Von: importer
Palermo/Rom – Die italienische Finanzpolizei hat im Rahmen einer großangelegten Aktion tausende mutmaßlich illegale Elektroroller beschlagnahmt, die als E-Bikes mit Tretunterstützung verkauft worden sein sollen. Die Fahrzeuge entsprechen laut den Ermittlern nicht den europäischen Sicherheitsvorschriften und dürfen daher nicht im Straßenverkehr eingesetzt werden.
Die Ermittlungen wurden von der Finanzpolizei in Palermo im Auftrag der Staatsanwaltschaft von Palmi geführt. Im Visier stehen ein Unternehmer aus Palermo sowie ein Unternehmen. Gegen sie wird unter anderem wegen Warenbetrugs und Urkundenfälschung ermittelt.
Nach Angaben der Ermittler wurden seit 2023 mindestens 6.885 Fahrzeuge aus China importiert und mithilfe mutmaßlich gefälschter Konformitätsnachweise als E-Bikes deklariert. Tatsächlich handle es sich jedoch um Elektroroller, die ohne Zulassung, Kennzeichen und Versicherung auf öffentlichen Straßen genutzt werden könnten. Der Marktwert der beschlagnahmten Fahrzeuge liegt bei rund fünf Millionen Euro.
Die Finanzpolizei wirft den Verantwortlichen vor, unvollständige oder irreführende technische Unterlagen vorgelegt zu haben, wodurch die Zollbehörden die Einfuhr genehmigten. An den Einsätzen beteiligten sich neben den Fahndern aus Sizilien auch Einheiten aus mehreren weiteren Regionen Italiens.
Die Behörden prüfen zudem mögliche Verstöße gegen das Verbraucherschutzrecht wegen irreführender Werbung im Internet und in sozialen Netzwerken. Hintergrund der Ermittlungen sind zahlreiche Beschwerden über den zunehmenden Einsatz solcher Fahrzeuge, die häufig von Minderjährigen oder Personen ohne Führerschein genutzt werden und nach Angaben der Ermittler auch bei Straftaten zum Einsatz kamen.





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