In der Provinz Treviso entsteht das Projekt „Casa dei sogni“

Ein Ort für mehr Selbstständigkeit und Inklusion

Donnerstag, 27. August 2026 | 12:22 Uhr

Von: Matthias Knapp

Bozen/Treviso – In Bozen wurde der Sponsoringvertrag für die Fertigstellung des Projekts „Casa dei sogni“ unterzeichnet. Das Wohnprojekt soll Menschen mit Behinderung dabei unterstützen, ein möglichst selbstständiges Leben zu führen. Die Einweihungsfeier ist für Ende September geplant.

Das Haus bietet auf zwei Etagen und 260 Quadratmetern Raum für ein selbstbestimmtes Leben in Gemeinschaft. Es verbindet hohe Wohnqualität mit Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Die Energieklasse A4, eine Photovoltaikanlage, eine Wärmepumpe sowie moderne Lüftungssysteme sorgen für einen besonders geringen Energieverbrauch. Fünf Schlafzimmer, zwei Küchen, fünf Badezimmer, ein Aufzug, eine Terrasse, eine bioklimatische Pergola sowie ein barrierefreier Hochbeet-Garten schaffen eine wohnliche Umgebung, die Inklusion fördert. Hier können die Bewohnerinnen und Bewohner im Alltag mehr Selbstständigkeit gewinnen – beim Kochen, bei der Haushaltsführung, in der Freizeit und im Zusammenleben mit anderen. So können sie Schritt für Schritt mehr Selbstständigkeit entwickeln. Das „Casa dei sogni“ ist zudem mit Assistenztechnologien ausgestattet, die den Weg in ein unabhängiges Leben unterstützen und bei Bedarf eine Fernbetreuung ermöglichen. Das gibt den Familien zusätzliche Sicherheit.

Das Angebot umfasst vier verschiedene Formate: von gemeinsamen Begegnungen über kurze Aufenthalte zur Förderung der Selbstständigkeit bis hin zu längeren Wohnphasen als Vorbereitung auf ein eigenständiges Leben. Für ältere Menschen sind zudem Aufenthalte vorgesehen, die soziale Kontakte fördern und sozialer Isolation entgegenwirken.

„Wir freuen uns, einen Beitrag zur Verwirklichung dieses wertvollen Projekts leisten zu können. Das ‚Casa dei sogni’ eröffnet Menschen mit Behinderung neue Perspektiven für Selbstständigkeit, soziale Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben. Hier erhalten sie die Unterstützung, die sie benötigen. Zugleich entsteht ein Ort der Begegnung und des Miteinanders, auch über Generationen hinweg. Unser besonderer Dank gilt den zahlreichen Freiwilligen und Fachkräften, die Menschen in schwierigen Lebenssituationen Tag für Tag begleiten“, sagt Alberto Naef, geschäftsführender Verwaltungsrat und Generaldirektor der Volksbank.

„Dieses Projekt ist mehr als eine formale Vereinbarung zwischen einer Bank und einem Verein – es ist eine Verbindung zwischen Menschen, die dieselbe Vision teilen: die Lebensqualität der Menschen in unserem Umfeld zu verbessern, indem wir konkrete Antworten auf ihre täglichen Bedürfnisse geben. Wir möchten der Volksbank dafür danken, dass sie sich entschieden hat, in unser Projekt zu investieren, für die gemeinsam geleistete Arbeit und für das große Vertrauen. Besonderes ist, dass wir schon bei den ersten Begegnungen gespürt haben, wie sehr sich die Volksbank mit unserer Geschichte und unseren Werten identifiziert. Gemeinsam sind wir zu Mitgestaltern dieses Traums geworden. Der Vorstand hat diese Vereinbarung mit großer Freude aufgenommen. Unser Dank gilt den Jugendlichen, den außergewöhnlichen Freiwilligen, den Familien, den Spenderinnen und Spendern sowie der gesamten Gemeinschaft, die uns unterstützt“, so Stefania Baldin, Präsidentin des Vereins „Teniamoci per Mano OdV“.

Bezirk: Bozen

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