Crowdfunding bewährt sich für Verena Angerer vom Jörgnerhof

Nicht bloß “Schwein gehabt”

Dienstag, 13. August 2019 | 11:14 Uhr

Pfitsch – Verena Angerer vom Jörgnerhof in Pfitsch hat nicht bloß „Schwein gehabt“. Mit ihrer Idee der biologischen Schweinehaltung konnte die Junglandwirtin in kürzester Zeit 149 Personen davon überzeugen, den Bau eines Verarbeitungsraumes und eines Hofladens durch Crowdfunding mitzufinanzieren.

Die Junglandwirtin Verena Angerer hat bei einer Crowdfunding-Kampagne knapp 21.500 Euro für die Errichtung eines Verarbeitungsraums und eines Hofladens gesammelt. Zeitgleich hat die 35-Jährige auch viele neue Kunden gewonnen. Ihre Idee: Sie hält am Jörgnerhof in Pfitsch auf 1.500 m ü.d.M Schweine. Diese leben das ganze Jahr im Freien und werden dann zu hochwertigen Bio-Produkten wie Speck und Grillfleisch verarbeitet.

Um die Kosten der dafür notwendigen Infrastrukturen teilweise zu decken, hat sich Angerer für Crowdfunding entschieden. „Das Geld ist aber nicht der Hauptgrund, warum ich diese Finanzierungsform gewählt habe”, so die Junglandwirtin. „Ich wollte auch viele neue Kunden erreichen und von meiner Wirtschaftsweise überzeugen.”
Dieses Vorhaben ist Angerer geglückt: Bereits nach einer Woche wurde das Finanzierungsziel von 10.000 Euro erreicht. Bis zum Ende der Kampagne haben 149 Personen das Vorhaben mit Geldbeträgen zwischen 20 und 1.300 Euro unterstützt. Schlussendlich kamen 21.490 Euro zusammen. Alle, die sich an der Crowdfunding-Kampagne beteiligt haben, dürfen sich nun über „Dankeschöns“ im Wert der Unterstützung freuen. Diese reichen von einer Namenspatenschaft für ein Ferkel bis hin zu einem ganzen Schwein, das nach Wunsch des Kunden verarbeitet wird.

Crowdfunding bewährt sich

Auf der Plattform www.crowdfunding-suedtirol.it wurden bereits 21 Projekte präsentiert. Die Themen reichen dabei von innovativen Sporterfindungen über Filme bis hin zu Lampen. Auch mehrere Kampagnen aus dem Lebensmittelbereich sind dort zu finden. Diese Kampagnen wurden besonders fleißig von der Bevölkerung unterstützt. „Wir freuen uns, dass die Plattform sektorenübergreifend genutzt wird und regionale Kreisläufe dank der regen Teilnahme der Bevölkerung gestärkt werden“, betont lvh-Präsident Martin Haller.

Aus diesem Grund wird der Südtiroler Bauernbund auch in Zukunft das Thema Crowdfunding in der Landwirtschaft forcieren.
Zusammen mit dem lvh-Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister hat der SBB diese Crowdfunding-Kampagne begleitet. Ermöglicht wurde die Kampagne durch die Unterstützung des Landesamtes für Innovation und Technologie.

 

Von: luk

Bezirk: Wipptal

Kommentare

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13 Kommentare auf "Nicht bloß “Schwein gehabt”"


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Tanne
Tanne
Tratscher
11 Tage 57 Min

Ich finde Crowdfunding ist ein Zungenbrecher. Wie wäre es mit Gruppenfinanzierung? Wir müssen uns nicht schämen Deutsch zu sprechen.
Aber eine tolle Idee, diese Gruppenfinanzierung.

iwoasolls
iwoasolls
Superredner
11 Tage 47 Min

bravo tanne👍👍👍

erika.o
erika.o
Superredner
10 Tage 22 h

@Tanne
auch mein Bravo richtet sich an dich ! 👍👍👍
wir müssen uns wirklich nicht schämen deutsch zu sprechen ! im Gegenteil !!!
mit all diesen englischen Ausdrücken kommt es mir grad so vor, als ob wir uns nicht akzeptieren so wie wir nun mal sind und als ob wir von uns selbst Abstand nehmen wollten .

franzl.
franzl.
Tratscher
10 Tage 22 h

wiso gruppen? crowd hoast a Menge, Masse, Publikum, Volk, SChar, Haufen.

englisch, weil donn muasmens nit doppelt oder dreifoch ibersetzten.
mochsch a englisch kurs donn passt des olls wieder..
und es hilt dir a weiter firs weitere leben.

Tanne
Tanne
Tratscher
10 Tage 19 h

@franzl.
Ich Glaube dir würde es auch hilten,für das weitere Leben. Was wird wohl hilt auf Deutsch heißen?

Savonarola
10 Tage 19 h

@franzl.

es geht hier nicht ums englisch lernen oder kapieren oder nicht. Warum muss die deutsche Sprache von den eigenen Leuten dauernd verwässert, vernachlässigt, gepeinigt, verleugnet, geschändet, missbraucht werden?
Und dann groß von Kultur und Bereicherung schwatzen..

Mikeman
Mikeman
Kinig
10 Tage 18 h

@ Tanne
Klein kariertes Wesen um solche Antwort zu erstellen, aber das erkennt man bereits aus anderen Semmeleien 🤮

Andreas1234567
Andreas1234567
Tratscher
10 Tage 20 h

Hallo zum Abend,

ein schönes Projekt. Die Schweine auf den Bildern sind spezielle Sorten, robust und dem Leben auf 1500 m gewachsen.
Aber eben nicht so schnellwachsend. Ihr Ende wird ortsnah erfolgen und der Vertrieb im Umkreis erfolgen.
Der Preis eine Gewissensfrage, da wird mindestens das Vierfache vom Supermarktpreis aufgerufen und es ist ein ehrlicher Preis für ehrlich produziertes Fleisch.

Almler und Bergbauern welche ähnlich produzieren verkaufen ihren Speck meist nicht, alles für Eigenbedarf.

Wer dort kauft wird Fleisch wieder als “Sonntagsgericht” schätzen lernen.

Gruss nach Südtirol und alles Gute dieser Geschäftsidee

Mikeman
Mikeman
Kinig
10 Tage 15 h

@ Andreas1234567
“Almler und Bergbauern welche ähnlich produzieren verkaufen ihren Speck meist nicht, alles für Eigenbedarf.”

Genau ,so ist es entweder man hat das Glück dass ein Bauer so ein Schweinerl mitfüttert ansonsten kauft man eben nur teuren Schmarrn und ist mit dem echten Bauernspeck überhaupt nicht zu vergleichen,alles nur Abzockerei.

oli.
oli.
Kinig
10 Tage 6 h

Früher war Sonntag immer der Höhepunkt der Woche , sa gab es Fleisch von guter Qualität und Frische.
Seit Jahren muss es immer billiger sein und täglich von minderer Qualität.

Savonarola
11 Tage 37 Min

das werden aber die Veggies, Vegetarier und all die anderen Fundis und ErnährungsfaschistInnen aber vermutlich nicht goutieren

Mammy
Mammy
Tratscher
11 Tage 5 Min

das macht nichts…die können ja jetzt fleisch und käse immitate aus soja oder raps kaufen. gibts an jeder ecke…. aber ich glaube es gibt noch genügend andere menschen die einen guten speck und gutes fleisch auf dem teller zu schätzen wissen… mich freuts wenn sie erfolg hat…

Sag mal
Sag mal
Kinig
10 Tage 7 h

ein paar Sachen Die im TVgesehn u.nachgemacht werden ,Sind löblich.

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