Veranstaltung des Unternehmerverbandes

Entwicklung von Industrie und Standort: “Effiziente und moderne Mobilität ist entscheidend”

Montag, 13. Juli 2026 | 15:26 Uhr

Von: mk

Franzensfeste – Die Industrie ist auch in den Bezirken Eisack- und Wipptal sowie Pustertal des Unternehmerverbandes Südtirol ein wichtiger Motor für Entwicklung, Wohlstand und Beschäftigung. Eine effiziente und moderne Mobilität ist entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Unternehmen und des Wirtschaftsstandorts zu sichern. Diese Botschaft stand im Mittelpunkt der gemeinsamen Veranstaltung der Bezirke Eisack- und Wipptal sowie Pustertal unter dem Titel „Industrie in Bewegung: Mit moderner Mobilität in die Zukunft“, die kürzlich beim BBT-Infopoint in der Festung Franzensfeste stattfand.

„In beiden Bezirken ist das produzierende Gewerbe mit fast 30 Prozent aller unselbstständig Beschäftigten der größte Arbeitgeber. Es sichert hochwertige Arbeitsplätze und attraktive Löhne. Leistungsfähige Infrastrukturen sind entscheidend, um Wachstum zu ermöglichen und damit auch Wohlstand und soziale Sicherheit für die Bevölkerung beider Bezirke zu gewährleisten. Darüber hinaus verbessert eine effiziente Mobilität die Möglichkeiten der Unternehmen, Mitarbeitende langfristig an sich zu binden und neue Fachkräfte zu gewinnen“, erklärte der Pustertaler Bezirksvertreter Peter Rech in seinem Grußwort.

Christian Krapf, Vertreter des Bezirks Eisack- und Wipptal, unterstrich bei der anschließenden Podiumsdiskussion die Auswirkungen einer effizienten Mobilität auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. „Eine leistungsfähige Mobilität ermöglicht es, Lieferungen an Kunden sowie die Beschaffung von Waren bei Lieferanten präzise zu planen. Die Einhaltung von Zeitplänen ist in einem zunehmend globalen Markt mittlerweile ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Besonders am Herzen liegen uns die Errichtung von Bahnhaltestelle in den wichtigen Industriezonen sowie die Erweiterung der Autobahnausfahrt Brixen/Industriezone“. An der Podiumsdiskussion, in der das Thema Mobilität aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet wurde, beteiligten sich auch Michael Beikircher (Beikircher Grünland GmbH), Martin Gruber (Gruber Logistics AG), Astrid Kofler (Rail Traction Company AG) und der Landesrat für Infrastrukturen und Mobilität, Daniel Alfreider.

„Das Thema muss ganzheitlich angegangen werden. Ziel ist es, eine effiziente Mobilität auf der Straße sowie auf der Schiene sicherzustellen und gleichzeitig den Schutz der Umwelt zu berücksichtigen. Das Land arbeitet weiterhin daran, mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern und gleichzeitig leistungsfähige sowie moderne Straßen- und Bahnverbindungen zu schaffen, die den Bedürfnissen der Bevölkerung und der Wirtschaft gerecht werden“, betonte Alfreider.

Auch im Bereich Mobilität brauche es einen innovativen Ansatz mit internationaler Perspektive. „Mobilität endet nicht an der Grenze, wie das Beispiel der Brennerachse zeigt. Es braucht Lösungen auf europäischer Ebene, um bestehende Infrastrukturen effizient zu nutzen und ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Es ist wichtig, weiterhin Visionen zu entwickeln und langfristig zu denken. Gleichzeitig müssen die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit bestehende und im Bau befindliche Infrastrukturprojekte optimal funktionieren können. Entscheidend ist beispielsweise, dass die Zulaufstrecken im Norden und im Süden des Brennerbasistunnels fertiggestellt werden“, betonte Markus Kofler, Vizepräsident des Unternehmerverbandes Südtirol mit Zuständigkeit für Infrastrukturen. Je nach Situation brauche es maßgeschneiderte Verkehrslösungen. Zudem müsse die Digitalisierung stärker genutzt werden, insbesondere um die Auswirkungen von Baustellen auf die Mobilität und die Abwicklung notwendiger Sanierungsarbeiten an bestehenden Infrastrukturen bestmöglich zu bewältigen.

Bezirk: Eisacktal, Pustertal, Wipptal

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