Von: luk
Ritten – Die diesjährige Versammlung stand im Zeichen aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen. In bewegten Zeiten gewinnt die Familie zunehmend an Bedeutung – ebenso wie der Auftrag vom Haus der Familie. Angesichts wachsender Unsicherheiten, Zukunftsängste und steigender Belastungen im Alltagsleben wird der Bedarf an Gemeinschaft, Orientierung und Halt immer größer. Das Haus der Familie versucht seiner Aufgabe gerecht zu werden: Es schafft Räume für Bildung, Begegnung und Sinn – als Ort, an dem Menschen wachsen, Persönlichkeitsentwicklung erfahren und Geborgenheit finden, so Präsident Heiner Oberrauch in seiner Rede an die Versammlung.
Zugleich stellt der demografische Wandel, insbesondere im Bereich Integration, eine zentrale Herausforderung dar. Eine gesellschaftliche Entwicklung, auf die Südtirol noch wenig Antworten hat. Auch hier übernimmt das Haus der Familie Verantwortung und gestaltet aktiv gesellschaftliche Veränderung mit, wie zum Beispiel mit dem Angebot von verschiedenen Kochkursen aus anderen Kulturen und Ländern.
Ein Blick auf das vergangene Jahr zeigt eine äußerst positive Entwicklung: Insgesamt wurden knapp 700 Veranstaltungen durchgeführt, 17.000 Teilnehmertagen verzeichnet und über 80.000 Essen ausgegeben. Diese Zahlen belegen eindrucksvoll die hohe Nachfrage und die wichtige gesellschaftliche Rolle der Einrichtung. Die thematischen Schwerpunkte lagen weiterhin auf Familie und Erziehung, Partnerschaft sowie Persönlichkeitsentwicklung. Besonders dynamisch entwickelte sich zudem das berufliche Weiterbildungsangebot im Sozial- und Gesundheitsbereich.
Im Zuge der Vollversammlung wurde die bestehende Führung in ihrem Amt bestätigt: Heiner Oberrauch wird für weitere drei Jahre dem Haus der Familie als Präsident vorstehen. Unterstützt wird er von Vizepräsident Harald Mengin sowie den Vorstandsmitgliedern Rosmarie Karbon, Judith Bertagnolli und Manuela Weber. Der neue Vorstand hat sich zum Ziel gesetzt, auf die Veränderung der Gesellschaft einzugehen und verstärkt auf die „Neuen Süditroler:innen“ einzugehen.
Ein besonderer Dank gilt Direktor Gernot Psenner sowie dem geistlichen Rektor Toni Fiung mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit großem Engagement, fachlicher Kompetenz und gelebter Herzlichkeit, Lichtenstern am Ritten zu einem Ort der seelischen, körperlichen und geistigen Tankstelle machen: Wo Bildung zum Erlebnis wird.
Im Anschluss an die Vollversammlung wurde in der Waldkirche dem Gründungspräsidenten Benedikt Gramm und den anderen verstorbenen Mitgliedern des Vereines „Haus der Familie“ gedacht.




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