Boom in westlichen Ländern - Probleme bei lokalen Bauern

Woher stammt eigentlich Quinoa?

Dienstag, 01. Mai 2018 | 11:07 Uhr

In der Andenregion Südamerikas wird Quinoa bereits seit 6.000 Jahren angebaut. In den letzten Jahren ist das so genannte Inkagold auch in Europa immer beliebter geworden und wird sogar als Superfood angepriesen. Quinoa ist glutenfrei und reich an Proteinen sowie Mineralstoffen, darunter Eisen – dies macht sie sowohl für Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, als auch für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit interessant.

Hauptsächlich wird Quinoa in den Andenländern Peru, Bolivien und Ecuador angebaut. Die Quinoakörner sehen zwar aus wie Getreidekörner und können auf ähnliche Art verwendet werden, gehören jedoch botanisch nicht zu den Getreiden, sondern zu den so genannten Pseudogetreiden.  Durch die steigende Nachfrage in den wohlhabenden Ländern haben sich die Preise für Quinoa auch in den Erzeugerländern erhöht. Doch obwohl der Quinoa-Boom gute Gewinne abwirft, sehen die Produzenten in der Landwirtschaft kaum etwas davon. Das hat zur Folge, dass das traditionelle Grundnahrungsmittel für viele Bauern in Peru und Bolivien jetzt nicht mehr leistbar ist. Wer den Bauern vor Ort zu einer gerechteren Bezahlung verhelfen möchte, sollte Quinoa aus dem Fairen Handel kaufen. Diese ist in Südtirol unter anderem in den Weltläden erhältlich. Der Faire Handel garantiert den Bauern angemessenere Preise sowie die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards.

 

Von: luk

Kommentare

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9 Kommentare auf "Woher stammt eigentlich Quinoa?"


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Pepi
Pepi
Neuling
26 Tage 13 h

Was wohl die Veganer zu dieser für die Andenbauern Südamerikas bedrohlichen Situation wohl sagen? Vermutlich ist es ihnen wurscht, Hauptsache, sie können ihre extravagante Lebensform realisieren. Und – wohlgemerkt – ich rede jetzt nicht von Menschen mit Glutenunverträglichkeit, und ich rechne mit einem Wasserfall roter Daumen, aber das ist wieder mir wurscht.

Gredner
Gredner
Superredner
26 Tage 10 h

@Pepi: hast vollkommen Recht: wenn den Vegetariern, Veganern und Glutenverweigerern (an Zöliakie leiden nämlich die wenigsten) auch die Umwelt lieb ist, so sollen sie Lebensmittel aus lokalem Anbau mit geringen Transportkosten konsumieren.

Staenkerer
26 Tage 8 h

wer an glutenvertäglichkeit leidet, derhungert ba ins a nit, wenn er auf de exoten wie quinoa oder soja verzichtet!
das getride, vor ollem weizen long nit so gsund isch wie von der erzeugerlobby behauptet liest und hört man ollm öfter! zb. kartoffel, erbsen, bohnen, nüsse, topinambur, olles heimische produkte,sein guate kohlenhydratliferanten, und ohne brot, nudl und vielem onderen konn man decht locker guat essn und sott wern!

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
26 Tage 5 h

@Gredner an Zöliakie leiden wenige, aber an Glutenunverträglichkeit mit folgendem Leaky-Gut-syndrom leiden sehr sehr viele Menschen, ohne es zu wissen und mit alle mögliche Folgen. In Pubmed schießen die Studien wie Pilze aus dem Boden!

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
26 Tage 5 h

Essen nur Veganer Quinoa? Und sind die 30% der Gesammtproduktion an CO2 dank Fleischproduktion besser?

Gredner
Gredner
Superredner
26 Tage 2 h

@iuhui Hahaha das angebliche Leaky-Gut-Syndrom existiert gar nicht – es gibt dazu keine wissenschaftlichen Belege, sondern nur Webseiten voller Werbung, die irgendwelchen Müll verkaufen wollen.  Siehe https://www.medizin-transparent.at/leaky-gut-syndrom

Orschgeige
Orschgeige
Tratscher
26 Tage 11 h

Teppata mode! A richtigo Nordtirola ist Kneidl und richtigo Sidtirola pastasciutta.

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
26 Tage 7 h

Du woasch obo schon dass di paschtaschutttta walsch isch?
A preisfroge: Wos isch in di knedl und in di nudl drinnen?

Marta
Marta
Universalgelehrter
26 Tage 7 h

und auch dort wird unkontroliert Pestizide gespritzt !!!!—guten Appetit

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