Von: luk
Bozen – Die Südtiroler Wirtschaft hat sich 2025 leicht erholt. Nach einem Rückgang im Jahr 2024 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut Landesinstitut für Statistik ASTAT um 0,9 Prozent gestiegen. Für 2026 wird derzeit ein Wachstum von rund 1,0 Prozent erwartet.
Tourismus als wichtiger Wachstumstreiber
Besonders der Tourismus sorgte für positive Impulse: Mit erstmals über 38 Millionen Übernachtungen wurde ein neuer Rekord erreicht. Davon profitierten vor allem Gastronomie, Beherbergung und Handel. Gleichzeitig weist die Tourismusbranche laut Statistik eine vergleichsweise geringe Produktivität und weniger geleistete Arbeitstage auf.
Schwache Exporte bremsen Entwicklung
Gedämpft wird die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin durch die Exportlage. Trotz einer leichten Erholung in den wichtigsten Handelspartnerländern Österreich und Deutschland gingen die Ausfuhren dorthin erneut zurück – um 6,8 Prozent beziehungsweise 8,6 Prozent. Insgesamt stagnierten die Exporte preisbereinigt.
Der Arbeitsmarkt präsentiert sich hingegen stabil: Die Arbeitslosigkeit sinkt, gleichzeitig steigt jedoch die Zahl der Nichterwerbstätigen leicht an.
Konsum wächst nur verhalten
Die Konsumausgaben der privaten Haushalte legten 2025 um 0,7 Prozent zu und damit etwas schwächer als im gesamtstaatlichen Durchschnitt. Für 2026 wird ein ähnliches Wachstum erwartet.
Unsicherheiten durch geopolitische Lage
Wie sich die Wirtschaft weiter entwickelt, hängt stark von internationalen Faktoren ab. Insbesondere der Krieg im Nahen Osten sowie steigende Energiepreise könnten die Prognosen noch deutlich verändern.
Auch global bleibt die Lage angespannt: Während Italien 2025 nur ein Wachstum von 0,5 Prozent verzeichnet, zeigen sich Österreich und Deutschland nach zwei schwachen Jahren leicht erholt. Für die kommenden Jahre rechnen Experten insgesamt mit moderatem Wachstum – allerdings unter zunehmender Unsicherheit.




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