Von: luk
Bozen/Meran – Das Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Süd in der Agentur für Bevölkerungsschutz verstärkt derzeit an drei Baustellen den Hochwasserschutz an der Etsch, legt Amtsdirektor Thomas Thaler dar. Die Kosten für die Umsetzung der Arbeiten belaufen sich auf insgesamt etwa 600.000 Euro.
Neue Ufermauer unter dem Radweg in Algund
Bei einem Lokalaugenschein haben Mitarbeiter des Amtes für Wildbach- und Lawinenverbauung Süd bei der MeBo-Ausfahrt Algund kurz vor der Brauerei Forst eine Beschädigung der Mauer am orographisch linken Ufer der Etsch unterhalb des Radwegs festgestellt, berichtet Bauleiterin Joelle Pellegrini. Da sich in diesem Abschnitt der Etsch viele Fische aufhalten, wurde das Landesamt für Wildtiermanagement eingebunden. Die Fische wurden mittels Elektroabfischung umgesiedelt. Anschließend wurde die betroffene Stelle trockengelegt. Die Gruppe von Vorarbeiter Helmut Gurndin legte einen Zufahrtsweg an und errichtete auf einer Länge von rund 150 Metern eine mit Beton verstärkte Zyklopensteinmauer. Derzeit wird das Bachbett im Bereich der Baustelle gestaltet, und es werden Buhnen und Fischsteine eingebaut. Die Wildbacharbeiter haben Ende Jänner mit den Arbeiten begonnen und werden sie circa Ende März abschließen, dann kann wieder das Wasser der Etsch eingeleitet werden.
Materialverlagerung bei der Sigmundskroner Brücke
“Wir haben während der Erhebung der Etsch mittels Drohne orographisch rechts oberhalb der Sigmundskroner Brücke in Bozen eine große Ablagerung von Flins und Steinen festgestellt”, erläutert Amtsdirektor und Bauleiter Thomas Thaler, “und etwas weiter unterhalb eine umfangreiche Vertiefung, bei der Material fehlt.” Die Gruppe mit Vorarbeiter Helmut Gurndin hat am 9. Februar damit begonnen, das Material von oben nach unten umzulagern. Außerdem haben die Wildbacharbeiter eine rund 130 Meter lange Zyklopenmauer zur Verstärkung des Damms angelegt und eine kleine Aufweitung des Flussbettes vorgenommen. Die Arbeiten dauern noch bis Ende März an.
Höhere Ufermauer auf der Höhe des Safety Parks
Die Ufermauer an der orographisch rechten Seite der Etsch nahe des Safety Parks in Pfatten war mit drei Metern sehr niedrig. Außerdem, wurde bei einem Lokalaugenschein während des Niedrigwassers der Etsch im Winter festgestellt, war sie auch stark beschädigt. Deshalb hat die Gruppe mit Vorarbeiter Helmut Gurndin Mitte Februar begonnen, auf einer Länge von rund 250 Metern eine neue, mit acht Metern wesentlich höhere Mauer aus Zyklopensteinen zu errichten, erklärt Bauleiter Martin Pfitscher. Die Arbeiten werden voraussichtlich vor Ostern abgeschlossen.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen