesen Videos getätigt werden sind  anekdotische Erfahrungsberichte ohne genügend Hintergrundinformation, strotzen vor fachlicher Unkenntnis oder sind schlichtweg Falsch.

@
@
Tratscher
24 Tage 15 h
Dieser Bericht ist meiner Meinung nach tendeziös und einseitig, denn es kommen nur Gegner der Organspende zu Wort. Wenn jemand vor der Entscheidungsfindung steht, ob er Organspender werden soll oder nicht so wird er nach der Durchsicht dieses Berichtes sicher dagegen sei. Es ist auch unseriös sich auf einen Youtubechannel zu berufen, dessen Ziel es ist, möglichst viele “Klick” zu erreichen. Die Aussage, dass ein Mensch nach Hirntot noch nicht vollständig tot ist, weil seine Muskeln sich bewegen, finde ich weit hergeholt. Auch ein Huhn kann noch fliegen, auch wenn der Kopf abgehackt ist. Oder wieso bewegt sich der Schwan… Weiterlesen »
xXx
xXx
Superredner
24 Tage 11 h

Sollte ich einmal in die Situation “Hirntot” kommen, oder nur nich durch Maschinen am “Leben” erhalten werden, bin ich gerne bereit meine Organe zu spenden.

Ich glaube nicht, das ich selber noch etwas von so einem Leben hätte, auch wenn ich Berührungen auf irgend einer biochemischen Ebenen noch wahrnehmen sollte.

Meine Lieben könnten loslassen und mit der trauer beginnen.

Ein anderer Mensch und seine Lieben können womöglich nich einige glückliche Jahre zusammen erleben.

Ich respektiere aber auch jeden, der dagegen ist, ganz egal aus welchen Gründen. Diese Intime Entscheidung kann und darf uns niemand abnehmen.

m69
m69
Universalgelehrter
24 Tage 5 h

xXx@

finde ich auch gut, und richtig!

HelmuthM
HelmuthM
Neuling
24 Tage 7 h
Als Empfänger einer Niere im Jahre 2013 möchte ich mich vor allen bei denjenigen bedanken, die in den Kommentaren der Organspende positiv gegenüberstehen. Die zweite Niere des tödlich Verunglückten funktioniert im Körper einer Frau ebenfalls seit fünf Jahren. Die zwei Nieren hätten auch von den Würmern zersetzt oder im Feuer verdampft werden können, wenn die Angehörigen nicht einer Spende zugestimmt hätten. Wo Menschen arbeiten können auch Fehler passieren, aber ich bin mir sicher, dass in mehr als 99,9 Prozent in der Organentnahme bei Hirntoten keine Fehler passieren. Wenn jemand überzeugt ist, dass es hin und wieder passiert, dass jemand von… Weiterlesen »
mandela
mandela
Superredner
24 Tage 6 h

stimmt zum grössten Teil. nieren spenden unterscheidet sich (für mich) von anderen Organspenden, denn, wenn jemand eine niere spendet, selber aber weiter lebt, ist das für mich ok. falls der spender aber stirbt, macht es für mich einen Unterschied.

tim rossi
tim rossi
Tratscher
24 Tage 9 h

totalo quatsch artikl. natùrlich mocht organspende sinn und isch richtig. da rescht isch gróastoals panikmoche!

Doiger
Doiger
Grünschnabel
24 Tage 15 h

I woas net obi unter solchen Umständen überhaup weiter leben wellat…wennman nacha no oan is Leben retten konn findi des schun guat.
Logisch gibs a Widersprüche ober a Pro und Contra werts ollm gebm…

ex-Moechteg.Lhptm.
ex-Moechteg.Lhptm.
Superredner
24 Tage 6 h

ich bin dagegen – auch wenn ich im Bedarfsfall natürlich eins möchte. aber ich möchte auch einen Ferrari und und…

wir sind bereits 8 Mrd Menschen – Wasser und Wohnraum werden auch nicht mehr, also bitte –

wer sich für Organspende entscheidet (Respekt) wird aus einem Koma, zb wegen Unfall, aber 100%ig nicht mehr aufwachen…..

ausserdem

Aurelius
Aurelius
Superredner
24 Tage 7 h

jeder her einen geliebten Menschen oder Kinder hat die auf ein Spenderorgan angewiesen sind um weiterzuleben, würden wohl alles tun, damit sie dieses Organ bekommen. deshalb bin für die Organspende und wenn ein junger Mensch stirbt, sollten die Organe auch verwendet werden können,sogar verpflichtend

Tina234
Tina234
Grünschnabel
24 Tage 14 h
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