IDM will Holzsektor in Südtirol stärken

„Holz ist ein Baumaterial für die Zukunft“

Freitag, 27. Februar 2026 | 10:41 Uhr

Von: mk

Bozen/Köln – Bauen mit Holz ist klimafreundlich und umweltschonend; deshalb will das Land den Holzbau laut Klimaplan 2040 forcieren. IDM Südtirol unterstützt dieses Ziel, indem sie die Weiterentwicklung des Südtiroler Holzsektors fördert und so die Wettbewerbsfähigkeit und Sichtbarkeit dieser Branche erhöht. Jüngste Maßnahme: Ein Messebesuch von rund 20 Südtiroler Unternehmen des Sektors Holz bei der renommierten Branchenleitmesse Dach+Holz International in Köln. Die Teilnehmer konnten sich dort über aktuelle Entwicklungen, Innovationen und Trends im Holzbau informieren und mit Vertretern des deutschen Holzbaus austauschen.

Südtirols Holzbranche ist ein wichtiger Wirtschafts- und Produktionssektor des Landes. Mit einem Jahresumsatz von rund 1,4 Milliarden Euro sind die Betriebe des Sektors „Forst & Holz“ wirtschaftlich sehr stark unterwegs. Gleichzeitig ist die Kompetenz in der Verarbeitung dieses nachhaltigen Rohstoffes, der in Südtirol schon seit Jahrhunderten genutzt und gestaltet wird, sehr hoch. Als Anbieter spezialisierter hochwertiger Produkte und Dienstleistungen mit Südtirol-Bezug dürfen die Unternehmen der Holzbranche seit 2024 unter der Marke Südtirol auftreten und so hohe Qualitätsstandards signalisieren sowie ihre starke Verbundenheit mit der Region zeigen.

„Holz ist aber nicht nur eng mit der Bautradition in Südtirol verbunden; es ist auch ein Baumaterial für die Zukunft. Holz wächst nach, fungiert als CO2-Speicher und reduziert so den ökologischen Fußabdruck von Gebäuden deutlich. Außerdem ist es eine lokale Ressource, welche die nachhaltige Waldbewirtschaftung fördert“, sagt Margit Gamper, Direktorin Business Development von IDM. „Das sind alles gute Gründe, um die Holzbauweise im privaten und öffentlichen Bereich zu befürworten, wie es ja auch der Klimaplan 2040 sowie das aktuelle Regierungsprogramm der Südtiroler Landesregierung vorsehen.“

Südtirol liegt im Holzbau im Vergleich zum DACH-Raum allerdings zurück. Während die Holzbauquote dort bei rund 30 Prozent steht, beträgt sie in Südtirol derzeit lediglich etwa 10 Prozent. „Es gibt also Handlungsbedarf“, so Gamper. Um die Holzwirtschaft zu stärken und die Holzbauquote zu erhöhen, setzt IDM ein innovatives Programm um – nicht zuletzt in ihrer Funktion als Koordinatorin der Südtirol-weiten Arbeitsgruppe ProRamus, die sich mit der Holzwirtschaft als strategischem Sektor beschäftigt. Der Wissenstransfer durch den Besuch von Referenzveranstaltungen samt Austausch mit der Branche ist dabei ein wichtiger Ansatz.

Die Messe Dach+Holz in Köln, zu der IDM die Südtiroler Holzunternehmen begleitet hat, zählt zu den wichtigsten Branchentreffs für Zimmerer, Holzbauunternehmen und Holzhausbauer im deutschsprachigen Raum und bietet einen umfassenden Überblick über den Sektor. Neben dem Messebesuch stand der fachliche Austausch im Mittelpunkt der Initiative, etwa mit Gerd Renz, dem Präsidenten von Holzbau Baden-Württemberg, oder mit Peter Aicher, dem Präsidenten von Holzbau Bayern. Die beiden gaben den Südtiroler Unternehmern Einblicke in die aktuelle Marktentwicklung, Rahmenbedingungen und Zukunftsperspektiven des Holzbaus in ihren Bundesländern.

Auf dem Programm 2026 von IDM steht zudem eine Fachexkursion nach Bayern zum Bau von öffentlichen Gebäuden mit der Ressource Holz. Eingeladen werden sollen Verantwortliche des öffentlichen Bauens aus Südtirol sowie Mitglieder der Landesregierung. Diese bemüht sich in besonderem Maße um die Förderung des Holzbaus. So wurde vor Kurzem der Südtiroler Holzbaufonds eingerichtet, um den Einsatz von Holz insbesondere im öffentlichen Bau zu erhöhen. Der Fonds richtet sich an öffentliche Gebietskörperschaften, Körperschaften ohne Gewinnabsicht sowie kirchliche und gemeinnützige Einrichtungen und unterstützt Bauvorhaben mit öffentlicher Nutzung und gemeinnützigen Mietwohnungen.

Bezirk: Bozen

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