Von: luk
Meran – Am 21. Mai ist im Kurhaus in Meran das Jahrestreffen der Auditbehörden der von EU-Fonds kofinanzierten Programme zu Ende gegangen. Organisiert hatte die Veranstaltung heuer erstmals das Land Südtirol.
Am Treffen nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Europäischen Kommission, des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen – IGRUE, des Rechnungshofes, der territorialen Staatsbuchhaltung sowie nationale und regionale Auditbehörden teil. Die Veranstaltung zählt zu den wichtigsten technischen und institutionellen Austauschformaten zu Audit- und Kontrollsystemen der von der Europäischen Union finanzierten Programme.
“Südtirol ist ein zutiefst europäischer und grenzüberschreitender Raum, ein Ort der Begegnung verschiedener Kulturen, Sprachen und Traditionen”, betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher. “Die europäischen Fonds sind ein wesentliches Instrument, um die Entwicklung der Regionen zu begleiten, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, Innovation zu fördern und den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt auszubauen. Über öffentliche Kontrollen zu sprechen bedeutet, über die Verlässlichkeit der Institutionen, die Qualität der Verwaltung und den Schutz des Gemeinwohls zu sprechen.”
Im Mittelpunkt des Austauschs standen der Abschluss der Programmperiode 2014–2020, der Start der Tätigkeiten für die Programmperiode 2021–2027 sowie die Weiterentwicklung der Kontrollsysteme. Vertieft behandelt wurden unter anderem die Verlässlichkeit der Ausgaben, Fehlerarten, öffentliche Vergaben, Finanzinstrumente, risikobasierte Verwaltungsprüfungen, die Nutzung von Arachne+, Interessenkonflikte sowie die Koordination zwischen Audit- und Verwaltungsbehörden.
Im Programmzeitraum 2014–2020 wurden im Rahmen der Programme EFRE, ESF und Interreg im Land Südtirol insgesamt rund 370 Millionen Euro verwaltet. Das EFRE-Programm verfügte über Mittel in Höhe von rund 144 Millionen Euro, das ESF-Programm über mehr als 128 Millionen Euro. Das Programm Interreg Italien–Österreich stellte mit einer Gesamtausstattung von rund 98 Millionen Euro – einschließlich nationaler und territorialer Kofinanzierung – ein wichtiges Instrument der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit dar.
“Diese Zahlen bestätigen die Bedeutung der Audittätigkeit als wesentliches Instrument, um die Ordnungsmäßigkeit, Rechtmäßigkeit und Verlässlichkeit der an die Europäische Kommission gemeldeten Ausgaben sicherzustellen”, erklärte Generalsekretär Eros Magnago. “Die Kontrolltätigkeit trägt außerdem dazu bei, die Verwaltungs- und Kontrollsysteme zu stärken und die Wirksamkeit der ergriffenen Korrekturmaßnahmen sowie die institutionelle Zusammenarbeit mit den Verwaltungsbehörden weiterzuentwickeln.”
“Dass das jährliche Treffen der Auditbehörden erstmals in Südtirol stattfindet, ist eine besonders bedeutende Gelegenheit für den Austausch mit europäischen, nationalen und regionalen Institutionen, die in das Kontrollsystem der europäischen Fonds eingebunden sind”, erklärte Alice Lanziner, Direktorin der Auditbehörde für EU-Finanzierungen des Landes Südtirol. “Diese Treffen bieten die Möglichkeit, Herausforderungen, Methoden und operative Lösungen zu teilen sowie die Wirksamkeit der Kontrollen und die Harmonisierung der Ansätze zwischen den verschiedenen Auditbehörden zu stärken.”




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