Nur jeder fünfte börsennotierte Konzern hält sich an das 1,5-Grad-Ziel

Börsenotierte Firmen stießen 2023 mehr CO2 aus

Sonntag, 07. Januar 2024 | 09:55 Uhr

Die an den globalen Börsen gelisteten Unternehmen haben im vergangenen Jahr 12 Gigatonnen CO2 emittiert. Das ist der höchste Wert der letzten zehn Jahre und über 10 Prozent mehr als 2022, wie aktuelle Schätzungen des US-Finanzdienstleisters MSCI zeigen.

Dabei handelt es sich allerdings nur um CO2-Emissionen, die ein Unternehmen im Betrieb verursacht (Scope 1) hat, etwa durch die Ölheizung oder die Fahrzeugflotte. Berücksichtigt man zusätzlich die Treibhausgasemissionen der Stromproduktion (Scope 2) und entlang der Wertschöpfungskette, von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung (Scope 3), liegen die Emissionen rund fünfmal höher.

Die Ziele des Pariser Klimaabkommens rücken damit weiter in die Ferne. Laut MSCI stehen derzeit nur 22 Prozent der börsenkotierten Firmen weltweit im Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel.

Von: APA/sda/awp

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