Von: mk
Meran – Meran redet gerne über Lebensqualität. Über Kultur. Über Wirtschaftskraft. Selten aber sieht man all das so konzentriert an einem Ort wie bei „Merano Connect“ im Stadttheater.
Der Abend, getragen von den Wirtschaftsverbänden, lvh.apa und hds, war ein Treffen jener Menschen, die Meran wirtschaftlich und gesellschaftlich prägen: Unternehmerinnen und Unternehmer, Handwerkerinnen und Handwerker, Kulturschaffende, Politikerinnen und Politiker, Vereinsmenschen.
Wolfgang Töchterle setzt auf Verbindung statt Abgrenzung
Der Ortsobmann des Wirtschaftsverbands Handwerk und Dienstleister (lvh.apa) in Meran gilt als einer der Ideengeber hinter „Merano Connect“. Gemeinsam mit Josef Insam, hds-Vizeortsobmann Meran, eröffnete er den Abend – und machte gleich zu Beginn klar, worum es ihm geht: „Meran lebt davon, dass Menschen zusammenarbeiten, Ideen teilen und gemeinsam Verantwortung für den Standort übernehmen.“
Das bei „Merano Connect“ Wirtschaftsverbände, Freiberufler, Tourismus, Handwerk und Kultur sichtbar gemeinsam auftreten, ist in dieser Form nicht selbstverständlich. Genau darin liegt aber die Stärke des Formats.
Auch Stadträtin Barbara Hölzl sprach von Menschen, „die in Meran viel bewegt haben und weiter alles daran setzen, Meran weiterzubringen“. Vizebürgermeister Nerio Zaccaria bezeichnete die Wirtschaftsverbände als „Motor der Stadt“.
lvh-Präsident Martin Haller und lvh-Direktor Walter Pöhl unterstrichen die besondere Bedeutung des Formats „Merano Connect“, das weit über eine klassische Jahresversammlung hinausgehe. „Wenn Wirtschaft, Handwerk, Kultur und Gesellschaft gemeinsam an einem Tisch sitzen, entsteht genau jener Austausch, den ein starker Standort heute braucht“, betonten Haller und Pöhl gemeinsam.
Innovation beginnt mit Mut
Einer der spannendsten Momente des Abends kam von Christian Steurer, Head of terraXcube an der Eurac Research. In seiner Keynote zeigte er, wie in Bozen unter Extrembedingungen geforscht wird – dort, wo Temperaturen wie am Everest simuliert werden können.
Das Motto: „Push to the limits.“
Steurer sprach dabei weniger über Technik als über Haltung. Über die Bereitschaft, Neues auszuprobieren und Grenzen zu verschieben. Innovationslandesrat Philipp Achammer griff diesen Gedanken auf. Innovation, sagte er, sei nur dann gelungen, wenn sie nach der Umsetzung echten Nutzen bringe.
Einen Moment der Ruhe und Entschleunigung brachte Don Massimiliano Sposato, Pfarrer von Sinnich und Untermais, der am Klavier ein berührendes Stück spielte. Anschließend erhielt sein Jugendprojekt „Chicco“ eine Spende von 3.000 Euro – ein unerwartet emotionaler Moment.
Kultur als Visitenkarte der Stadt
Ein Höhepunkt des Abends war die Verleihung des „Magic Raiffeisen Meran Award“ an Hermann Schnitzer und Andreas Cappello, die seit Jahrzehnten hinter den Meraner Musikwochen und dem Südtirol Festival Meran stehen.
In der Laudatio hieß es, sie hätten „Meran in die Welt getragen und die Welt nach Meran gebracht“.
Helmuth Köcher, Präsident des Koordinationskomitees „Magic Raiffeisen Meran“, beschrieb den Preis als Auszeichnung für Menschen, die Meran über die Stadtgrenzen hinaus sichtbar machen.
Der „Magic Bridge Raiffeisen Award“ ging an Mirko Bocek von riverstudio Meran.
Für Wolfgang Töchterle war genau das die Botschaft des Abends: „Meran lebt von Menschen, die mit Ideen, Leidenschaft und Verantwortung etwas für diese Stadt aufbauen – genau das wollen wir mit diesem Abend sichtbar machen.“
Was von diesem Abend bleibt
Der Abend endete bei Gesprächen, regionalen Köstlichkeiten und einem lebendigen Austausch. Vielleicht war genau das die eigentliche Botschaft von „Merano Connect“: Zukunft entsteht dort, wo Menschen bereit sind, sich zu vernetzen. Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich.




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