Die Social-Media-App Threads ist nun auch in der EU verfügbar

Mitlesen möglich: Diese Optionen haben Threads-Einsteiger

Donnerstag, 14. Dezember 2023 | 15:44 Uhr

Meta hat seinen neuen Kurznachrichtendienst Threads als Instagram-Ableger konzipiert, erlaubt hierzulande aber auch die passive Nutzung ohne Konto. “Menschen in der EU können wählen, ob sie ein Threads-Profil erstellen möchten, das mit ihrem Instagram-Konto verknüpft ist”, erklärt das Unternehmen.

Ohne ein Threads-Profil sind eigene Posts oder Interaktionen zwar nicht möglich. Man kann aber trotzdem alles lesen und anschauen, nach Konten suchen, alles durchsuchen, Inhalte melden oder Links zu Posts kopieren und teilen. Das funktioniert auch ohne App-Installation einfach im Browser unter “Threads.net”.

Wer ein Threads-Profil erstellen möchte, muss sich auf der Threads-Seite oder in der App mit einem Instagram-Konto anmelden, das gegebenenfalls neu erstellt werden muss.

Wer mehrere Instagram-Konten hat, kann für jedes dieser Konten ein eigenes Threads-Profil erstellen. Auf der Instagram-Seite hat Meta nun einen eigenen Threads-Bereich mit Erklärungen, Fragen und Antworten eingerichtet.

Threads-Beiträge dürfen bis zu 500 Zeichen lang sein. Neben Text- sind natürlich auch Foto- und Video-Postings möglich, wobei letztere bis zu fünf Minuten lang sein dürfen.

Es könnte bald aber auch sein, dass Nutzerinnen und Nutzer des alternativen Kurznachrichtendienstes Mastodon Nutzerinnen und Nutzern von Threads folgen können. Möglich macht diese Interoperabilität “ActivityPub”. Das ist ein offenes Protokoll für soziale Netzwerke, das von Mastodon bereits genutzt wird und bei Threads eingeführt werden soll.

Ein Test zum Folgen von Mastodon-Accounts aus Threads-Konten heraus läuft bereits, wie Meta-Chef Mark Zuckerberg auf Threads erklärt. So sollen Beiträge von Threads-Konten auf Mastodon und anderen Diensten, die “ActivityPub” unterstützen, verfügbar werden.

Mit dem Start des in den USA bereits sehr reichweitenstarken Kurznachrichtendienstes werde neben Bluesky und Mastodon nun auch in Europa eine weitere Alternative zu X (ehemals Twitter) geschaffen, kommentiert der IT-Branchenverband Bitkom den Threads-Start.

Von: APA/dpa