Startschuss in Leifers

Grundsteinlegung für Kompetenzzentrum für Ausbildung und Sicherheit am Bau

Freitag, 24. April 2026 | 15:13 Uhr

Von: mk

Leifers – Mit der gestrigen Grundsteinlegung in der Industriezone Leifers fiel der offizielle Startschuss für das neue Kompetenzzentrum für Ausbildung und Sicherheit am Bau. Das Projekt des Paritätischen Komitees im Bauwesen (PKB) markiert einen Meilenstein für die Südtiroler Bauwirtschaft und stellt den Menschen konsequent in den Mittelpunkt: Ziel ist eine nachhaltige Sicherheitskultur mit der klaren Vision von null Unfällen auf Baustellen.

Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Sozialpartnerschaft nahmen an der feierlichen Zeremonie teil und unterstrichen damit die breite Unterstützung für das Projekt. In ihren Ansprachen hoben Präsident Markus Bernard, Vizepräsident Matteo Salvetti und Direktorin Patrizia Ghisoni Chinosi die strategische Bedeutung des Kompetenzzentrums hervor: als Ort moderner, praxisnaher Ausbildung, als Plattform für Austausch und Innovation sowie als zentraler Baustein einer zukunftsorientierten Sicherheitskultur im Bauwesen.

Auch in den Grußworten der politischen Vertreter wurde die Relevanz des Vorhabens deutlich betont. Der Bozner Bürgermeister und ehemalige langjährige Präsident des PKB, Claudio Corrara’, verwies insbesondere auf die zentrale Rolle des Sicherheitsverhaltens als entscheidenden Faktor für wirksame Prävention. Sicherheit entstehe nicht allein durch Vorschriften oder Technik, sondern vor allem durch das tägliche Handeln auf der Baustelle.

Die weiteren Wortmeldungen, insbesondere von Landeshauptmannstellvertreter Marco Galateo, Landesrätin Magdalena Amhof und dem Bürgermeister von Leifers, Giovanni Seppi, unterstrichen die Bedeutung einer engen und verlässlichen Zusammenarbeit zwischen Institutionen, Sozialpartnern und Unternehmen. Hervorgehoben wurde dabei, dass die kontinuierliche Weiterentwicklung von Ausbildung und Prävention eine zentrale Voraussetzung ist, um den wachsenden Anforderungen der Bauwirtschaft gerecht zu werden und langfristig Qualität sowie Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Einigkeit bestand darin, dass mit dem neuen Kompetenzzentrum ein nachhaltiger und zukunftsweisender Impuls gesetzt wird, für höhere Sicherheitsstandards, eine moderne Fachkräfteentwicklung und eine noch stärkere Verankerung der Präventionskultur im Bauwesen. Das neue Kompetenzzentrum baut auf einer jahrzehntelangen Entwicklung auf: Seit seiner Gründung 1989 steht das PKB für enge Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen. Diese Sozialpartnerschaft bildet bis heute das Fundament für Fortschritte in Ausbildung, Beratung und Arbeitssicherheit. Die steigenden Anforderungen der Branche machen eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Qualifizierung unerlässlich.

Aktuelle Zahlen unterstreichen die wachsende Bedeutung dieser Arbeit: Die Ausbildungsangebote und Teilnehmerzahlen sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen, ebenso die Beratungstätigkeit auf Baustellen. Gleichzeitig zeigt sich, dass verstärkte Prävention konkrete Wirkung entfaltet, insbesondere bei der Reduktion schwerwiegender Risiken.

Das neue Zentrum wird diese Entwicklung gezielt weiterführen. Geplant ist eine innovative Lernumgebung, in der reale Arbeitssituationen simuliert und digitale Werkzeuge integriert werden. Ziel ist es, Wissen nicht nur zu vermitteln, sondern in konkretes Handeln zu übersetzen. Neben der fachlichen Qualifizierung versteht sich das Zentrum auch als Ort der Begegnung, des Austauschs und der gemeinsamen Verantwortung. Ausbildung wird dabei als ganzheitlicher Prozess gesehen, der neben Fachkompetenz auch Bewusstsein, Teamarbeit und Verantwortungsgefühl stärkt.

Die symbolische Grundsteinlegung mit Zeitkapsel und Segnung bildete den Höhepunkt der Veranstaltung, gefolgt von Gesprächen und Austausch unter den Teilnehmenden. Mit dem neuen Kompetenzzentrum entsteht in Leifers eine zukunftsweisende Infrastruktur für die gesamte Bauwirtschaft Südtirols, getragen von dem gemeinsamen Anspruch, Sicherheit als gelebte Kultur zu verankern und den Menschen in jeder Phase des Bauens zu schützen.

Bezirk: Überetsch/Unterland

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