AFI-Barometer

Erwartungen quer durch die Bank zurückgeschraubt

Montag, 15. Februar 2021 | 10:34 Uhr

Bozen – Dass die Stimmung der Südtiroler Arbeitnehmerinnen und -nehmer auf das Niveau des ersten Lockdowns zurückgefallen ist, wurde vom AFI | Arbeitsförderungsinstitut bereits an anderer Stelle aufgezeigt. Wie nun aus dem Branchenspiegel des AFI-Barometers hervorgeht, haben alle Branchen ihre Erwartungen die wirtschaftliche Entwicklung Südtirols betreffend zurückgeschraubt. „Wir müssen davon ausgehen, dass diese starke Verunsicherung noch die ersten beiden Quartale 2021 entscheidend mitprägen wird“, sagt AFI-Direktor Stefan Perini. „Mit Ansteigen der Durchimpfungsrate, Rückkehr der warmen Monate und Lockerung der Einschränkungen dürfte sich das Stimmungsbild der Arbeitnehmer wieder aufhellen und uns langsam zu einer Situation wiedergefundener Lebensqualität führen.“

Hier geht es zur Grafik!

Nach dem Hoffnungsschimmer in den Sommer- und Herbstmonaten 2020, als die Perspektive bestand, dass nach und nach alles wieder in geregelte Bahnen kommen würde, sehen Südtirols Arbeitnehmer in der Winterausgabe des AFI-Barometers wieder mehrheitlich schwarz. Die wirtschaftliche Erholung verschiebt sich zeitlich nach hinten.

Die Erwartungen die wirtschaftliche Entwicklung in Südtirol in den nächsten zwölf Monaten betreffend, sinken in allen Branchen deutlich, vor allem im Baugewerbe (-38 Indexpunkte im Vergleich zum Vorjahr), aber auch im Gastgewerbe (-33) sowie im Handel (-28) und im Verarbeitenden Gewerbe (-23). Will heißen, nach heutigem Stand befürchten Südtirols Arbeitnehmer, dass die Wirtschaft auch im Jahr 2021 ihren Abwärtstrend fortsetzen wird. „Die Lohnabhängigen des öffentlichen Sektors und der Landwirtschaft zählen dabei noch zu den optimistischeren Kategorien. Die Aussichten besonders negativ schätzen die Arbeitnehmer im Bau- und im Gastgewerbe ein“, sagt Forscher Matteo Antulov, der das AFI-Barometer im Institut betreut. Der Verlauf der Indikatoren widerspiegle dabei recht datengetreu die goldenen Jahre der lokalen Wirtschaftsentwicklung, zeige aber auch die mit 2019 einsetzende Abschwächung und den Einbruch in Folge der Covid-19-Pandemie auf, präzisiert das AFI.

Wenig Positives gibt es auch im Hinblick auf die Beschäftigungsaspekte zu berichten. Viele Stimmungsindikatoren, welche den Arbeitsmarkt beschreiben, fallen auf das Niveau von Frühjahr 2020 zurück. Die Sorge, den Arbeitsplatz zu verlieren, hängt dagegen stark von der Branche ab. Diese Sorge wächst vor allem im Gastgewerbe, bleibt aber sowohl im öffentlichen Sektor als auch in den Privaten Dienstleistungen nahezu unverändert. Parallel dazu nimmt die Schwierigkeit zu, einen gleichwertigen Job zu finden. Diejenigen, die einen Arbeitsplatz haben, halten an diesem fest, und diejenigen, die in einer angeschlagenen Branche arbeiten, suchen verstärkt nach neuen Arbeitsperspektiven. In den letzten zwölf Monaten haben sich zum Beispiel laut Umfrage 23 Prozent der Lohnabhängigen im Gastgewerbe um einen neuen Job umgesehen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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14 Kommentare auf "Erwartungen quer durch die Bank zurückgeschraubt"


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Mikeman
Mikeman
Kinig
11 Tage 13 h

vielen ist ja gar nicht klar was da noch auf uns zukommt.Diese lockdowns werden noch unzählige Arbeitsplätze vernichten.Vielleicht werden die verantwortlichen mal zur Rechenschaft gezogen.

Faktenchecker
11 Tage 12 h

Ziehe das Virus zur Rechenschaft!

Offline
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Tratscher
11 Tage 11 h

@Mikeman…vielen ist leider auch gar nicht klar, dass sie durch ihr egoistisches und in höchsten Maße unverantwortliches Verhalten zum Erlass der Lockdowns maßgeblich beitragen und damit auch viele Menschen und Betriebe in große finanzielle Schwierigkeiten bringen.

Mikeman
Mikeman
Kinig
11 Tage 10 h

die soll fassen und nicht alles lahm legen, wohl total neben den Schuhen what??

Zugspitze947
11 Tage 7 h

Mikemännchen :verantwortlich sind die VERWEIGERER die sich nicht an die REGELN halten und dem Virus in die Hände arbeiten 🙁

bubbles
bubbles
Universalgelehrter
11 Tage 5 h

@Zugspitze947
Jaja ihr werdets auch noch verstehen. Später ist besser als nie.

der echte Aaron
der echte Aaron
Universalgelehrter
11 Tage 5 h

Verantwortlich sind eindeutig die Politiker, die haben es erst möglich gemacht das der Virus soo leicht von China einreißen konnte. Sie machten es möglich das EU Firmen in China produzieren und Wahre ohne Probleme einführen können…..teilweise ohne Zollgebühren. Aber die chinesische Industrie profitiert scheinbar sogar durch den Virus, Wirtschaft läuft wie noch nie zuvor.

Aurelius
Aurelius
Universalgelehrter
11 Tage 13 h

das ist erst der Anfang….

Rechner
Rechner
Universalgelehrter
11 Tage 11 h

du wirst dich täuschen. Die Menschheit hat eine enorme Resiglienz. Es wird abgehen wie eine Rakete…. Ach ja und die Armen werden arm bleiben und die Reichen reich. Daran wird sich nichts ändern

So sig holt is
So sig holt is
Universalgelehrter
11 Tage 11 h

des werrt no a haufen leit in ruin treiben… bravo, konn man lei klotschen mit enkern gelockdowne…

Offline
Offline
Tratscher
11 Tage 10 h

@So sig holt is….Einerseits hast du wegen “in der Ruin treiben” leider wahrscheinlich recht. Andererseits sind nicht Diejenigen, die diverse Lockdowns verfügen, allein Schuld, sondern maßgeblich Diejenigen, die mit ihrem eigenen Verhalten für ein Ausufern und damit die Unkontrollierbarkeit der Pandemie sorgen.

wouxune
wouxune
Universalgelehrter
11 Tage 11 h

Zurückschrauben ist gut. Viele hom nix mehr um zurückzuschrauben…Die Sparflamme ist erloschen

halihalo
halihalo
Superredner
11 Tage 12 h

wenn das so weiter geht können wir uns warm anziehen…dann wird auch so mancher Lockdownschreier kalte Füße bekommen !

der echte Aaron
der echte Aaron
Universalgelehrter
11 Tage 5 h

Für so eine Studie ist Geld genug da?……weiss eigentlich jeder mit einem normalen Hausverstand.

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