Microsoft Teams wird zum eigenständigen Produkt für Geschäftskunden

Microsoft entkoppelt Teams weltweit von Office

Dienstag, 02. April 2024 | 15:08 Uhr

Auf Druck der EU-Wettbewerbshüter entflechtet der US-Technologie-Gigant Microsoft weltweit sein Videokonferenz-Programm Teams von seinem Software-Paket Office. Der Konzern werde seine Chat-App Teams weltweit getrennt von Office an Kunden verkaufen, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Bereits im vergangenen Jahr hatte Microsoft begonnen, Teams in der EU und in der Schweiz getrennt von Office zu verkaufen, um so einer Kartellstrafe der EU-Kommission zu entgehen.

“Um Klarheit für unsere Kunden zu gewährleisten, weiten wir die Schritte, die wir letztes Jahr unternommen haben, um Teams von M365 und O365 im Europäischen Wirtschaftsraum und in der Schweiz zu entbündeln, auf Kunden weltweit aus”, sagte ein Microsoft-Sprecher. Teams war 2017 kostenlos zu Office 365 hinzugefügt worden und ersetzte später Skype for Business. In der Pandemie erfreute sich das Produkt aufgrund seiner Videokonferenzen großer Beliebtheit.

Konkurrenten kritisierten jedoch, dass die Verknüpfung der Produkte Microsoft einen unfairen Vorteil verschaffe. Slack Technologies schrieb in seiner Beschwerde, das Unternehmen habe Teams rechtswidrig an seine marktbeherrschenden Produktivitätsplattformen gekoppelt. Daraufhin nahm die EU Kommission Microsoft ins Visier und leitete ein Verfahren ein. “Fernkommunikations- und Kooperationsinstrumente wie Teams sind für viele Unternehmen in Europa unverzichtbar geworden. Wir müssen daher sicherstellen, dass die Märkte für diese Produkte wettbewerbsoffen bleiben und die Unternehmen frei wählen können, welche Produkte ihren Bedürfnissen am besten entsprechen”, hatte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erklärt.

Von: APA/Reuters

Kommentare

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1 Kommentar auf "Microsoft entkoppelt Teams weltweit von Office"


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krokodilstraene
krokodilstraene
Universalgelehrter
11 Tage 3 h

Ganz verstehe ich da die “Wettbewerbshüter” nicht.

Wenn ein betrieb ein Produkt erstellt und den Verkauf an ein eigenes anderes Produkt koppelt… warum sollte ihm das verboten werden können?
Ist das nicht die ureigene Entscheidung des Betriebes selbst?

Die “Währungshüter” zwingen den betrieb ja quasi, das Produkt getrennt zu verkaufen und damit zusätzlich Geld zu verdienen und damit den Verbraucher zusätzlich Geld auszugeben…
Oder möchten sie den Produzent etwa animieren, das Produkt gratis herzugeben…???

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