Bevölkerung einbinden

Jede Gemeinde erhält Nachhaltigkeitsbeauftragten

Donnerstag, 13. Januar 2022 | 13:53 Uhr

Bozen – Die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes und die Umsetzung auf Gemeindeebene stand heute im Zentrum einer Video-Veranstaltung mit LH Kompatscher. Jede Gemeinde erhält einen Nachhaltigkeitsbeauftragten.

Alle 116 Gemeinden waren heute (13. Jänner) zu dem Online-Meeting in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Gemeindenverband eingeladen, in dem Landeshauptmann Arno Kompatscher den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern noch einmal die wichtigsten Punkte der Nachhaltigkeitsstrategie der Landesregierung erläuterte. Zentrales Thema war auch, wie die konkrete Umsetzung in den Gemeinden erfolgen kann.

“Als Landesverwaltung und insbesondere auf Gemeindeebene arbeiten wir bereits jeden Tag im Sinne der Nachhaltigkeit. Ziel ist es aber, mehr Struktur in diese Zusammenarbeit zu bringen”, stellte Landeshauptmann Kompatscher klar. “Es geht darum, dass wir – Land und Gemeinden – uns gemeinsam auf den Weg machen und dabei auch die Bürgerinnen und Bürger miteinbeziehen.”

Bevölkerung einbinden

Es brauche Menschen, die den Weg der Politik mitgehen: “Es geht darum, Akzeptanz für politische Maßnahmen zu schaffen und Eigeninitiative zu fördern”, unterstrich Landeshauptmann Kompatscher. Aus diesem Grund sollen die Nachhaltigkeitsbemühungen auf Gemeinde- und Bezirksebene institutionalisiert werden: Als Ansprechpartner für den Gemeindeverband und die Landesverwaltung ist jede Gemeinde in Südtirol aufgerufen, bis Ende März eine bzw. einen Nachhaltigkeitsbeauftragte bzw. Nachhaltigkeitsbeauftragten zu ernennen. Es sollte ein Mitglied des Gemeindeausschusses sein.

In einem weiteren Schritt ist vorgesehen, dass eine Arbeitsgruppe der Nachhaltigkeitsbeauftragten der Gemeinden einen “Leitfaden für die Erreichung der SDGs für die Südtiroler Gemeinden” erarbeitet. Durch die Bildungsausschüsse soll die Einbindung der Bevölkerung gewährleistet werden. Im aktualisierten Entwurf des Klimaplans Südtirol, der derzeit ein partizipatives Verfahren durchläuft, ist zudem vorgesehen, dass Südtirols Gemeinden bis 2024 am Programm KlimaGemeinden teilnehmen oder als Mindeststandard eine “Energiebuchhaltung” einführen.

Viele Initiativen auf Gemeindeebene

Südtirol mit seiner Wasserkraft, den kleinen Wirtschaftskreisläufen und lebendigen Gemeinden habe gute Voraussetzungen, um beim Thema Nachhaltigkeit vorne mitzumischen: “Wir beginnen nicht bei null. Vor allem auf Gemeindeebene gibt es schon seit Jahren viele Initiativen für ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit”, unterstrich der Landeshauptmann. Als Leitlinien für das Regierungshandeln dienen Südtirol die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDG-Sustainable Development Goals). Dabei gilt der Grundsatz, dass bei Verfolgung eines Ziels kein signifikanter Schaden für ein anderes Ziel verursacht werden darf. “Die Eindämmung des Klimawandels, der Erhalt der Artenvielfalt, die Schaffung einer solidarischen und kulturell vielfältigen Gesellschaft, die gerechte Verteilung von Ressourcen, Einkommen und Chancen sowie eine wettbewerbsfähige Wirtschaft nach Kreislaufprinzipien sind die fünf wichtigsten Herausforderungen, die sich für Südtirol stellen”, erklärte Kompatscher. Auch sollten sich die Gemeinden bei der Erarbeitung der Gemeindeentwicklungsprogramme an den UN-Nachhaltigkeitszielen orientieren.

Als wichtige Neuerung verwies Kompatscher auf den SDG Tracker: 82 (von insgesamt 247) statistische Messgrößen werden in Südtirol derzeit bereits in Zusammenarbeit mit dem Landesstatistikinstitut ASTAT gemessen: “Dieses Instrument wird uns in den nächsten Jahren begleiten, damit wir sehen, wo wir stehen und wie wir uns im Bereich Nachhaltigkeit entwickeln”, sagte der Landeshauptmann.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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8 Kommentare auf "Jede Gemeinde erhält Nachhaltigkeitsbeauftragten"


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traktor
traktor
Universalgelehrter
15 Tage 13 h

und wieder ein sessel der gewärmt werden muss, und auf der gehaltsliste der steuerzahler steht!😠

So ist das
15 Tage 1 h

Das dachten sich sicher viele.
Ausserdem hört sich ein Politiker eigentlich zu, wenn er schöne Reden hält 🤔

nuisnix
nuisnix
Kinig
14 Tage 23 h

es ist nicht immer alles schlecht und manches sollte auch mal bis zum ende durchgelesen werden, bevor mit der kritikkeule schamlos darübergefahren wird!
diese funktion soll schließlich von bereits beauftragten referenten bekleidet werden, welche dafür ja bereits bezahlt werden und nichts extra kosten werden!

Dolomiticus
Dolomiticus
Superredner
15 Tage 13 h

Jede? Auch Mühlbach, damit er/sie dann die Harleys aus Vals verjagen kann? Dann ist ja gut…

faif
faif
Superredner
15 Tage 13 h

…bitte glei in terlan in einsotz stellen….do wärd olleweil größtenwahnsinnig a gewerbezone erweitert um bozen industriezone konkurrenz zu mochen.
also “nochholtig hoach3”

halihalo
halihalo
Universalgelehrter
15 Tage 13 h

dann hoffen wir das den Nachhaltigkeitsbeauftragten auch Gehör geschenkt wird und das sie mehr Respekt vor der Natur haben denn so kann es nicht weitergehen ! es werden so viele Bäume gefällt in Städten und am Land

Wunder
Wunder
Grünschnabel
15 Tage 14 Min

…ein erster Schritt…
Bleibt zu hoffen, dass die Beautragten eben im Sinne der Nachhaltigkeit handeln und entscheiden und nicht im Sinne eigener Interessen oder der ihrer Lobbys…

Chriss
Chriss
Grünschnabel
14 Tage 17 h

Dann hoffe ich mal das man in den
Gemeinden mit großen Obstbauflächen nicht den Bock zum Gärtner macht! Laut
neuem Pestizidatlas 2022 sind der Obst- und Weinbau diejenigen, welche am
meisten Pestizide einsetzen.

 

https://www.deutschlandfunk.de/pestizidatlas-2022-100.html

 

Noch etwas am Rande. War kürzlich entlang von
Obstanlage Spazieren und kam dabei an Anlagen vorbei, welche gerade neu
angelegt wurden. Auf dem Boden der neu angelegten Obstanlagen befanden sich
viele grüne Plastikseile, mit welchen die Bäume an Bambusstangen befestig
waren. Glaube kaum das diese vom Bauern aufgesammelt und richtig entsorgt
werden. Ich denke eher das beim nächsten mulchen alles untergearbeitet wird. So
viel zum Thema Landschaftspfleger. 

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