Dem Pflegenotstand entgegenwirken

Krankenpflegeausbildung: Weitere geförderte Studienplätze in Innsbruck

Freitag, 24. September 2021 | 18:04 Uhr

Bozen – Um dem Pflegenotstand entgegenzuwirken fördert das Land in den kommenden drei Jahren 90 Ausbildungsplätze für Studierende aus Südtirol an der Fachhochschule für Gesundheitsberufe in Innsbruck.
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­Nach einem ersten Paket von 18 vom Land finanzierten Studienplätzen für Gesundheits- und Krankenpflege in Innsbruck im Jahr 2020 hat die Landesregierung die Anzahl der reservierten Plätze für die kommenden drei Jahre erhöht: So finanziert das Land 2021, 2022 und 2023 jeweils dreißig Studienplätze an der FH für Gesundheitsberufe in Innsbruck.

“Wir ermöglichen dadurch einerseits, dass mehr Südtiroler Studentinnen und Studenten die Ausbildung absolvieren können. Durch die mit dem Studienplatz verknüpfte Dienstverpflichtung erhöhen wir andererseits auch die Chance, dass diese Fachkräfte im Südtiroler Gesundheitswesen Fuß fassen und längerfristig hierbleiben”, betont Landesrat Thomas Widmann. Auf Grund einer Berechnung der Pflegedirektion des Südtiroler Sanitätsbetriebes werden in den nächsten fünf Jahren bis zu 550 Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger in den Ruhestand treten.

Der Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege an der Fachhochschule für Gesundheitsberufe in Innsbruck erstreckt sich über sechs Semester und wird mit dem Erwerb eines Bachelor-Titels abgeschlossen. Die Inanspruchnahme der Studienplätze ist an die Verpflichtung gebunden, innerhalb von fünf Jahren nach abgeschlossenem Studium für drei Jahre im Südtiroler Gesundheitsdienst zu arbeiten. Der Südtiroler Sanitätsbetrieb verpflichtet sich “innerhalb eines Jahres ab Antrag der betreffenden Personen ein entsprechendes Wettbewerbsverfahren durchzuführen”, wie es im entsprechenden Dekret heißt. Am Ende des Studiums winkt also ein fixer Arbeitsplatz.

Das Angebot des Landes beinhaltet die Übernahme der gesamten Kosten eines Studienplatzes und der Studiengebühren. Zudem hat die Landesregierung in ihrer Sitzung vom 21. September eine zusätzliche Erleichterung beschlossen. Das erste Studienjahr, in dem die Abbruchquote aufgrund einiger besonders umfangreicher und schwieriger Prüfungen am höchsten ist, wird von der bisher geltenden Pflicht einer Rückerstattung von 50 Prozent des bis dahin finanzierten Betrages ausgenommen.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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10 Kommentare auf "Krankenpflegeausbildung: Weitere geförderte Studienplätze in Innsbruck"


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brunner
brunner
Universalgelehrter
26 Tage 6 h

Einen Riesenpalast Namens Claudiana in Bozen stehen haben und nicht imstande im eigenen Land diese auszubilden…lieber im benachbarten Ausland Millionen Euro verpulvern….was sagt da eigentlich der Rechnungshof?

eva
eva
Grünschnabel
26 Tage 5 h

Den Sinn in dieser Aktion kann auch ich nicht verstehen! Auch in Österreich braucht man seit einigen Jahren die Matura um Pflege studieren zu können… wo ist der Vorteil? Studienplätze gibt es in Bozen ausreichend…. sobald die Studierenden aber merken wie schwer die Ausbildung und auch die Arbeit ist, wieviel sie aber nur verdienen, wechseln sie Studium… Schade!

gschaidian
gschaidian
Superredner
26 Tage 4 h

Nicht jeder hat Lust das eh schon schwierige Studium zweisprachig zu absolvieren. Man hört auch dass ein Großteil der Vorlesungen nur auf Italienisch stattfinden sollen. Für Studenten aus Trient ideal. Tja so geht man mit unseren Leuten um.

Rosenrot
Rosenrot
Superredner
26 Tage 5 h

Die Hauptursache für das Personalproblem sind 3 Jahre Mutterschaft und 75 % Teilzeitarbeitende. Im Klartext: diese Leute arbeiten zu wenig. 

Lausbuam20
Lausbuam20
Tratscher
26 Tage 3 h

Keine Supendierungen und besser bezahlen…. dann wäre das Problem gelöst.

Unioner
Unioner
Grünschnabel
26 Tage 3 h

Die Gefahr besteht darin das sich die Schwestern und Pfleger in A wohlfühlen, einen Freundeskreis aufbauen und dann dort bleiben.

harry
harry
Grünschnabel
26 Tage 4 h

Man konn a in di Südtiroler Studenten an der Claudiana finanziell helfen und Abkommen mit ihnen schließn

Rosenrot
Rosenrot
Superredner
26 Tage 4 h

Und zurück in Südtirol verstehen sie kaum ein Wort italienisch.

2x nachgedacht
2x nachgedacht
Grünschnabel
26 Tage 2 h

das sind die ergebnisse der qualitativen verbesserungen… der damaligen visionen…mit der darauf hin folgenden schließung der krankenpflegeschule von meran u schlanders…
real übrig geblieben sind die schreckens-szenarien der damaligen skeptiker (verschwörungstheoretiker)

So ist das
25 Tage 18 h

Jetzt wo es langsam Richtung Wahlen geht, braucht man gute Schlagzeilen, obwohl man jahrelang verschlafen und gespart hat.
Zahlt dem Pflegepersonal endlich mehr und nicht nur den Managern und Primaren der Sanität.

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