Von: Sophia Molitor
Lana – Seit 2011 verbindet das Südtiroler Qualitätsprojekt Bauernfamilien, Mühlen- und Bäckerhandwerk, Gastronomie und Handel. Heute bauen rund 60 Bauernfamilien auf etwa 100 Hektar Roggen, Dinkel, Gerste und Buchweizen an – vorwiegend im Vinschgau, Pustertal, Eisacktal und am Tschögglberg. Rund 300 Tonnen Getreide werden jährlich geerntet, in der Meraner Mühle gereinigt und vermahlen. Zum 15-jährigen Bestehen präsentiert sich Regiokorn® mit einem neuen Logo, einer landesweiten Testimonial-Kampagne und zwei neuen Backmischungen. Gefeiert wird am 19. September 2026 bei einem Fest in der Meraner Mühle in Lana.
„15 Jahre Regiokorn® sind vor allem 15 Jahre gewachsenes Vertrauen zwischen Menschen: zwischen den Bauern, die uns ihr Getreide anvertrauen, den Bäckereien, die daraus jeden Tag Brot backen, und den Gastwirten, die es auf den Tisch bringen“, sagt Rudolf von Berg, geschäftsführender Inhaber der Meraner Mühle. „Ohne diese Partnerschaften wäre Regiokorn® nur ein gutes Konzept auf dem Papier geblieben. Unser Ziel ist es, dieses Netzwerk weiter zu stärken und Regiokorn® auch weiterhin eine Zukunft zu geben.“
Partner des Gemeinschaftsprojekts sind der Südtiroler Bauernbund, BRING, IDM Südtirol, die Meraner Mühle und das Versuchszentrum Laimburg. Zudem wird das Projekt von der Gruppe Südtiroler Gasthaus unterstützt.
Menschen aus der Region geben dem Projekt ein Gesicht
Zum Jubiläum erhält Regiokorn® einen neuen Auftritt mit neuem Logo und Design. Im Mittelpunkt der begleitenden Kampagne stehen Menschen, die das Getreide anbauen und verarbeiten: die Bäuerin Anna Dorfmann Jocher vom Frötscherhof in St. Andrä bei Brixen, die Bäcker Benjamin Profanter und Hannes Schwienbacher sowie Thomas Ortler, Koch im Restaurant Flurin. Gemeinsam haben sie ein Rezepteheft entwickelt. Dieses ist bei verschiedenen Events der Meraner Mühle und künftig auch in ausgewählten Verkaufsstellen erhältlich, die Regiokorn®-Produkte führen.
„Mit der Kampagne rücken wir jene Menschen in den Mittelpunkt, die Regiokorn® anbauen und täglich verarbeiten“, sagt Thomas Fill, Direktor der Abteilung Agrar bei IDM Südtirol. „Sie stehen stellvertretend für eine starke regionale Wertschöpfungskette, in der bäuerliches Wissen, traditionelles Handwerk und kreative Südtiroler Küche ineinandergreifen.“
„Die diesjährige Ernte überzeugt mit sehr guten Qualitäten“, erklärt Anna Dorfmann Jocher. „Für uns Landwirte ist Regiokorn® eine wertvolle Ergänzung und zugleich eine Möglichkeit, aktiv zur regionalen Lebensmittelproduktion in Südtirol beizutragen.“
Zwei neue Backmischungen
Die Meraner Mühle erweitert das Regiokorn®-Sortiment im Jubiläumsjahr um eine Dinkelpizza-Backmischung und eine Vinschgerle-Backmischung. Damit umfasst das Sortiment acht Produkte, darunter Körner und Mehle aus Dinkel, Roggen, Buchweizen und Gerste. Die beiden Backmischungen verbinden Südtiroler Getreide mit vertrauten Rezepturen für den Alltag. Die Dinkelpizza-Backmischung greift die italienische Backkultur auf, die Vinschgerle-Backmischung bringt einen Klassiker der Südtiroler Brottradition in die eigene Küche. Sie sind auf eine einfache Zubereitung zu Hause ausgerichtet und in ausgewählten Verkaufsstellen in Südtirol erhältlich.
Regiokorn®-Fest in Lana
Am Samstag, 19. September 2026, lädt Regiokorn® von 10.30 bis 17.00 Uhr zum Jubiläumsfest in die Meraner Mühle in Lana. Besucherinnen und Besucher können die Menschen hinter dem Projekt kennenlernen und die Vielfalt des regionalen Getreides erleben. Auf dem Programm stehen unter anderem Mühlenführungen, Kinderbackkurse sowie die Verkostung und der Verkauf von Regiokorn®-Produkten.
Der nächste Entwicklungsschritt ist bereits geplant: Ab 2027 soll erstmals Südtiroler Sommerweizen angebaut werden. Damit soll künftig auch heimisches Weizenmehl für Brot, Pizza, Kuchen und weitere Speisen verfügbar sein und das regionale Sortiment um eine wichtige Getreideart ergänzen.
„Es freut mich sehr, dass das Regiokorn®-Sortiment weiterwächst“, sagt Bauernbund-Direktor Siegfried Rinner. „Mit dem Anbau von Sommerweizen steht den Südtirolern künftig auch heimisches Weizenmehl für den täglichen Gebrauch in der Küche zur Verfügung. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt hin zu mehr regionaler Wertschöpfung.“




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