Corona-Krise macht der Gastronomie zu schaffen

„20 Prozent der Betriebe werden nicht mehr öffnen“

Freitag, 16. April 2021 | 10:28 Uhr

Bozen – In rund zehn Tagen sollen Restaurants und Bars ihre Tore wieder öffnen. Dass alles wieder so wird, wie es einmal war, daran wird allerdings gezweifelt. HGV-Präsident Manfred Pinzger rechnet damit, dass 20 Prozent der Betriebe wohl für immer geschlossen bleiben, wie er gegenüber der Tageszeitung Alto Adige erklärt.

Die Gastronomie gehört zu jenen Wirtschaftszweigen, die von Corona-Pandemie am stärksten getroffen wurden. Zuletzt mussten die Lokale am 31. Jänner ihre Tore schließen. Erlaubt war lediglich ein Abhol- und Lieferservice. Während die Einnahmen sanken, blieben die Ausgaben – etwa für die Lokalmieten – gleich. Ein Spagat, der nicht immer leicht zu bewältigen ist.

Glücklicherweise sind in Südtirol die Gasthöfe häufig auch im Besitz der Betreiber. Die Inhaber sind allerdings auch deshalb besorgt, weil es aus Rom derzeit noch keine Klarheit darüber gibt, wann genau geöffnet werden darf und welche Voraussetzungen dafür nötig sind.

Beispiele von endgültigen Schließungen in Bozen gibt es bereits. So hat das Restaurant „Lumina“ in der Galilei-Straße auf Facebook die Schließung am 28. April verkündet – mit einem Dankeschön an die Kunden. Auch die Betreiber der Bar „Margi“ am Obstplatz, die ein beliebter Treffpunkt bei Jugendlichen ist, teilen ihre Entscheidung mit, „dieses Abenteuer“ zu beenden. Das Jahr der Pandemie habe dem Betrieb den Rest gegeben. Es seien Spesen zu begleichen, die weder ignoriert noch aufgeschoben werden könnten. Die Entscheidung sei nicht leichtfertig getroffen worden.

Wie Mirco Benetello, Direktor des Kaufleuteverbands Confesercenti, erklärt, habe die Pandemie auch den Lebensstil der Menschen verändert. Restaurants konnten zur Mittagszeit vielfach mit Büroangestellten und Freiberuflern rechnen, die ihre Pause dort verbrachten. Mit dem Homeoffice – einer Arbeitsform, die zum Teil auch nach Corona erhalten bleiben wird – fallen diese Kunden weg. Auch ein Treffen unter Freunden am Abend, die gemeinsam ins Restaurant gehen, wird in Corona-Zeiten schwierig. Ein zweites Problem, das auf manche Lokale zukommt, ist der Sicherheitsabstand: Sprach man in der Vergangenheit bei kleinen Räumlichkeiten noch von intimer Atmosphäre, müssen die Betreiber nun schauen, wie sie mit den Abstandsregeln zurechtkommen.

Das Gastgewerbe, das auch in Südtirol zahlreiche Menschen beschäftigt, wird demnach ohne Unterstützungsmaßnahmen nicht auskommen. Während Gastronomiebetriebe in Luxembourg 100 Prozent der verlorenen Erlöse erstattet bekommen, sind es bei uns 3,3 Prozent. In Österreich können die Betriebe im Vergleich dazu mit 80 Prozent rechnen. „Die wichtigste Hilfe ist deshalb, Bar- und Restaurantbetreibern sowie Hoteliers die Wiederaufnahme ihrer Arbeit wieder zu ermöglichen“, betont Pinzger laut Alto Adige.

Confesercenti-Vizepräsidentin Elena Bonaldi schlägt in dieselbe Kerbe: Man müsse dem Sektor die Chance eines Neustarts – unter Einhaltung von Sicherheitsauflagen – einräumen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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60 Kommentare auf "„20 Prozent der Betriebe werden nicht mehr öffnen“"


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Lana77
Lana77
Universalgelehrter
22 Tage 4 h

De kennen sich olle ben Kompatscher und sein “Sonderweg” bedonkn. In Südtirol isch +/- 2 Monate länger die Gastro komplett zuagwesn als in ondere Regionen !! Tya, Angst und Hysterie isch eben ein schlechter Ratgeber !!

Andreas
Andreas
Universalgelehrter
22 Tage 1 h

es hoben ober olle olm in sonderweg gfordert!

