Sieben davon sind besonders heikel

Brennerroute: 18 kritische Tage stehen bevor

Freitag, 10. Juli 2026 | 17:09 Uhr

Von: luk

Bozen/Brenner – Vor Beginn der Sommerreisewelle rüstet sich die Brennerautobahn A22 mit zusätzlichem Personal, modernisierter Technik und einer angepassten Baustellenstrategie für den erwarteten Ansturm.

Wie die Brennerautobahngesellschaft mitteilt, wird zwischen Juli und September an insgesamt 18 Tagen mit sehr hohem Verkehrsaufkommen gerechnet.

An sieben Tagen – am 19. und 26. Juli sowie am 1., 16., 22., 23. und 30. August – wird die Verkehrslage in beiden Fahrtrichtungen als besonders kritisch eingestuft.

Um Staus möglichst gering zu halten, werden Baustellen während der Sommermonate ausschließlich in den Nachtstunden durchgeführt. Nach Angaben der A22 wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 2.166 Baustellen eingerichtet, von denen 1.828 den Verkehr nicht beeinträchtigten. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der Tagesbaustellen um 48 Prozent reduziert worden.

Die Verkehrslage wird rund um die Uhr im Servicezentrum überwacht. Dafür stehen 241 Kameras und 227 Wechselverkehrszeichen entlang der Strecke zur Verfügung. Zusätzlich werden die Verkehrshilfskräfte, das Personal an den Mautstellen sowie die Einsatzteams entlang der Autobahn aufgestockt. Tagsüber sind während der Hauptreisezeit mindestens 24 Streifen im Einsatz.

Geschäftsführer Diego Cattoni betont, dass das Verkehrsaufkommen an Spitzentagen nahezu doppelt so hoch ausfallen könne wie an normalen Tagen. Mithilfe moderner Prognosemodelle wolle die Gesellschaft den Reisenden möglichst präzise Informationen über das erwartete Verkehrsaufkommen liefern.

Diese werden auf der Internetseite, über einen Telegram-Bot sowie weitere Informationskanäle veröffentlicht. Reisenden wird empfohlen, ihre Abfahrt sorgfältig zu planen und an den besonders belasteten Tagen möglichst auf die Abend- oder Nachtstunden auszuweichen.

A22-Präsident Hartmann Reichhalter verweist zudem auf die enge Zusammenarbeit mit der österreichischen Autobahngesellschaft Asfinag. Angesichts der Bauarbeiten an der Luegbrücke in Tirol sei der grenzüberschreitende Datenaustausch weiter verbessert worden, um den Verkehr auf beiden Seiten des Brenners besser koordinieren zu können.

Nach Angaben des Technischen Generaldirektors Carlo Costa nutzen durchschnittlich rund 20.000 Fahrzeuge pro Fahrtrichtung täglich die A22. An den stärksten Reisetagen steigt diese Zahl auf mehr als 37.000 Fahrzeuge, mit Spitzenwerten von über 3.000 Fahrzeugen pro Stunde. Im ersten Halbjahr wurden insgesamt mehr als 37 Millionen Fahrzeuge auf der Brennerautobahn gezählt. Gleichzeitig sei die Unfallrate mit 14,54 Punkten auf einen historischen Tiefststand gesunken und liege damit deutlich unter dem italienischen Durchschnitt.

Auch die Verkehrspolizei verstärkt während der Sommermonate ihre Präsenz. Seit Jahresbeginn wurden laut Leiter Andrea Straffelini bereits mehr als 3.600 Streifen auf der A22 eingesetzt.

Für die Hauptreisezeit bleibt die Einsatzstärke unverändert hoch. Die Polizei appelliert an Autofahrer, ihre Reise sorgfältig vorzubereiten, sich vor Fahrtantritt über die Verkehrslage zu informieren, das Fahrzeug technisch zu überprüfen, regelmäßige Pausen einzulegen sowie Geschwindigkeitsbegrenzungen und Sicherheitsabstände konsequent einzuhalten. Diese Maßnahmen seien entscheidend, um die Sicherheit auf der Brennerautobahn während der Ferienzeit zu gewährleisten.

Bezirk: Bozen

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