Präsident Markus Rabanser: „Bauchgefühl mit verlässlichen Zahlen ergänzen!“

Modehandel: Warenwirtschaft wird zum Erfolgsfaktor

Donnerstag, 21. Mai 2026 | 11:05 Uhr

Von: luk

Bozen – Ein gutes Warenwirtschaftssystem ist heute weit mehr als ein digitales Lagerprogramm. Es ist ein zentraler Baustein für einen erfolgreichen, modernen und zukunftsfähigen Modehandel. Darüber diskutierte die Fachgruppe Mode im Wirtschaftsverband hds bei ihrer diesjährigen Vollversammlung, die vor kurzem in Bozen stattgefunden hat. Bei dieser Gelegenheit zeigten drei lokale Anbieter in einem Vergleichswettkampf ihre entsprechenden Software-Lösungen.

„Der Modehandel lebt von Aktualität, Verfügbarkeit und Beratung. Wer jederzeit weiß, welche Größen, Farben und Modelle im Geschäft, im Lager oder online verfügbar sind, kann schneller reagieren, besser verkaufen und Kundinnen und Kunden gezielter bedienen“, betont Markus Rabanser, Präsident der Fachgruppe Mode im hds.

Gerade in der Modebranche, in der Saisonalität, Trends und touristische Spitzenzeiten eine große Rolle spielen, wird ein professionelles Warenwirtschaftssystem zunehmend zum Wettbewerbsvorteil. Es ermöglicht den Betrieben einen laufenden Überblick über Lagerbestände und Größenläufe, reduziert Fehlbestände, erleichtert Nachbestellungen und spart wertvolle Zeit bei Inventur, Verwaltung und Auswertungen.

Zudem liefern moderne Systeme klare Daten zu Umsatzentwicklung, Rennern und Ladenhütern. „Bauchgefühl bleibt im Modehandel wichtig – aber es muss heute durch verlässliche Zahlen ergänzt werden. Nur so können Sortimente gezielt gesteuert, Kapitalbindung reduziert und saisonale Chancen besser genutzt werden“, so Rabanser.

Auch die zunehmende Verbindung zwischen stationärem Geschäft, Onlineshop und Social Media macht funktionierende Warenwirtschaftssysteme immer wichtiger. In Italien nutzten Anfang 2025 rund 53,3 Millionen Menschen das Internet, die Internetdurchdringung lag bei 89,9 Prozent; zudem gab es 42,2 Millionen Social-Media-Nutzeridentitäten. Damit verschieben sich Kaufimpulse immer stärker zwischen Schaufenster, Smartphone und Geschäft.

„Viele Kundinnen und Kunden informieren sich online, lassen sich über soziale Medien inspirieren und kaufen anschließend im Geschäft – oder umgekehrt. Dafür braucht es Systeme, die Bestände, Verkaufskanäle und Kundenservice sauber miteinander verbinden“, erklärt Rabanser.

Die Fachgruppe Mode sieht in der Digitalisierung der Warenwirtschaft daher keine technische Nebensache, sondern eine strategische Aufgabe für den gesamten Sektor. Besonders kleinere und familiengeführte Modebetriebe könnten durch passende, praxisnahe Lösungen Zeit sparen, ihre Sortimente besser planen und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken.

„Es geht nicht darum, den Modehandel unpersönlicher zu machen. Im Gegenteil: Gute digitale Werkzeuge schaffen Freiraum für das, was unsere Betriebe auszeichnet – persönliche Beratung, Stilkompetenz und Nähe zur Kundschaft“, unterstreicht Rabanser abschließend.

Wer ist die Fachgruppe Mode?

Die Fachgruppe Mode im Wirtschaftsverband hds vertritt den gesamten Südtiroler Bekleidungs- und Accessoire-Sektor in all seinen Facetten wie Haute Couture, Sportbekleidung, Schuhe, Unterwäsche oder Vintage-Kleidung. Mit dem gesamtstaatlichen Dachverband Federmoda innerhalb von Confcommercio verfügt die Fachgruppe zudem über einen starken Partner auch über die Landesgrenzen hinaus.

Bezirk: Bozen

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