Von: mk
Latsch – Diese Woche begann im Vinschgau die Ernte der Original Vinschger Marille. “Nach Ausfällen 2024 und einer guten Saison 2025 rechnen wir 2026 erneut mit einer guten Erntemenge von circa 370 Tonnen. Davon entfallen rund 210 Tonnen auf die Original Vinschger Marille; weitere 160 Tonnen entfallen auf die Vinschger Bergmarillen und hier vor allem auf die Sorten Goldrich und Orangered”, so Sabrina Gamper, die Produktmanagerin Marillen bei VIP. In puncto Qualität ist VIP zuversichtlich und erwartet eine gute Fruchtqualität mit hervorragendem Geschmack. Die Marillen blieben von großen Frostausfällen verschont. Aufgrund des warmen Frühjahrs begann die Ernte, ähnlich wie auch bei anderen unserer saisonalen Produkte, heuer einige Tage früher als letztes Jahr. Entscheidend für das endgültige Ergebnis sind jedoch die kommenden zwei Wochen, die hoffentlich trockenes Wetter und damit gute Bedingungen für die Qualität der Marillen in der finalen Phase bescheren werden.
Anbaubedingungen und Geschmack
Die rund 84 Marillenbauern des Tales bewirtschaften 40 Hektar auf Höhenlagen zwischen 500 m und 1.200 m. Das trockene Klima, die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sowie die geringe Luftfeuchtigkeit sorgen für den besonderen Geschmack und schützen gleichzeitig vor Pilzkrankheiten. Die Ernte erfolgt in mehreren Durchgängen, je nach Reifestand alle zwei bis vier Tage, um den optimalen Geschmack jeder Frucht sicherzustellen.
Sortenvielfalt
Die Original Vinschger Marille besticht durch ihr süß-säuerliches, ausgeprägtes Aroma, während die Vinschger Bergmarillen mit saftig-süßem Geschmack und rötlicher Färbung überzeugen. “Durch die moderne Sortieranlage in der Genossenschaft GEOS in Schlanders werden alle Marillen nach Farbe, Gewicht und Größe klassifiziert. So garantieren wir gleichbleibend hohe Qualität – von der handverlesenen Premiumware bis zur Industrieware,” ergänzt Gamper.
Vermarktung und Bezugsquellen
Die Vermarktung erfolgt zentral über VIP – Verband der Vinschger Obst‑ und Gemüseproduzenten. “Unsere Frischware ist im Direktverkauf der Genossenschaften in Kastelbell, Eyrs, Schlanders und Martell sowie auf Vorbestellung in Latsch erhältlich. Darüber hinaus ist sie im Vinschger Bauernladen und im regionalen Fachhandel erhältlich. Während die Verarbeitungsware an viele Stammkunden von Brennereien und Marmeladeproduzenten geliefert wird,” erklärt Sabrina Gamper.
Zudem ist VIP am 1. und 2. August wieder mit einem Marktstand beim traditionellen Marmor & Marillenfest in Laas vertreten. Das Fest, das im letzten Jahr sein 25-jähriges Bestehen feierte, zählt zu einem Highlight im Vinschger Veranstaltungskalender und zieht jährlich Besucher aus ganz Südtirol sowie zahlreiche Urlaubsgäste an.




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