Haushaltsgesetz führt zu Diskussionen

Handwerker fordern Verlängerung der Super-Abschreibung 

Freitag, 16. November 2018 | 12:23 Uhr

Bozen – Die Fortsetzung der Super-Abschreibung steht auf wackligen Beinen. Die finanzielle Unterstützung beim Kauf von neuen, abschreibbaren Wirtschaftsgütern könnte schon bald der Vergangenheit angehören. Zu großem Unmut der Handwerker.

Das neue Haushaltsgesetz sieht im aktuellen Entwurf nur die Verlängerung der Mega-Abschreibung in Höhe von 250 Prozent für Industrie 4.0 vor. Die Super-Abschreibung wurde bereits im Jahr 2018 von 140 auf 130 Prozent gekürzt. Für 2019 soll diese Förderschiene endgültig abgeschafft werden. Die italienischen Handwerker reagieren mit Protest auf dieses Vorhaben.

Gemeinsam mit dem lvh hat der nationale Handwerkerverband Confartigianato einen Abänderungsantrag eingereicht, indem sich die Verbände für eine Verlängerung der Super-Abschreibung einsetzen. Investitionsbeiträge für Wirtschaftsgüter stellen für zahlreiche Handwerksbetriebe ein substantielles Hilfsmittel dar. Vor allem wenn es um das langfristige Unternehmenswachstum geht. Die bis Ende des Jahres gültige Super-Abschreibung mit 2019 zu kippen, würde dieses Wachstumspotential enorm einschränken.

Thomas Pardeller, Direktor im lvh erläutert: „Die Super-Abschreibung stellt für die Betriebe ein wertvolles Instrument dar. Stehen mehr Amortisierungsmittel zur Verfügung, steigen auch die Investitionen. Gerade in den letzten Jahren hat diese Maßnahme einen bedeutenden Anreiz dargestellt, um die Investitionen nach der Rezessionsphase wieder anzukurbeln. Es wäre sehr wichtig, diese Investitionsbeihilfe für ein weiteres Jahr zu garantieren.“

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "Handwerker fordern Verlängerung der Super-Abschreibung "


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berthu
berthu
Superredner
23 Tage 5 h
Das nutzt nur wenigen. Zuerst muß mal der Wert der Anlagegüter nicht mehr als Basis für die Steuerfestsetzung hergenommen werden. Auch weil sich diese Güter von Jahr zu Jahr entwerten, bzw abnutzen. Bisher wird der Einkaufswert für die Steuerfestsetzung hergenommen. Außerdem muß die Besteuerung eines Lagerzuwachses aus der Besteuerung genommen werden und für das Lager jährlich ein Verlustbetrag absetzbar sein. Die Betriebe können nicht ohne Lagerwirtschaft flexibel arbeiten. Durch die Besteuerung ist das aber total unbezahlbar, und es fahren tausende unterbezahlte Frächter mit kleinen Päckchen im 24h-Turnus im Land herum. Anstatt auf den Warenpreis zu verdienen, kassiert der Staat bis… Weiterlesen »
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