Von: mk
Bozen – Im Zuge der Ermittlungen rund um giftige Ascherückstände aus Biomasseanlagen, die laut Anklage falsch deklariert und unter anderem zur Herstellung von Grillbriketts oder Düngemitteln verwendet worden waren, wurden drei Beschuldigte aus Südtirol dem Trientner Ermittlungsrichter vorgeführt. Im Rahmen des Garantieverhör machten sie von ihrem Recht Gebrauch, die Aussage zu verweigern, schreibt die Nachrichtenagentur Ansa.
Diesen Weg wählten Leeg-Verwaltungsratsmitglied Hugo Trenkwalder, Umweltberater Rupert Rosanelli und Giulio Angelucci, Direktor des Amtes für Abfallwirtschaft. Die Anhörung fand per Videoschaltung statt.
Während Rosanelli in der Haftanstalt in Padua untergebracht ist, sind Angelucci in Vicenza und Trenkwalder in Verona ins Gefängnis eingeliefert worden.
Trenkwalder und Rosanelli beantragten beim Ermittlungsrichter die direkte Aufhebung der U-Haft, Angelucci focht die Maßnahme dagegen mittels Beschwerde beim Haftprüfungsrichter an.
Weitere Anhörungen stehen am Donnerstag auf dem Programm. Andreas Tappeiner Andreas Tappeiner – Ex-Bürgermeister von Laas und Obmann der Gesellschaft Leeg, die das Fernheizwerk in Laas betreibt – sitzt in der Haftanstalt in Trient ein und muss vom Ermittlungsrichter noch einvernommen werden, ebenso wie Umweltinspektor Andreas Marri.
Am kommenden Montag folgt die Anhörung vom Direktor der Landesumweltagentur, Flavio Ruffini. Gegen Ruffini hat die Antimafia-Staatsanwaltschaft von Trient eine zeitweise Suspendierung vom öffentlichen Dienst beantragt.




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