„Auch Südtirols Lebensmittelgeschäfte mit lokalen Produkten beliefern“

hds unterstützt neues Projekt einer nachhaltigen EU-Lebensmittelpolitik

Donnerstag, 04. Oktober 2018 | 11:55 Uhr

Bozen – „Qualität, lokale Produkte und Kreisläufe, kurze Transportwege, Nachhaltigkeit, Rückverfolgbarkeit der Produkte, Transparenz sowie persönlicher Kontakt – kurzum Vertrauen gegenüber Produkt, Händler und Produzent werden bei den Konsumenten immer wichtiger, so auch in Südtirol“, betont in einer Aussendung Philipp Moser, der Präsident des hds – Handels- und Dienstleistungsverbandes Südtirol.

Von daher geht für den hds das neue Pilotprojekt in Sachen nachhaltiger EU-Lebensmittelpolitik in die richtige Richtung. Immerhin ist laut Studien Vertrauen beim Einkauf für neun von zehn Konsumenten ein zentrales Entscheidungskriterium, so der hds. Die Initiative mit der neuen Marke „local & fair“, die diese Woche angekündigt wurde, soll in Südtirol eine Vorzugsschiene für regionale und nachhaltige Nahrungsmittel schaffen.

Es gilt, Südtirols Lebensmitteleinzelhändler und einheimische Bauern näher zu bringen, um somit der steigenden Nachfrage der Kundschaft vor allem nach lokalen, saisonalen Frischeprodukten, wie z.B. Obst oder Gemüse, gerecht zu werden, so der hds. „Die Abnehmer im Einzelhandel müssen allerdings auf ein verlässliches Angebot zählen können. Und bisher ist es in den seltensten Fällen gelungen, Produktion und Vertriebsstruktur effizient und kontinuierlich zu garantieren“, erklärt Moser. Das müsse sich ändern. Der hds hatte bereits im vergangenen Jahr das Pilotprojekt „Wer weit denkt, kauft nah ein“ gemeinsam mit dem Südtiroler Bauernbund lanciert, bei dem es darum ging, landwirtschaftliche Produkte in den Geschäften zu vertreiben.

Südtirols Handel mit seinen vielen Klein- und familiengeführten Betrieben im Lebensmittel- und Gemischtwarenbereich setzt auf diese Entwicklung. „Die Bauern können dabei mit landesweit 300 Lebensmittelgeschäften auf ein flächendeckendes Netz zurückgreifen. Ein Netz, das es anderswo nicht mehr gibt“, erinnert der hds-Präsident. So etwa in Nordtirol: Dort gibt es in 57 Gemeinden (zehn davon haben mehr als 1000 Einwohner) kein Geschäft mehr.

Der hds ist überzeugt, dass dieses neue Projekt letzten Endes auch die Nahversorgung stärken und auch dafür sorgen kann, dass Orte und Dörfer noch lebendig, lebenswert und attraktiv für Einheimische, Besucher und Gäste sind. „Hier schließt sich der regionale Kreislauf“, so der hds-Präsident abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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