Queen
Queen
Superredner
21 Tage 23 h

@Andreas wenn mir den Weg net gewählt hätten, waren sie holt gegen sell gewesen. Recht konn man des in die ewigen “ unglücklichen” eh nia tian

SilverLinings
SilverLinings
Tratscher
21 Tage 21 h

@Queen ich hätts nicht besser ausdrücken können.

Andreas
Andreas
Universalgelehrter
21 Tage 17 h

@Queen do gib i dir, ober souwos von recht! mir gfollt lei olm, wia olle olm ummerblärrn.

Lana77
Lana77
Universalgelehrter
21 Tage 17 h

@Andreas und Queen.
Schaug enk die Zohln un und red mol mit Leit aus der Gastro, de schun seit a poor Monat kuan Geholt kriagn, nor kennts do gscheid sein 🤦

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Tratscher
21 Tage 17 h

randreas@

sie meinten die Politiker bzgl. Sonderweg?

Anderrrr
Anderrrr
Universalgelehrter
21 Tage 6 h

@Lana77 leider isch sel der traugige nebenefeck vin sonderweg und kuaner werd in regn stian glossn??
I kenn vieele wos in moment fetz noss sein ols lei gerede va de und nor no kasiern inflation und ihre 10.000€ spesenrückvergütung i woas a net ols ohne hirn

Andreas
Andreas
Universalgelehrter
21 Tage 6 h

@ischJOwurscht

jojo sou wia Lana oben schreib. Kompatscher und sein sonderweg …..

Pepe
Pepe
Tratscher
22 Tage 3 h

Bedeutet auch 20 Prozent der Arbeiter im Gastgewerbe können ihrem Wunschberuf nicht mehr nachgehen.
WIR LASSEN NIEMAND IM REGEN STEHEN😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂

neidhassmissgunst
neidhassmissgunst
Superredner
21 Tage 23 h

@Pepe
Es ist natürlich klar dass man nicht den effektiven Schaden von der öff.Hand bezahlt kriegt. Ich denke dass ein Verhältnis von maximal 1 zu 10 möglich ist. Ein Nettoschaden von 50.000 euro wird vielleicht mit dem 5.000er Hilfspaktl gedeckt.
Auf jeden Fall müssen sich viele überlegen vielleicht FIX was anderes zu machen.

Pepe
Pepe
Tratscher
21 Tage 22 h

Das ist eben das traurige daran, dass viele einen Beruf aufgeben werden, den sie lieben und etwas anderes arbeiten, nur zu überleben. Ich habe meinen Beruf bewusst gewählt und würde für eine andere Arbeit “nur für Geld” nicht mit Leib und Seele machen können Machen schon aber nicht mit der selben Leidenschaft wie “meinen” Beruf

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Tratscher
21 Tage 16 h

pepe@

Ich würde gerne den Beruf “figlio di papa´ wählen”, wenn dies möglich wäre…

Faktenchecker
22 Tage 1 h

Das ist Marktbereinigung und steigert die Qualität der Südtiroler Gastronomie.

Echt iaz
Echt iaz
Tratscher
22 Tage 35 Sek

Vielleicht kersch du odor oanor von deinor Familie a irgentwenn zu de wos um ihre exitess ongst hobn miasn nor konsch noamol selche Kommentare ogebn

jack
jack
Universalgelehrter
21 Tage 22 h

stolla hoch 3

Krabbe
Krabbe
Tratscher
21 Tage 17 h

Marktbereinigung?! 1 Jahr lang nicht arbeiten dürfen, bei gleichzeitig fortlaufenden Fixkosten?
Das ist typisch linke Wirtschaftspolitik! Eure Doppelmoral ist unerträglich.

Mauler
Mauler
Superredner
22 Tage 2 h

Donn ziach mor 20% vom Johregehalt inseren lieben Politiker o donn überleben a poor mehr!
Olle miasn einstecken, lei bei die Politiker rollt dor Rubel normal weiter und kriagn sogor mehr!
Findet den Fehler

Echt iaz
Echt iaz
Tratscher
22 Tage 7 Sek

👏👏👏👏👏👏👏

Ingalingreichts
Ingalingreichts
Tratscher
21 Tage 23 h

s volk hot de politiker de sie sich verdiant

PuggaNagga
21 Tage 21 h

@ingalingreicht
Gonz genau!
Ins gschicht recht. Wer olbm is gleiche unkreizlt terf sich net wundern.
Lai isch bled, i hon de nia gewählt und a di ondren gewinnen nit mein Vertrauen.

primetime
primetime
Universalgelehrter
22 Tage 3 h

Danke, danke fürs wegschauen der Politik gegenüber diejenigen die eine ganze Existenz verloren haben:
Die Ausgleichszahlungen sind eine Farce wenn man sich die Paramenter anschaut um diese zu bekommen

Anderrrr
Anderrrr
Universalgelehrter
21 Tage 6 h

@ primetime wen ihre überhaup wos kriegen…

primetime
primetime
Universalgelehrter
20 Tage 22 h

Das sowieso

Luiz
Luiz
Grünschnabel
22 Tage 1 h

Finanzielle Unterstützung kanntn jo de geben, de jeden Lockdown befürworten und noch härtere Lockdown schreien!
Sein do auf Snews a genua!

