Das „Rezept“ für die Zukunft

Was ist die „planetengesunde“ Ernährung?

Freitag, 26. Juni 2020 | 08:29 Uhr

Bozen – Die „planetengesunde“ Ernährung (auch: planetarische Ernährung, engl. Planetary Health Diet), ist ein „Rezept“ für eine zukunftsfähige globale Ernährung. Das Konzept zeigt auf, wie bedarfsgerechte Nahrung für zehn Milliarden Menschen erzeugt und zugleich die ökologischen Grenzen des Planeten gewahrt werden können, so dass sowohl die Menschen als auch die Erde gesund bleiben.

Doch um diese Ziele zu erreichen, bedarf es großer Veränderungen, und zwar auf unseren Tellern und in der Nahrungsmittelerzeugung. Denn aktuell ist Ernährung weltweit eine der Hauptursachen für Fettleibigkeit und viele Zivilisationskrankheiten. Die globale Nahrungsmittelproduktion erzeugt große Mengen an klimaschädlichen Treibhausgasen, verursacht Umweltzerstörung und bedroht die biologische Vielfalt.

„Zur Überwindung dieser Probleme setzt die planetarische Ernährung auf eine überwiegend pflanzenbasierte Kost mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen“, erklärt Silke Raffeiner, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Südtirol, „ergänzt durch moderate Mengen an Fisch und Meeresfrüchten sowie Geflügelfleisch. Wenn mehr pflanzliche und weniger tierische Produkte auf den Teller kommen, wird weniger Fläche für die Erzeugung von Lebensmitteln benötigt, und es werden weniger klimaschädliche Treibhausgase emittiert.“

Der Verzehr von rotem Fleisch, Milchprodukten, Zucker, tierischen Fetten und stärkereichen Gemüsearten wird in diesem optimalen Speiseplan deutlich reduziert. So kann – rein rechnerisch – jeder bzw. jede Einzelne von zehn Milliarden Menschen täglich 2.500 Kilokalorien und alle benötigten Nährstoffe in ausreichender Menge aufnehmen. Das Konzept ist flexibel, damit es überall auf der Welt an die jeweilige lokale Esskultur angepasst werden kann.

Weitere wichtige Forderungen bzw. Veränderungen betreffen die Ökologisierung der Landwirtschaft und die Halbierung der Lebensmittelverschwendung. Die Lebensmittelproduktion soll insgesamt nachhaltiger werden, den Flächen- und Wasserbedarf sowie die Treibhausgasemissionen reduzieren und die biologische Vielfalt erhalten.

Zur Vertiefung: https://www.bzfe.de/inhalt/planetary-health-diet-33656.html

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

6 Kommentare auf "Was ist die „planetengesunde“ Ernährung?"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
wellen
wellen
Universalgelehrter
10 Tage 3 h

Billigfleisch und Südtiroler MarkenSpeck , Milch von Turbokühen und Antibiotika verseuchtes Truthahn Schnitzel nicht essen. Euer Körper spürt das Tierleid und die Sklavenarbeit und rächt sich.

DerAnDeRe
DerAnDeRe
Grünschnabel
10 Tage 5 Min

Haha a veganer

Veritas
Veritas
Grünschnabel
10 Tage 4 h

is beschte war wenn man va Luft und Sunne lebat obo se weart nia gian…

Staenkerer
10 Tage 2 h

maaa, ba den ruf wos der luft hot zweiflat i um de gsundheit, blwib also lei mehr de sunn …
do jo olles a froge des plotzes fürn anbau geat, frog i mi welchen sinn es mocht wenn man de apfelBÄUME auf de größe von tomatnSTAUDN reduziert, naaa, des a no subventioniert?? a wies mit großer, ausladender apfelBAUM wie er NORMAL wochsat, ubd i se no in erinnerung hobn, brach sicher viel mehr ware auf viel weniger raum!!

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Grünschnabel
4 Tage 4 h

Genau.
„planetengesunde“ Ernährung = Aufhören zu essen.

So sig holt is
So sig holt is
Universalgelehrter
10 Tage 1 h

kling guat und uanfoch, isch ober nit so leicht umsetzbar.. Der Konsument müsste den Mehrwert zohlen, wos die meisten ober niz wellen… Hauptsoch billig.. und Zucker und fett sein nunmal essenziell für die groasen lebensmittelkonzerne, ohne de 2 Komponenten kannsch es holbe fa de nit fressen! Deswegen werden die hem des mit olle Mittel verteidigen und in viele leit isches uanfoch egal wos drin isch, Hauptsoch es schmeckt… traurig aber wahr

wpDiscuz