„Ein Entgegenkommen der Politik ist dringend nötig“

Körperpflege: Die Schließung ist nicht tragbar

Donnerstag, 12. November 2020 | 18:40 Uhr

Bozen – Und wieder treffen die Entscheidungen der Politik den Sektor der Körperpflege hart: Der bereits schwer vom Frühjahr gebeutelte Sektor muss wohl wieder die Türen geschlossen halten. „Diese Entscheidung ist für die Betriebe finanziell nicht tragbar. Ein Entgegenkommen der Politik ist dringend nötig“, fordern der lvh Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister und CNA-SHV Südtiroler Vereinigung der Handwerker und Kleinunternehmen.

Der Sektor der Körperpflege gehörte im Frühjahr zu einem der am schwersten von der Corona-Krise getroffenen Bereiche. Die Betriebe waren die ersten, die schließen mussten und gehörten zu den Schlusslichtern, wenn es um die Wiedereröffnung ging. Das gleiche Schicksal scheint ihnen jetzt zu wiederfahren. „Diese Entscheidung können wir so nicht hinnehmen“, betont lvh-Präsident Martin Haller. „Es handelt sich hauptsächlich um kleine Betriebe, für die eine weitere Schließung finanziell keinesfalls verkraftbar ist. Wir fordern ein Entgegenkommen der Politik. Es sollte entweder eine Anpassung folgen, oder den betroffenen Betrieben eine Ausgleichzahlung zustehen.“

shutterstock

„Die Professionalität unserer Betriebe ist nicht anerkannt worden“, sagt CNA-SHV-Präsident Claudio Corrarati. „Der Schaden, der dadurch entsteht, ist irreparabel. Aus diesem Grund ist die wirtschaftliche Unterstützung äußerst dringend und soll dazu dienen, die Fixkosten der Betriebe, die fehlende Liquidität und die Vorauszahlungen der Lohnausgleichzahlungen auszugleichen. Und das in einem Monat, in dem die Betriebe viele Steuern zahlen müssen.“

Die Schließung der Körperpflegebetriebe bedeutet ebenso das Fehlen von wichtigen Dienstleistungen wie zum Beispiel der Fußpflege von älteren Menschen, Diabetikern und Personen mit Beeinträchtigungen. „Es ist wichtig, sofort eine Lösung für diese dringend notwendigen Eingriffe zu finden. Zum einen, um die Gesundheit unserer Kunden nicht zu gefährden und zum anderen das Gesundheitssystem nicht weiter zu belasten. Eine Ausnahmeregelung für diese Tätigkeit wäre wünschenswert und sinnvoll“, beteuert Karin Ploner, Obfrau der lvh-Schönheitspfleger.

Von: ka

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

3 Kommentare auf "Körperpflege: Die Schließung ist nicht tragbar"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
rapunzel191
rapunzel191
Tratscher
14 Tage 17 h

Ist doch eine riesen sauerei die herren politiker tun so als ob die salons verseuchte orte wären. 🤔schon komisch dass in tirol friseure arbeiten dürfen?könnte sein dass sie dort weniger verseucht sind, oder die entscheidungsträger vernünftiger denken.

Doolin
Doolin
Grünschnabel
14 Tage 15 h

…nor schaugmir alle bald aus wia Sandler…
😱

thomas
thomas
Universalgelehrter
14 Tage 3 h

die Sauerei ist wohl, dass dazu nicht Befugte z.B. Fusspflege bei Diabetikern machen….das ist unverantwortlich! Da wird so viel Schaden angerichtet. Patienten dürfen nur von sanitären Berufsbildern behandelt werden!

wpDiscuz