hds führt Kampagne zur Nahversorgung im Vinschgau durch

“Do leb i, do kaf i”

Freitag, 29. März 2019 | 21:09 Uhr

Schlanders – Der Einkauf vor Ort stärkt den lokalen Einzelhandel, sichert Arbeitsplätze und schafft Lebensqualität. Nach dem großen Erfolg der Nahversorgungskampagne „Mein Ort soll leben – Erlebe Deinen Ort!, wird die Aktion dieses Jahr in einer anderen Form und vor allem unter einem anderen Motto weitergeführt: „Do leb i, do kaf i“ heißt die neue Initiative, die vom hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol durchgeführt wird. Sie soll die Nahversorgung unterstützen und die Bevölkerung auf die Besonderheiten des Handels und das Einkaufen im Ort aufmerksam machen.

„Im Vinschgau gibt es einige hundert Betriebe im Einzelhandel. Für dieses vielfältige Angebot sind vor allem die vielen Klein- und Familienbetriebe verantwortlich. Sie sorgen dafür, dass unsere Dörfer lebendig und attraktiv für Einheimische und Gäste sind. Außerdem garantieren sie Arbeitsplätze vor Ort“, sagt hds-Bezirkspräsident Dietmar Spechtenhauser.

Do leb i, do kaf i findet vom 1. bis 20. April statt. In allen teilnehmenden Betrieben hängt ein Plakat der Aktion, das die Botschaft der Kampagne unterstreicht. Begleitet wird die Initiative von einem großen Gewinnspiel, bei dem es verschieden Preise zu gewinnen gibt: Übernachtungen in verschiedenen Hotels in Vinschgau sowie Einkaufsgutscheine und monni cards im Gesamtwert von 3.500 Euro. Die Teilnahmekarten liegen in allen teilnehmenden Betrieben auf.

„Mit dieser Aktion wollen wir ein klares Zeichen für einen starken Handelsstandort Vinschgau setzen. Der Bevölkerung soll die Wichtigkeit einer intakten Nahversorgung und der damit verbundenen Lebensqualität näher gebracht werden“, so Spechtenhauser abschließend.

Alle Informationen zur Aktion und die Liste der teilnehmenden Betriebe online unter hds-bz.it/dolebi

Von: bba

Bezirk: Vinschgau

Kommentare

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3 Kommentare auf "“Do leb i, do kaf i”"


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Marco schwarz
Marco schwarz
Tratscher
22 Tage 23 h

Das ist sicher a schöne Aktion, aber wenn dann die Milch aus Nordtirol oder Salzburg, das Obst aus Spanien, das Gemüse aus Süditalien, der Speck aus Holland und die Marmelade aus Polen kommen, was ist dann noch regional? Passt sicher alles, aber wenn wir von Regionalität und einkaufen im örtlichen Geschäft sprechen, dann sollten dort auch vorwiegend die Erzeuger der Region zu finden sein. Sonst hat der Begriff Regionalität keine Bedeutung, kann ich ja gleich zum Diskounter gehen?

Andreas1234567
Andreas1234567
Grünschnabel
22 Tage 22 h

Hallo @Marco Schwarz,

diese ganzen kleinen Läden sind unter das grosse Dach von Einkaufsgemeinschaften geschlüpft und deswegen gibt es dort auch nur die üblichen Grossmarken.
Preislich kommt noch ein Aufschlag sonst lassen sich die Minigeschäfte nicht halten.
Die “soziale Komponente” von diesen Läden darf man nicht vergessen.
Viele kommen nicht mehr aus “ihrem” Dorf heraus und sind dankbar für die ortsnahe Möglichkeit sich noch selbst ihren Tagesbedarf zusammenzukaufen.
Das finde ich erhaltenswert. Dort findet auch Dorfleben statt. Muss mich immer erst gewöhnen wenn an der Kasse auch mal 2 Minuten geschwatzt wird. In D gäbe es dafür die Todesstrafe!

Gruss nach Südtirol

Samanda
Samanda
Neuling
20 Tage 22 h

Prinzipiell bin ich ein Beführworter des regionalen Handels. Deshalb würde ich auch gerne sagen, dass ich lieber ein paar Euro mehr ausgebe, dafür eine gute Qualität und eine persönliche Beratung erhalte, welche ich wirklich zu schätzen weiß.

Leider sieht die Realität anders aus. Die Preise im Einzelhandel sind zwar angemessen, jedoch die Löhne im Verhältnis zu gering. Ich könnte es mir keineswegs leisten, überwiegend im Einzelhandel (egal ob Mode, Elektronik oder Lebensmittel) einzukaufen.

Kein Wunder also, wenn Discounter und Online-Versand boomen und der Einzelhandel es zunehmend schwerer hat.
Die Förderung muss meiner Meinung nach anderswo beginnen und nicht mit einer solchen Aktion.

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