Von: mk
Bozen – Die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz hat alle Bürgerinnen und Bürger zu einem bewussten Umgang mit Wasser aufgerufen. Der Grund: Für das Einzugsgebiet der Etsch wurde Ende Mai erstmals die Warnstufe „geringe Gefährdung“ für mögliche Wasserknappheit ausgerufen. Im Rahmen einer Spontanbefragung wollten wir von euch wissen, ob ihr euch daran haltet.
Der niederschlagsarme Winter und weniger Schneereserven in den Bergen gelten als Ursachen für die Wasserknappheit. Gleichzeitig steigt der Wasserbedarf vor allem in der Landwirtschaft in den Sommermonaten. Auch im Tourismus steigt der Bedarf.
Trinkwasser hat laut Landesumweltagentur oberste Priorität. Gleichzeitig werden Bürger aufgerufen, Gartenbewässerung, Autowäsche oder die Reinigung von Flächen einzuschränken.
Das Ergebnis der Spontanbefragung ist eindeutig: Von rund 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern geben 73 Prozent an, sparsam mit Wasser umzugehen.
Im Kommentarbereich regte sich jedoch auch Kritik – vor allem am Tourismus: Während Einheimische Wasser sparen sollen, schießen weiter Bettenburgen aus dem Boden, deren Wasserverbrauch durchaus ins Gewicht fällt, so der Tenor. „Solonge die hotels nit sporsom umgian weari a nit sporsom umgian“, schreibt etwa @iwoasolls
@Hustinettenbaer kontert und ruft auch Urlauber in die Verantwortung: “Wir” – deutschen, italienischen… – Touris sollten uns darüber klar sein, dass wir Teil des Problems sind. Es fährt oder fliegt doch niemand mit dem Vorsatz in den Urlaub, das Gastland zu schädigen. Oder ist es uns egal?“
@Robert Bargolini spricht unterdessen ein weiteres Problem an. „Dass der Bürger achtsam sein soll, ist auch gut so, aber wie achtsam sind die Wasserversorger, die im Schnitt 30 Prozent und mehr Wasser wegen des schlechten Zustands der Leitungen im Boden versickern lassen?“, fragt er im Kommentarbereich.




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