Wasser nachfüllen!

Nein zu Plastikflaschen!

Montag, 07. März 2022 | 20:49 Uhr

Bozen ‘ Worauf kann man verzichten und worauf nicht? Die der „Aktion unVERZICHTBAR“ zugrunde liegende Frage greift der Dachverband für Natur- und Umweltschutz in diesem Jahr mit Blick auf ein grundlegendes Gut auf: Wasser.

Während ausreichend sauberes Trinkwasser unverzichtbar ist, gilt dasselbe für die Plastikflasche darum herum nicht. Deshalb nimmt der Dachverband mit seinem Projekt „Südtirol Refill Alto Adige“ an der Aktion teil.

„In einem Land wie Südtirol, in dem fast überall sauberes Trinkwasser höchster Qualität aus dem Hahn rinnt, ist der Kauf von Wasser in Einweg-Plastikflaschen Nonsens und absolut verzichtbar“, erklärt der Vorsitzende des Dachverbandes, Klaus-Peter Dissinger. „Es kostet Geld, muss über lange Strecken in die Supermärkte geliefert werden und verursacht zudem eine Unmenge an Plastikmüll, der zu einem weltumspannenden Problem geworden ist.“

Während demnach sauberes Trinkwasser ein unverzichtbares Gut ist, kann man auf Einweg-Plastikflaschen problemlos verzichten, und zwar auch dank des Projekts „Südtirol Refill Alto Adige“, das der Dachverband mit der Website www.refill.bz.it lanciert hat. Diese Website listet alle Brunnen in der Nähe des eigenen Standorts auf, die drei Kriterien erfüllen. Sie sind erstens öffentlich zugänglich, bieten zweitens Trinkwasser und man kann dort – drittens – kostenlos seine mitgebrachte Wasserflasche auffüllen.

Was das Refill-Projekt zu einem besonderen macht, ist nicht nur der einfache, intuitive und daher umso wirkungsvollere Ansatz, sondern auch die Tatsache, dass es ein Community-Projekt ist. „Schon heute sind in der Datenbank unserer Website für Südtirol weit mehr als 1600 Trinkwasserstellen eingetragen“, so Dissinger, „dieses Netz wird aber umso dichter, je mehr Menschen sich an Refill beteiligen“.

Beteiligen kann man sich in zweierlei Hinsicht: Weil Refill auf OpenStreetMap (OSM) basiert, also einer freien Datenbank, können auch Userinnen und User weitere Trinkwasser-Brunnen eintragen. Zudem können sich all jene am Projekt beteiligen, die Bars, Restaurants oder Geschäfte führen und Menschen die Möglichkeit geben wollen, dort kostenlos ihre Wasserflaschen aufzufüllen. Auch hier genügt, die eigene Location über www.refill.bz.it auf OSM einzutragen.

Info und weitere Tipps: https://www.umwelt.bz.it/aktuelles/projekte/aktion-verzicht-tipps.html

 

 

 

 

Von: bba

Bezirk: Bozen

Kommentare
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Gredner
Gredner
Kinig
2 Monate 12 Tage

Etwa 20% bis 50% der Wasser in PET-Flaschen sind teils stark verunreinigt,
wie verschiedene Studien der letzten Jahre ergeben haben. Auch namhafte
Marken sind hier nicht ausgenommen. In den Plastikflaschen wurden
vielfach Hormone gefunden, ebenso Weichmacher, Herbizide oder gar Spuren
von Medikamenten oder Gifte wie Antimon, Acetaldehyd (begünstigt es die
Entstehung von Leberzirrhosen) oder O-Methyl-Carbamat (ein Rückstand
der Entkeimung bei PET-Flaschen – krebserregend!).

Offline1
Offline1
Kinig
2 Monate 11 Tage

Das “private Nachfüllen” wäre dann sinnvoll, wenn die Flaschen auch sterilisiert wären. Wenn macht das ? Genauso Wenige reinigen ihren Mineralwasser Umwandler regelmäßig richtig. Der Auslauf dieser Spender ist eine waren Bazillen- und Virenschleuder. Wasser in Mehrweg Glasflaschen ist noch immer das Beste und hygienisch Sicherste…

Gredner
Gredner
Kinig
2 Monate 11 Tage

@Offline1 die Flaschen werden natürlich vor dem Befüllen ausgeschwänzt – das reicht vollkommen. Schließlich lagert das Wasser darin ja nicht monatelang und eventuelle Keime haben gar keine Zeit sich zu vermehren.

SilviaG
SilviaG
Superredner
2 Monate 11 Tage

Bin i froah, dass pa mir is beste Wosso fa do Pippe und fan Dorfbrunne kimp. Wosso direkt va do Bergquelle

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