"Plan fehlt, um Personalmangel entgegenzuwirken"

Krankenpfleger: Auch SGB hält Streik derzeit nicht für notwendig

Freitag, 30. Oktober 2020 | 18:03 Uhr

Bozen – Die Erneuerung der Kollektivverträge für die öffentlich Bediensteten auf nationaler Ebene ist gefährdet. In diesen Stunden muss die Regierung entscheiden, die notwendigen Finanzmittel im Haushaltsgesetz vorzusehen.

Sollte dies nicht der Fall sein, wird Mitte November ein Streik für die öffentlich Bediensteten auf nationaler Ebene ausgerufen. In Südtirol betrifft diese Situation die Bediensteten der staatlichen Ämter. Darauf weist die Gewerkschaft SGB/CISL hin.

Für die öffentlich Bediensteten der Sanität, des Landes, der Gemeinden, der Bezirksgemeinschaften, der öffentlichen Altersheime usw. werden die Kollektivverträge auf lokaler Ebene abgeschlossen.

Für den Dreijahreszeitraum 2019-2021 stehen für die öffentlich Bediensteten in Südtirol die Finanzmittel zur Verfügung und momentan wird der zweite wirtschaftliche Teilvertrag des Bereichsübergreifenden Kollektivvertrages für das laufende Jahr und das Jahr 2021 verhandelt.

Gestartet sind auch wieder die Verhandlungen für den Bereichsvertrag der Sanität mit der Zusicherung einer ausreichenden Finanzierung hauptsächlich für das Gesundheitspersonal.

„Auf lokaler Ebene halten wir es daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht für notwendig einen Streik auszurufen, vor allem nicht in der Sanität aufgrund der heiklen und außergewöhnlichen Situation. Es bleibt die Tatsache, dass auch auf Landesebene ein strukturierter Plan fehlt, um dem Personalmangel entgegenzuwirken“, so die Gewerkschaft.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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