Finanzierungsbeitrag

Covid-Unterstützung für Kurverwaltung und Organisationen

Dienstag, 01. September 2020 | 17:35 Uhr

Meran – Um den Institutionen und Organisationen in Meran den Neustart nach dem Lockdown und unter Einhaltung aller Covid-Sicherheitsbestimmungen zu erleichtern, hat der  Stadtrat die Finanzierungs-Auflagen gelockert. Davon profitiert nicht zuletzt die Kurverwaltung, die den heute vom Stadtrat zugestandenen Finanzierungsbeitrag frei und nicht wie bisher vorgesehen an bestimmte Investitionen und Veranstaltungen gebunden einsetzen kann.

„Der Lockdown im Frühjahr, die Entwicklung der Covid-Pandemie in den letzten Wochen und die Unsicherheit, die sich daraus ergibt, macht es den Institutionen und Organisationen unserer Stadt unmöglich, lang- oder auch nur mittelfristig zu planen“, erklärt Bürgermeister Paul Rösch. Deshalb hätten auch die mit den Beitragsansuchen an die Stadt eingereichten Investitions- und Veranstaltungsprogramme der Wirtschafts-, Kultur-, Sport- und Jugendvereinigungen zum allergrößten Teil nicht umgesetzt werden können.

Angesichts der geltenden Finanzierungsregeln der Stadt hätte dies zu enormen Problemen geführt. „Wir hätten die Beiträge von den Organisationen zurückfordern und ihnen damit das Wasser abdrehen müssen“, erklärt Rösch. Im Rahmen des Pakets zum Neustart habe der Stadtrat daher beschlossen, die Finanzierungsregeln in diesem Jahr auszusetzen und den Organisationen, Institutionen und Vereinen die Beiträge auch dann zu gewähren, wenn das geplante Programm nicht umgesetzt werden könne. „Das sind wir diesen für unser soziales Gerüst so wichtigen Organisationen schuldig“, erklärt der Bürgermeister.

Heute hat der Stadtrat nun beschlossen, dieselbe Ausnahmeregelung auch auf die Meraner Kurverwaltung anzuwenden. „Es gibt keinen Grund, die Kurverwaltung rigider zu behandeln als andere Institutionen“, so Rösch. „Im Gegenteil: Ihre Arbeit ist für den wirtschaftlichen Neustart unserer Stadt von grundlegender Bedeutung.“

Über den schon gewährten Beitrag in Höhe von 200.000 Euro hinaus, hat der Stadtrat daher heute der Kurverwaltung weitere 350.000 Euro Finanzierungsbeitrag zugesprochen. „Dieser Beitrag ist in der Vereinbarung zwischen Gemeinde und Kurverwaltung vorgesehen, anders als in anderen Jahren ist er aber nicht zweckgebunden, also nicht von der Organisation bestimmter Veranstaltungen abhängig“, so Rösch. Vielmehr könne die Kurverwaltung in diesem außergewöhnlichen Jahr über den Beitrag der Stadt frei verfügen und damit wichtige Einrichtungen wie den Theaterverein oder das Tourismus-Informationsbüro, aber auch eine Reihe von Veranstaltungen finanzieren. „So stellen wir sicher, dass die Kurverwaltung weiterhin ihre Rolle spielen kann“, erklärt der Bürgermeister, „in dieser so kritischen Phase möglichst flexibel und ungebunden“.

Von: luk

Bezirk: Burggrafenamt

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