Von: APA/dpa-AFX
Der Verkaufserfolg des neuen MacBook-Einsteigermodells “Neo” hat Apple Rückenwind gegeben. “Wir haben in einem März-Quartal einen Rekordumsatz erzielt”, betonte Tim Cook, der Chef des Elektronikkonzerns, am Donnerstag. Auch die Einnahmen aus iPhone-Verkäufen hätten einen Bestwert erreicht, obwohl Lieferengpässe den Absatz ausbremsten. Dieser Trend werde sich im angelaufenen Quartal voraussichtlich fortsetzen.
Mit einem Plus von 14 bis 17 Prozent fällt das angepeilte Wachstum in der Spitze jedoch fast doppelt so hoch aus wie von Analysten vorhergesagt. Apple-Aktien stiegen daraufhin im nachbörslichen Handel an der Wall Street um mehr als vier Prozent.
Hinter der Markteinführung des MacBook Neo und der aktuellen iPhone-Modellpalette steht der künftige Vorstandsvorsitzende von Apple, John Ternus. Das vergleichsweise günstige Neo soll mit Preisen ab 699 Euro neue Kundengruppen wie Erstkäufer oder Windows-Umsteiger erschließen. Experten taxieren das Marktvolumen für preisgünstige Laptops auf 20 Milliarden Dollar. Der aktuelle Hardware-Chef Ternus fächerte zudem das iPhone-Angebot auf, das sich von der Einsteiger-Variante 17e bis zu den leistungsstarken Pro-Modellen erstreckt. Letztere erhielten unter seiner Ägide zusätzliche Funktionen, um höhere Preise zu rechtfertigen.
Mit dieser Strategie und der großen Marktmacht erwirtschaftete Apple im abgelaufenen Quartal trotz gestiegener Preise für Speicherchips eine überraschend hohe Gewinnmarge von 49,27 Prozent. Für das aktuelle Vierteljahr prognostizierte der Konzern jedoch einen Rückgang auf 47,5 bis 48,5 Prozent. “Die Kosten für Speicher wirken sich zunehmend auf unser Geschäft aus”, betonte Cook.
Lieferengpässe verhindern schnelleres Wachstum
Apple steigerte die iPhone-Erlöse zwar in den vergangenen Monaten um knapp 22 Prozent. Mit 56,99 Milliarden Dollar blieben sie jedoch unter den Analystenprognosen. “Die Nachfrage war enorm”, sagte Cook der Nachrichtenagentur Reuters. Allerdings könnten Zulieferer einige der benötigten Chips nicht in ausreichender Menge liefern. Die Engpässe würden sich in den kommenden Monaten voraussichtlich auf diverse Laptop- und Desktop-Modelle ausweiten. Mit diesen Produkten erwirtschaftete Apple im Berichtszeitraum Erlöse von 8,4 Milliarden Dollar, knapp sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Im vorangegangenen Quartal waren die Umsätze um fast sieben Prozent zurückgegangen.
Apples Konzernumsatz wuchs zwischen Jänner und März um mehr als 16 Prozent auf 111,18 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte ebenfalls überraschend deutlich um fast 22 Prozent auf 2,01 Dollar je Aktie zu. Der Konzern kündigte daraufhin eine Anhebung der Dividende um vier Prozent auf 0,27 Dollar je Aktie sowie einen weiteren Aktienrückkauf in Höhe von 100 Milliarden Dollar an.




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