Von: mk
Brenner – Die geplante Brenner-Blockade am 30. Mai, die Umweltschützer im Rahmen einer Kundgebung auf österreichischer Seite organisieren, bereitet den Behörden aus vielerlei Gründen Kopfzerbrechen. Um das vorprogrammierte Chaos zumindest etwas in Grenzen zu halten, startet das Land Tirol eine umfassende Informationskampagne.
So soll die Sperre des Brennerpasses auch auf Google Maps aufscheinen – mit alternativen Routen in Richtung Süden. Sichtbar werden dabei allerdings auch die Fahrtzeiten, die sich verdoppeln oder gar verdreifachen. Braucht man an Tagen mit gewöhnlichem Verkehrsfluss von Innsbruck nach Bozen über den Brenner rund eineinhalb Stunden, verlängert sich bei der Route über den Reschenpass die Dauer auf drei bis vier Stunden. Immerhin werden dabei rund 220 Kilometer zurückgelegt.
„Unser Appell und unsere Empfehlung sind klar: Meiden Sie am 30. Mai das Gebiet Tirol weiträumig und verzichten Sie auf nicht unbedingt notwendige Fahrten innerhalb des Landes“, erklärt Kathrin Eberle, Bezirkshauptfrau von Innsbruck-Land, laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Ansa.
Gleichzeitig weist Eberle daraufhin, dass Reiseverschiebungen Auswirkungen auf den Verkehr auch vor und nach dem 30. Mai hätten. In diesem Zusammenhang prognostiziert Enrico Leitgeb, Leiter der Landesverkehrsabteilung der Polizei: „Das Verkehrsaufkommen an den Tagen unmittelbar vor und nach dem 30. Mai wird sehr hoch sein. Das bedeutet, dass aufgrund der daraus resultierenden Verkehrsverlagerungen auch vor und nach den offiziellen Sperrzeiten mit erheblichen Verzögerungen zu rechnen ist.“
Die Informationen auf der Website www.tirol.gv.at/brennersperre stehen in drei Sprachen – Deutsch, Englisch und Italienisch – zur Verfügung und richten sich an Transitreisende, an- und abreisende Touristen, Einheimische sowie alle, die in Tirol unterwegs sind.




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