Iatz kanntn sie mol a eppes leisten

Queen
Queen
Superredner
21 Tage 23 h

@ Luiz weil? Weil di sem georbeitet hoben, und sell no mearer als normal? I tat eher sogen, hättmer wianiger Blärrer und Verschwörer ghob, waren mir olle a friar aus dem Schlamassel ausser kemmen…

PuggaNagga
21 Tage 21 h

Aha der Verschwörer wert wieder durchs Dorf getriebn. Jo oaner muas di Schuld hobn.
I tat no di rechtn, Ausländer und Impfgegner mit einschliessn als Schuldige. Nocher het mir olle Sündenböcke ausfindig gmocht.
Wenns lai so oanfoch war… Maskn und die Welt isch girettit? Jo in die Märchen vielleicht.

duc998
duc998
Grünschnabel
21 Tage 18 h

@Queen a weil die onderen nit gern gorbetet hatten! Sei decht still und scholt dein Hirn in befor so epes schreibsch😡

Echt iaz
Echt iaz
Tratscher
22 Tage 3 h

Gonz an groaßn donk in dor Politik das sie so guat af ihre Orbatgeber schaugn und ihre Finanziellen Interessen olm hintn unstelln.

So iaz isch obor genua ironisch geret

loki
loki
Grünschnabel
22 Tage 2 h

Mir tut es auf jeden Fall für die Pächter und Angestellten leid. Aber ich glaube, der Artikel müsste heißen: “20% der jetzigen Pächter/Betreiber werden nicht mehr öffnen”. Ich bezweifle nämlich sehr, dass gewisse Betriebe in guter Lage für immer geschlossen bleiben, denn sollte sich die Lage verbessern, wird sich sicher ein neuer Pächter finden, da in den vorherigen Jahren die Ertragslage sehr gut war. Die Frage ist nur wer? (Chinesen, Ketten, etc…)

DerTom
DerTom
Tratscher
22 Tage 3 h

soweit hopses gebrocht –

Hausdetektiv
Hausdetektiv
Tratscher
22 Tage 1 h

Hier in Berlin haben die Leute gegen die Sperren und Maßnhmen geklagt und gewonnen, das hätten auch die Südtiroler tun sollen, jetzt ist es zu spät.

Lieber das Geld in einen Prozess investieren als nichts zu tun.

Alles gute den Betroffenen.

Queen
Queen
Superredner
21 Tage 23 h

Und ihr werdet dafür bald wieder mit schärferen Coronaregeln beschenkt, oder weißt du das in Berlin noch nicht?

Sag mal
Sag mal
Kinig
21 Tage 18 h

Hausdedektiv leben Sie mal eine Weile hier und Sie werden staunen wie Viel hier nicht geht

Sag mal
Sag mal
Kinig
21 Tage 3 h

@Queen wird Sich zeigen Wer auf dem richtigen Weg ist.

selwol
selwol
Superredner
22 Tage 2 h

Das grosse Staunen wird im Juli kommen, sobald die Steuern fällig werden. Keine Arbeit, kein Gewinn, keine Steuern und keine Vorauszahlung im Dezember. 

Orch-idee
Orch-idee
Grünschnabel
22 Tage 1 h

Noch10 Tage…hilfe.. Jeder Tag in der die Gastronomie geschlossen hat…ist ein Tag zuviel…weil davon leidet auch die Landwirtschaft…das sollte man nicht vergessen…also so schnell wie möglich aufmachen!!

Sag mal
Sag mal
Kinig
21 Tage 5 h

Orch-idee Nur so nebenbei bemerkt:Gesundheit wäre wichtiger.

