Von: luk
Tiers – Kürzlich fand im Ansitz Velseck in Tiers die Jahresversammlung des Bezirkes Bozen und Umgebung des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Gastgewerbe, ein Ausblick auf tourismuspolitische Themen sowie Impulse zum Umgang mit künstlicher Intelligenz im Hotel- und Gastgewerbe. Zahlreiche Mitglieder aus dem Bezirk folgten der Einladung und nutzten die Veranstaltung zum Austausch unter Kolleginnen und Kollegen.
HGV-Bezirksobmann Daniel Stuflesser betonte in seiner Ansprache die Bedeutung eines starken Zusammenhalts innerhalb der Branche und verwies auf die zentrale Rolle der Ortsgruppen im Verband. „Ein lebendiger Verband funktioniert nur, wenn es eine stabile Basis gibt. Denn dort geschieht der direkte Austausch, dort werden Anliegen aufgegriffen und dort entsteht Zusammenhalt“, so Stuflesser. Ein besonderes Anliegen sei ihm zudem die Stärkung der Dorfbars und Dorfgasthäuser, die weit mehr seien als reine Wirtschaftsbetriebe. Zudem ging er auf die Mobilität im Bezirk ein und sprach sich für attraktivere öffentliche Verkehrsangebote und ausgewogene Lösungen beim Verkehr über die Dolomitenpässe aus: „Der richtige Weg führt über Anreize, nicht über Verbote. Gleichzeitig müssen Missstände wie Raserei oder illegale Rennen konsequent unterbunden werden.“
Auch HGV-Präsident Klaus Berger ging auf aktuelle Herausforderungen und zentrale Themen des Verbandes ein. Er hob hervor, wie wichtig es sei, die Anliegen der Mitglieder aktiv zu vertreten. Zudem betonte auch er die Bedeutung der Dorfgasthäuser: „Ohne unsere Dorfgasthäuser würden viele Dorfkerne ihre Lebendigkeit verlieren.“ Berger dankte zudem allen Funktionärinnen und Funktionären und besonders Gottfried Schgaguler, der den Bezirk 16 Jahre hindurch führte. Berger: „Du warst immer mit großem Engagement dabei. Dafür gebührt dir großer Dank.“ Weitere Themen der Bezirksversammlung waren unter anderem die Brennersperre am 30. Mai, der Generationenwechsel in Familienbetrieben, Mitarbeiterunterkünfte sowie die Vermietung privater Wohnräume.
Ein weiterer Schwerpunkt der Bezirksversammlung war die Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Tourismus. Referentin Manuela Machner, Expertin für KI im Tourismus, zeigte auf, welche Chancen KI-Systeme für Betriebe bieten können: „Entscheidend ist, dass Prozesse klar definiert werden und man weiß, für welches Problem man eine digitale Unterstützung benötigt.“ Die Art, wie Menschen suchen, verändere sich derzeit massiv. Betriebe müssten deshalb in der digitalen Welt beweisen, dass sie relevant sind.
Im Anschluss an den offiziellen Teil der Bezirksversammlung blieb bei einem gemütlichen Umtrunk noch Zeit für persönlichen Austausch und Vernetzung unter den Mitgliedern.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen