Von: mk
St. Ulrich – Wo ist der Traum vom eigenen Feriendomizil in Italien am teuersten und wo bleibt er noch erschwinglich? Eine aktuelle Markt- und Datenanalyse von Immobiliare.it Insights zeigt: Die Küstenstadt Forte dei Marmi in der Toskana behauptet sich als unangefochtener Spitzenreiter – dicht gefolgt von den Dolomiten: Nach Cortina d’Ampezzo rangiert St. Ulrich in Gröden an dritter Stelle, was qualitativ hochwertige Zweitwohnungen anbelangt. Günstiger sind die Immobilien an italienischen Seen, wobei es eine prominenten Ausnahme gibt.
Mit dem Sommer, der sich anbahnt, stellt sich für manche nicht nur die Frage nach dem nächsten Urlaub, sondern auch nach der passenden Ferienimmobilie – zumindest für jene, die es sich leisten können. In bestimmten Gegenden müssen Interessenten nämlich tief in die Tasche greifen.
Der Durchschnittspreis für ein Haus in Forte dei Marmi liegt bei über 2,1 Millionen Euro. Kein anderer Küstenort reicht an diese Summen heran. Die zweit- und drittplatzierten Ortschaften, die am Meer liegen, sind Capri in Süditalien und Porto Cervo auf Sardinien mit deutlich niedrigeren Preisen unter der Marke von 1,25 Millionen Euro.
In Portofino fallen im Schnitt immerhin noch 770.000 Euro an, in Porto Ercole über 630.000 Euro und in Porto Rotondo sind 570.000 Euro.
Hohe Preislage in den Bergen
Deutlich teurer wird es in Cortina mit einem durchschnittlichen Preis von fast 1,6 Millionen Euro. Auch St. Ulrich in Gröden knackt die Millionengrenze – mit durchschnittlich rund 1,27 Millionen Euro für eine Immobilie. In Courmayeur am Fuße des Mont Blanc kosten Zweitwohnungen immerhin noch 1,028 Millionen Euro im Schnitt.
Günstiger kaufen kann man in Madonna di Campiglio (693.000 Euro), Breuil-Cervinia (526.000 Euro) und in Bormio (480.000 Euro).
Die Seen
Relativ gemäßigt sind im Vergleich dazu die Immobilienpreise an den großen italienischen Seen – mit einer Ausnahme. In Cernobbio am Ufer des Comer Sees liegt der Durchschnittspreis mit rund 1,018 Millionen Euro ebenfalls im siebenstelligen Bereich.
Stresa am Lago Maggiore und Bellagio am Comer See sind mit 775.000 Euro etwas günstiger. In Varenna am Comer See kosten Immobilien rund 514.000 Euro, während sie in Riva del Garda bei etwas über 470.000 Euro und in Sirmione bei 445.000 Euro liegen.
An den Seen ist allerdings auch die Nachfrage deutlich geringer. Während am Meer Porto Rotondo mit 17,3 Prozent und Senigallia mit 14,7 Prozent das größte Wachstumsplus verzeichnen, steigt die Nachfrage an Seeufern nur in Riva del Garda (+2,3 Garda) und Stresa (+0,5 Prozent). Rückläufig ist die Nachfrage am Meer dagegen auch bei Spitzenreitern wie Capri (-13 Prozent), Portofino (-11,0 Prozent) und Forte dei Marmi (-9,5 Prozent).
Wonach suchen die Käufer?
Die Vorlieben der Käufer variieren je nach Region stark: In Forte dei Marmi etwa wird geklotzt, nicht gekleckert: Über 50 Prozent der Suchanfragen entfallen auf große Immobilien mit mehr als fünf Zimmern. In Portofino hingegen dominiert der Wunsch nach dem exklusiven Kleinod – hier machen Einzimmerwohnungen 40,7 Prozent der Nachfrage aus. Ansonsten überwiegt eher der Wunsch nach einer Zwei- bis Dreizimmerwohnung.




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