„Mundschutz, Hygiene und Handschuhe gehören zum Berufsalltag“

Körperpflegeberufe: lvh fordert Lockerungen

Montag, 23. November 2020 | 17:11 Uhr

Bozen – Nach dem großen Erfolg des Südtiroler Massenscreenings und vor allem der geringen Anzahl an Infizierten soll die Öffnung weiterer Tätigkeiten in Aussicht gestellt werden – so lautet die Forderung des Wirtschaftsverbandes Handwerk und Dienstleister (lvh.apa).

Bereits im Frühjahr mussten Südtirols Schönheitspfleger, Friseure, Tattoo- und Nailstudios für mehrere Wochen schließen. Dasselbe Schicksal erleben sie seit Anfang November, als ein Landesdekret die Ausübung ihrer Tätigkeiten aufgrund von Covid-19 verbietet. Das Ergebnis der Massentests weckt nun neue Hoffnung unter den Körperpflegeberufen. „Die Gesundheit der Südtiroler Bürger steht natürlich an erster Stelle und wir haben sehr viel Geduld bewiesen, obwohl wir wiederum die ersten waren, die ihre Studios und Salons schließen mussten. Nun erwarten wir allerdings eine baldige positive Entscheidung, was die Wiederaufnahme unserer Arbeit angeht“, unterstreicht die Obfrau der Berufsgruppe Körperpflege Monika Lardschneider.

Auch lvh-Präsident Martin Haller spricht sich für eine so schnell wie mögliche Öffnung aus: „Der Bereich der Körperpflege ist einer jener Sektoren, der seit jeher höchste Hygiene- und Sicherheitsmaßstäbe einhält und lebt. Mundschutz, Hygiene und Handschuhe gehören zum Berufsalltag. Termine werden auf Vormerkung vergeben, sodass es selten zu Menschenansammlungen kommt. Es ist jetzt an der Zeit, diesen Berufen Perspektiven zu bieten. Dies gilt sowohl für die Öffnung ihrer Betriebe als auch für die finanzielle Unterstützung für die Dienstleistungsausfälle.“ Was die Hilfspakete für den Sektor angeht, sei der lvh in engem Austausch mit nationalen als auch lokalen politischen Vertretern. „Unser Bestreben ist es, für all jene Betriebe, die kein staatliches Hilfspaket in Anspruch nehmen können, eine Unterstützung auf Landesebene auszuarbeiten“, erklärt Haller.

Der lvh hofft, dass die Landesregierung diese Woche richtige und wichtige Entscheidungen treffen wird – im Sinne der Wirtschaft, aber auch der Gesellschaft. „Wir bejahen eine strukturierte schrittweise Öffnung. Dennoch muss die Wirtschaft schnell wieder in Schwung gebracht sowie die Beschäftigung und die Kaufkraft der Menschen gesichert werden. Insofern ist auch die Öffnung der Handelsbetriebe ein erforderlicher Schritt. Wesentlich ist jetzt ein klarer Plan mit Öffnungsterminen und Fristen, damit Unternehmer wie Arbeitnehmer wieder eine Perspektive haben“, ist der lvh-Verbandschef überzeugt.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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