Von: apa
Der Iran-Krieg stellt für AMS-Chef Johannes Kopf aktuell eine “veritable, ernstzunehmende Situation” dar. “Wenn diese Krise lange dauert, dann werden wir aus meiner Sicht tiefer in die Rezession wieder schlittern”, sagte er am Samstag in der Ö1-Reihe “Journal zu Gast”. Dann werde man in der Arbeitsmarktpolitik mehr machen. Eine Kurzarbeit – etwa bei der AUA – schließe er nicht aus. Momentan seien hohe Energiepreise noch kein Grund dafür, so der AMS-Chef weiter.
Kopf warnte darüber hinaus erneut vor den massiven Folgen des demografischen Wandels für den Arbeitsmarkt. Hier sehe er auch die Bundesländer gefordert. Wien werde in Zukunft weiter wachsen, die Bevölkerung im Rest von Österreich aber abnehmen.
Mit “Ausbildung und Weiterbildung” auf KI reagieren
Die Künstliche Intelligenz (KI) stellt laut Kopf eine “Riesenveränderung” dar. Er erwartet, dass Hunderttausende Jobs verloren gehen. Aber “wir werden andere Jobs dazufinden, die wir heute noch nicht kennen”. Die einzige Reaktion darauf sei “Ausbildung und Weiterbildung”.
Nach der Einschränkung der Zuverdienstmöglichkeiten in der Arbeitslosigkeit mit Jahresbeginn macht Kopf bereits zwei positive Effekte aus: Einerseits sei die Anzahl der geringfügig Beschäftigten neben Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe auf ein Drittel – nämlich gut 9.000 Personen – gesunken. Andererseits haben um 1.800 Personen mehr Arbeit aufgenommen, die geringfügig neben dem Arbeitslosengeld verdient haben, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Von diesen waren 1.000 beim gleichen Betrieb. “Das heißt, die waren bei dem Betrieb geringfügig beschäftigt und sind jetzt dort vollversichert. Das ist ein wirklicher Erfolg dieser Reform”, so Kopf.




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