Orch-idee
Orch-idee
Grünschnabel
20 Tage 19 h

Sag mal…ja die Gesundheit ist wichtig…aber auch die psychische Gesundheit ..und wenn man schon lange nicht mehr gearbeitet hat.. verliert man die Würde und man kann in einer Depression fallen…zur Zeit ist die Psychiatrie voller als die Covid Station… leider

Johannes
Johannes
Tratscher
22 Tage 2 Min

Es werden neue Pechter sich finden welche neue Lokale eröffnen. Und die guten Lokale wird es auch nach der Krise wieder geben!
In Amerika wo alles geöffnet wird, wächst jedes Geschâff besser als vor Corona. So wird es auch in deer EU sein!

Sag mal
Sag mal
Kinig
21 Tage 18 h

Johannes lieber jammern Sie

nok
nok
Superredner
22 Tage 1 h

Wenn schon die Arbeit verboten ist muss auch die Pacht-Miete wegfallen!

bluemchen89
bluemchen89
Grünschnabel
22 Tage 2 h

Koan Wunder bo de Hilfsgelder….
Die Fixspesen sein gebliebm und Barbetreiber oder Chefs hobm selbor gor nichts gekreg und sel seit Monaten… miassn mitn Ersportn lebm

neidhassmissgunst
neidhassmissgunst
Superredner
22 Tage 5 Min

Es werden bis zum Schluss sicher mehr als 20 Prozent sein. Sollte im Oktober wieder das gleiche Kasperletheater losgehen dann sehe ich für Südtirol BÖSES.

Smirre15
Smirre15
Tratscher
22 Tage 42 Min

und dann können wir noch froh sein wenns bei den 20 Prozent bleibt, ich selbst denke dass dies nur die Spitze des Eisberges ist und das wahre Dilemma wird sich erst in einigen Jahren zeigen

nok
nok
Superredner
22 Tage 1 h

Denke es werden noch mehr…

Lucky
Lucky
Grünschnabel
22 Tage 16 Sek

In unserem Ort hat schon der erste Betrieb zugemacht, bzw macht nicht mehr auf.

tom
tom
Universalgelehrter
21 Tage 22 h

Seine finanzielle Situation in den Jahren zuvor? Gut oder scheusslich?

ste
ste
Tratscher
21 Tage 21 h

statt a paar betriebe zu helfn 22 mln tests kafn 😉

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Superredner
21 Tage 19 h

Das müsste alles nicht sein, wenn unsere Politiker nicht dem Coronaabsolutismus verfallen wären.

Privatmeinung
Privatmeinung
Tratscher
21 Tage 21 h

Wichtig ist, dass die EU, Staats u. Landesbeiträge in Sachen investiert werden, die man ohne weiteres verschieben könnte, und die, die Beiträge notwendig hätten, bleiben wieder mal auf der Strecke – wie so oft.
Wo bleibt das gesunde Krisenmanagement?

Roger01
Roger01
Grünschnabel
21 Tage 17 h

seimer zuversichtlich es geht schon wieder aufwärts lei net zu negativ denken…

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Tratscher
21 Tage 17 h

20% ?????

das sind Zahlen mir der *ROSA* Brille auf!

am Ende dieses Jahres weiß man mehr!

Yeti 79
Yeti 79
Grünschnabel
21 Tage 5 h

20 % weniger Betriebe bedeutet dass sich die restlichen 80 % künftig den Kuchen teilen werden.
Ist doch nicht schlimm

bluemchen89
bluemchen89
Grünschnabel
20 Tage 4 h

@Yeti79
wia konn man lei so epis schreibm?
Stöll dir vor, jemand vo deine Leit war des? Mir tuats load, für olle Betriebe, des werdn vor ollem kloane sein, de wos es nimmor pockn, ihre hobm ihre gonze Liebe in an Betrieb ini gsteckt, und iatz kenn se die Schuldn ouorbeiten… Mir tuats a Load, für de Leit, wos sete BESCHEUERTE KOMMENTARE OHNE HIRN SCHREIBEN!!!!!

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Tratscher
18 Tage 7 h

bluemchen89@

das ist leider die REALITÄT!
die, die übrig bleiben teilen sich den Kuchen, ist so!
was ist schlimm daran, es werden Betriebe wieder nachkommen, wie nach jeder Kriese!

Babba
Babba
Grünschnabel
21 Tage 6 h

Meine beadn Lieblingslokale holtn jednfolls durch! 👍😁 O-Ton Moidl: “aufgebn werd ba ins lai a Briaf!”

Anderrrr
Anderrrr
Universalgelehrter
21 Tage 6 h

Es isch uanfoch lei scheisse wen so viele nimmer autian 😓

olli
olli
Grünschnabel
21 Tage 7 h

Das passt schon so!

Anderrrr
Anderrrr
Universalgelehrter
21 Tage 6 h

Und in winter nor?

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